Monat: Oktober 2021

  • Benedikt.io feiert 21 Jahre und ich denke nach

    Das Blog benedikt.io feiert den 21. Geburtstag.

    Ich bin mit Benedikt Müller im Zusammenhang mit den e-Ink Tablets von Onyx in Kontakt gekommen. Benedikt selbst beschäftigt sich immer wieder mit der Frage nach „leichten“ Computern.

    Aber zurück zu seinem Blog-Geburtstags-Artikel. Da finden sich ein paar Punkte, die ich gerne aus meiner Sicht betrachten möchte.

    Old Blogger

    Ja, ich bin auch so ein „alter“ Blogger. Mit 2005 startete ich „Nur ein Blog“ unter der Domain robertlender.info. Schon zuvor (seit 1998) führte ich mit den tExas News und den t-Seite News so etwas, was ich im nachhinein Blog nennen würde. Daher finden sich die Artikel auch hier im Blog wieder.

    Und mit 2021 folgte dann ein massiver Schnitt in dem ich nicht nur meine Blog Engine sondern auch die Domain wechselte.

    93 Punkte

    Benedikt verweist auf Googles Lighthouse Test im Chrome Browser, den er jetzt mit 100 von 100 Punkten erfüllt und somit ein sehr performantes Blog betreibt. Den musste ich doch auch gleich probieren:

    Testergebnisse Lighthouse Test - siehe Artikeltext
    Lighthouse Test meines Blogs: Noch ein wenig verbesserungswürdig
    • 99 Punkte für die Performance ist schon mal fein.
    • 93 Punkte für die Accessibility ergeben sich, weil ein Button keine Auszeichnung hat. Das muss ich mir anschauen, wo es da hakt. Weil da möchte ich unbedingt 100 Punkte erreichen. Schon um meiner Leser:innen willen
    • 100 Punkte für Best Practices. Hier muss ich mal nachlesen.
    • 98 Punkte für SEO sind für jemanden, der sich wenig damit beschäftigt schon mal gut 😉 Aber immerhin verwende ich ein SEO Plugin, dass mir ein wenig Arbeit abnimmt.

    Captchas und Kommentare

    Mit Benedikt habe ich mich auch bezüglich der Problematik von Captchas auseinandergesetzt. Bei mir kommen die nicht zu Einsatz, sondern allein Honeypots und ähnliches. Und das funktioniert in meinem Blog auch recht gut.

    Benedikt möchte auch die Kommentare mehr in den Vordergrund rücken. Fein. Ich habe dazu vor 14 Tagen einen Schritt gesetzt.

    Gratulation

    Auf alle Fälle. Herzliche Gratulation, Benedikt. 21 Jahre lang ein Blog zu betreiben ist eine lange Zeit. Aber es zeigt, dass ein Blog über lange Zeit Freude machen kann und immer wieder neue Herausforderung bietet.

    Daher: Auf die nächsten 21 Jahre. Und auf die Party zum 25ten freue ich mich – falls ich eingeladen bin 😉

  • Ruhe und Sicherheit im Internet

    Das Internet kann ein wirklich lauter Ort sein. Nicht nur weil Videos und Musikclips dahinplärren, sondern weil auch manch Werbung sehr marktschreierisch daher kommt. Auch Diskurse in den sozialen Medien können einiges an Kopfweh bereiten.

    alleinr.at

    Seit dem 29. Oktober 2009 (vorbereitet war alles schon am 28.) gibt es alleinr.at, den Ruheraum im Web. Ein Ort der Stille:

    Entspannen Sie sich. Hier müssen Sie nichts tun. Sie melden sich nicht an, Sie laden nichts hoch, Sie kommentieren nicht, Sie knüpfen keine Kontakte. Niemand beobachtet, was Sie tun.

    Sie sind allein.

    Nein, noch besser: Sie sind alleinr.

    alleinr.at

    Aber man kann natürlich nicht dauernd hier verweilen und will es gar nicht. Denn die weiten des Internet haben viel zu bieten. Schönes, Gutes, Spannendes, Interessantes, Kreatives …

    Mimikama.at

    Und dann gibt es die Schattenseiten. Spam, Fakes und vieles mehr. Hier noch die Übersicht zu bewahren, dabei hilft einem schon seit Jahren die Website mimikama.at. Ein engagiertes Team an Freiwilligen klärt tagtäglich auf, checkt Fakten und lotst so manche:n durch den Dschungel an Irrtümern, Lügen und Verschwörungstheorien im Netz.

    Das alles kostet natürlich auch Geld. Mimikama hat keine großen Sponsoren. Längere Zeit versuchten sie sich mit Werbung zu finanzieren. Das hat für manche, die nicht wussten, wer Mimikama ist, nicht sehr seriös gewirkt. Denn langsam waren vor lauter Werbung die eigentlichen Artikel nicht mehr richtig zu erkennen.

    Das Mimikama Team hat das auch erkannt, sagen nun „Das war’s – wir haben uns verzettelt“ und schaffen die Werbeinschaltungen ab. Ich halte das natürlich für eine gute Entscheidung – für uns Nutzer:innen. Aber für Mimikama ist das natürlich ein Wagnis. Denn Geld braucht es nämlich weiterhin.

    Mimikama ist eine wichtige Informationsquelle geworden und wir können alle dazu beitragen, dass sie es bleibt. Im besagten Artikel finden sich daher Hinweise, wie man die Plattform unterstützen kann. Dabei gilt: Jeder Euro zählt.

    Schlußendlich können wir alle etwas für ein besseres Internet beitragen, in dem wir ein wenig auf Netiquette schauen.

  • Strongbox #4: 1Password Import ist da

    Kaum blogge ich darüber ist sie da und viel schneller als erwartet, die neue Importfunktion des Passwortmanagers Strongbox.

    Konkret lassen sich nun Einträge aus 1Password in die Strongbox und damit in das „freie“ Keepass Format übertragen. Siehe die Ankündigung bei Strongbox.

    Auch wenn ich schon migriert bin musste ich es ausprobieren – siehe dazu auch die englischsprachige Anleitung.

    Es geht wirklich einfach.

    Auch wenn die 1Password Einträge in der Cloud sind lassen sie sich als „PIF“ Datei exportieren. Dann den Import in Strongbox starten. Dieses möchte noch ein gutes Passwort für die neue Datei und in Sekunden waren meine 1.600 Einträge in der Strongbox App.

    Die Ordnerstruktur bleibt erhalten, Icons für die Ordner sind auch vorhanden. Jedes Datenfeld, dass das Keepass Format nicht kennt ist als benutzerdefiniertes Feld angelegt. Auf den ersten Blick einwandfrei. Laut Strongbox lassen sich aber keine Dateien/Attachments mit übertragen. Das heißt, wer PDFs, Bilder, etc. in Passwort gespeichert hat, muss diese per Hand kopieren.

    Wer die Strongbox und die Importfunktion mal ausprobieren möchte, einfach im Mac App Store herunterladen. Strongbox bietet die Pro Features für 90 Tage kostenlos an. Erst danach muss man überlegen, ob man rund 22 Dollar dafür löhnen möchte. Der Zeitraum sollte lang genug sein um sich zu entscheiden. Und für eine App, die meine sensibelsten Daten verwaltet, zahle ich den Betrag gerne. Noch dazu, wenn ich damit sicherstelle, dass es regelmäßig Updates gibt.

  • Strongbox #3 E-Mail Adressen und 1Password Import

    Über den Passwortmanager Strongbox habe ich schon ein wenig geschrieben:

    Jetzt fiel mir auf, dass das Datenbank-Format Keepass (das auch Strongbox verwendet) als Standard auch ein Feld für E-Mails anbietet. Dieses sehe ich zwar in der Strongbox iOS/iPadOS App jedoch nicht in Strongbox am Mac. Naja, ich sehe es schon, aber ein wenig anders …

    Eine Mail an den den Strongboxentwickler brachte Licht in die Sache. Die Grafische Oberfläche der MacOS Version von Strongbox hinkt noch ein wenig nach. E-Mails im Standardfeld werden am Mac als benutzerdefiniertes Feld mit dem Namen „Email“ angezeigt. Wenn ich ein solches am Mac anlege, dann sehe ich am iPhone die Mailadresse im Standardfeld.

    Laut Marc wird das bald geändert, da in den nächsten Monaten eine größere Überarbeitung der Mac App ansteht. Was aber in Kürze folgt ist eine Importfunktion von 1Password. Für mich kommt das zu spät, da ich schon auf Keepass/Strongbox migriert habe. Wie ich mitbekomme, überlegen aber einige zu anderen Passwort Managern zu wechseln. Und da ist ein solches Feature natürlich ein Grund mehr, der für Strongbox spricht.

    Ich bin gespannt, wie gut es umgesetzt ist und ob ich nur lokale Dateien importieren kann oder ob auch Daten aus der 1Password „Wolke“ herausholbar sind.

  • Strongbox #2

    Vor ein paar Tagen habe ich begonnen mich mit dem Passwort Manager Strongbox zu beschäftigen.

    Bisher gefällt er mir recht gut und ich glaube, ich werden nicht mehr zu 1Password zurückkehren. Ein paar Dinge habe ich schon über Strongbox geschrieben. Nachfolgend ein paar Erkenntnisse der letzten Tage

    In der Mac App lassen sich mehrere Datenbanken gleichzeitig offen halten. So kann ich ganz einfach einen (oder gleich mehrere) Einträge kopieren.

    Bis zu 100 Backups pro Datenbank sind einstellbar. Diese werden automatisch erstellt. Damit kann man sehr rasch zu einem früheren Bearbeitungszeitpunkt zurückkehren. Jedes Backup ist auch als .kbdx Datei abspeicherbar. Das heißt, als Keepass Datei, die in einer Vielzahl von Apps geöffnet werden kann. Wo die Mac App die Updates ablegt muss ich aber erst herausfinden.

    Ein paar Funktionen, die mir beim aufräumen geholfen haben:

    • Strongbox zeigt bei jedem Eintrag an, ob das Passwort zu schwach ist oder ob es schon ein weiteres mal verwendet wurde.
    • Wenn man mag, kann Strongbox jeden Eintrag bei „have i been pwned“ abfragen. Damit kann man herausfinden, ob die eigene Mailadresse etc. in einer gehackten Datenbank auftaucht.
    • Nicht mehr existente Websites kann man indirekt entdecken, in dem Strongbox bei allen Einträgen (die mit einer URL hinterlegt sind) nach einem FavIcon im Web zu suchen. Wird keines gefunden ist das schon mal ein guter Hinweis.

    Jedes dieser Feature ist natürlich nur optional und lässt sich ein- und ausschalten.

    Immerhin bin ich jetzt dadurch von über 700 Einträgen bei nur mehr 500 gelandet. Der Rest war entweder veraltet oder doppelt bis dreifach eingetragen. Diese Mehrfacheinträge kommen wohl auch daher, dass 1Password einem sehr viel abnimmt, aber man dadurch nicht mehr merkt, wenn etwas zu viel an Einträgen in der Passwortdatenbank landet.

    Die Integration von Strongbox in MacOS, iOS und iPadOS funktioniert insofern gut, als das ich beim Login auf einer Website automatisch (auch das kann ich in Strongbox optional wählen) von Strongbox Username und Passwort vorgeschlagen bekomme und mit einem Klick die Daten eingefüllt sind.

    Ebenso mit mehreren Optionen versehen ist die Kollisionskontrolle von Strongbox. So eine Datenkollision kann dann passieren, wenn man am Mac und am iPhone dieselben Einträge ändert ohne vorher zu syncen. Hier kann Strongbox recht intelligent den Konflikt selbst regeln oder Vorschläge machen. Wobei der Sync über iCloud sehr gut funktioniert und nur einmal gehakt hat, als ich gleichzeitig etliche Gigabyte verschoben habe.

    Nur damit ich es erwähnt habe. Natürlich braucht es auch keine Online-Verbindung um zum Beispiel am iPhone auf eine Passwortdatenbank zuzugreifen.

    Nachdem ich nunmehr ein Gefühl für die Apps habe werde ich auch Kopien meines Reisepasses etc. in einer Datei ablegen. Dann habe ich für Reisen und Co. immer Reserve“Dokumente“ bei mir.

    Natürlich gibt es auch Dinge, bei denen ich Verbesserungsbedarf sehe. So gibt es zwar Tags, aber die Verwaltung ist in der Mac und der iPhone App unterschiedlich und nicht Immer ganz intuitiv. Aber das sind Kleinigkeiten, die die App(s) nicht minder leistungsfähig machen.

  • Kleine Änderung im Layout

    vorgenommen.

    In der rechten Navigationsleiste habe ich die Monatsauswahl hinausgeschmissen. Die Auswahlliste war einfach schon zu lange.

    Wer sich frühere Artikel ansehen will, gehe einfach auf die Archiv Seite.

    Ich schreibe immer wieder, dass Kommentare das Salz in der Blogsuppe sind. Kommentare sind mir wichtig, ich freue mich immer wieder darüber. Insbesondere da heutzutage in Blogs immer weniger kommentiert wird und Menschen lieber auf Facebook und Co antworten.

    Daher findet sich in der Seitenleiste ab nun eine kleine Übersicht über die letzten Kommentare.

    Das war es auch schon.

  • Google mag RSS wieder ein wenig

    Ich lese gerade im Google Watch Blog den Artikel Google Reader Lite: Der Chrome-Browser kann nun RSS-Feeds abonnieren.

    Ich bin ein absoluter Fan von RSS. Ohne diese Technik könnte ich nicht hunderte Seiten im Netz im Blick behalten und mir immer die neuesten Texte in meine Reader App spülen lassen.

    Google hatte mit dem Reader schon mal ein tolles Programm dafür im Angebot, aber es dann einfach fallen gelassen.

    Daher bin ich zwiegespalten, was ich von der jetzigen Aktion Googles halten soll. Was hat Google damit vor? Wird es längerfristig RSS unterstützen oder versuchen sie dann ein eigenes Format uns allen rein zu drücken.

    Warten wir mal ab. Ich selbst werde diese Ergänzung nicht nutzen. Bei mir kommen nur vollständige Feed Reader Apps ins Haus.

  • Passwort Verwaltung: Keepass, Strongbox und Co

    Zur Vorgeschichte.

    Ich verwende seit Jahren 1Password auf dem Mac, iPad und iPhone zur Verwaltung meiner Passwörter und zum speichern von sensiblen Daten. Mit der neuen Version von 1Password haben diese auf einmal meine in der eigenen Cloud gespeicherte Datenbank für obsolet erklärt und mich zum syncen mit Online-Version gebracht.

    Ja, das abspeichern der Daten in Dropbox, iCloud und Co geht noch – aber das habe ich erst nach der Umstellung mitbekommen. Tja, man sollte sich erkundigen …

    Was mich bei 1Password in den letzten Monaten störte, war die Art, wie sich die Verwaltung in Safari einklinkte. Da wurden große Icons mitten in die Formularfelder eingeblendet und verdeckten mir oft die Sicht aufs Wesentliche. Kleinigkeit könnte man sagen, aber mich nervte es und ich fand keine Möglichkeit dies zu beheben.

    Open Source

    1Password ist ein sogenannte propietäres Projekt. Sprich, da steht eine Firma dahinter und in die Software kann keiner hineinsehen. Bei einem Passwort Manager heißt das natürlich dieser Firma zu vertrauen. Aber das muss man oft und in vielen heiklen Fällen.

    In den letzten Wochen habe ich mich aber mal umgesehen, was es denn sonst noch gäbe. Und da bin ich auf KeePass gestossen. Das ist ein offenes Datenbankformat mit entsprechender Verschlüsselung der Daten – einfach gesagt.

    Keepass

    Mehr über Keepass weiß die Wikipedia. Es ist nämlich auch das Programm, mit dem seine Passwörter verwalten kann. Nachdem Open Source haben sich rundherum einige Entwickler:innen gefunden, die eigene Programme/Apps entwickeln, die Keepass-kompatibel sind.

    Nach einer kleinen Umfrage auf Twitter habe ich mir daher mal angesehen:

    • KeePassXC – läuft auch unter MacOX
    • KeePassium, dass unter iOS (und somit am iPad und am iPhone läuft)
    • Strongbox, welches in einer Version für den Mac und einer für iPad und iPhone vorliegt

    Transfer

    Wenn man wie ich rund 700 Datensätze in 1Password gesammelt hat, dann will man das nicht unbedingt händisch übertragen. Aber es gibt eine einfache Lösung.

    Sofern man die Datenbank-Datei noch selbst irgendwo abgespeichert hat – oder die 1Password Inhalte in eine solche verfrachtet – gibt es in KeePassXC einen Importer. Der funktioniert an sich klaglos und schnell. KeePassXC ist in den Grundfunktionen kostenlos und somit kostet mir der Import mal keinen Cent, nur ein paar Sekunden.

    Allein ein paar Dateianhänge hat der Importer ausgelassen, die ich nun händisch nachziehen muss.

    Somit kann ich meine Passwörter im KeePass Format abspeichern und auch in anderen Apps verwenden, die darauf aufbauen.

    Strongbox

    KeePassXC funktioniert schon mal recht gut. Schlußendlich habe ich Strongbox gewählt, da ich dort Auswahlliste und Detailansicht am Mac nebeneinander stehe habe und mir das recht liegt.

    Beide Apps lassen sich etliche Zeit nutzen, Strongbox sogar 90 Tage in der Vollversion ohne zu zahlen. Damit probiert es einfach selbst aus, was euch besser liegt. Dabei kann man auch auf die gleiche Datei von beiden Apps (besser aber nicht gleichzeitig zugreifen).

    So, aber jetzt zu Strongbox.

    Die App kostet für iOS (und ist dann auf iPad und iPhone verwendbar) entweder nichts, aber dann fehlen ein paar Features. Oder man zahlt monatlich $ 2,49, jährlich $ 13,49 oder einmalig $ 49,99. Für die Mac App gibt es entweder die abgesteckte Version kostenlos oder mit allen Features um einmalig $ 22,99. Für eine App, der ihr eure Passwörter anvertraut ist das aus meiner Sicht ganz ok. Noch dazu, wo die Entwickler:innen regelmäßig Updates veröffentlichen.

    Ihr könnt so viele Datenbanken anlegen wie ihr wollt und diese innerhalb der App verwalten. Ablageorte sind vielfältig: Dropbox, iCloud, euer eigener Server, eure Festplatte, Owncloud, etc. Kommt halt auch immer darauf an, ob ihr mit mehreren Geräten auf eine Datei zugreifen wollt.

    Standardmäßig gibt es ein paar Datenfelder:

    • Titel
    • Benutzername
    • Passwort
    • URL
    • Ablaufdatum
    • Tags
    • Anmerkungen / Notizen
    • Anhänge (hier können ein oder mehrere PDFs, Bilder, etc. hinein)

    Damit ich auch andere Daten als nur Webzugänge verwalten kann bietet das KeePass Format – und damit auch die Strongbox – benutzerdefinierte Felder. Diese bestehen aus einem Namen und einem Wert. Der Wert kann dabei x-beliebigen Text enthalten. Damit ist man auch für Kreditkartendaten und ähnliches gerüstet. Das ist natürlich nicht so angenehm wie bei 1Password. Dieses hat mir auch erlaubt zu definieren, welche Art von Daten hier reindürfen: Telefonnummer, Mailadresse, etc.

    Mal abgespeichert können sich diese einzelnen Daten mit einem Klick jeweils in die Zwischenablage kopierten. Eine zusätzliche Funktion bei der URL ruft diese auf und versucht die Benutzername und Passwort korrekt einzutragen.

    Einträge lassen sich in Ordner/Gruppen zusammenfassen und so mehr Ordnung reinbringen. Jeder Ordner kann mit einem eigenen Icon versehen werden und für die Einträge kann Strongbox auch nach den jeweiligen Favicons der Websites suchen.

    Was nicht unwichtig ist. Es gibt einerseits einen Papierkorb. Aus versehen gelöschte Einträge sind damit schnell wieder hergestellt. Jeder Eintrag hat auch eine Historie. Das heißt, ich kann noch nachsehen, wie mein voriges Passwort ausgehen hat oder andere Änderungen nachvollziehen. Das brauche ich selbst immer wieder.

    Auf der Strongbox Website gibt es eine Übersicht der Features (zwischen kostenloser und Pro Version).

    Manch einer meinte, so komfortabel wie 1Password können die KeePass kompatiblen Apps nicht sein. So bietet 1Password eine einfache Möglichkeit Benutzerdaten und Passwörter in entsprechende Formularfelder auf Websites automatisch einzufüllen.

    Nun, unter iOS kann ich in den Einstellungen statt 1Password auch Strongbox (bzw. KeePassium) als Passwort Manager einbinden und somit diese Auto-Fill-Funktion nutzen. Auch am Mac funktioniert das meistens recht gut, sogar unter Safari, obwohl für dieses gar kein Plugin angeboten wird.

    Umstieg

    Ich bin gerade dabei auf Strongbox umzusteigen.

    • Ich kann mehrere Datenbanken anlegen. Eine für Passwörter, eine für sensible Dokumente, eine für die gemeinsame Verwaltung mit anderen und eine weitere … für alles mögliche. Strongbox meint selbst, dass 250 MB für eine Datenbank kein Problem wäre.
    • Jede Datenbank kann ich auch an einem anderen Ort ablegen. In der Cloud oder direkt nur auf meinem Mac bzw. Mobilgerät. Damit bin ich zwar selbst für die Sicherung/Backup der Daten zuständig, aber das soll mir recht sein.
    • Ich mag zwar ein wenig Komfort verloren haben. Aber für meine Zwecke ist es ok. Die Registrierung auf einer neuen Website sollte man sowieso mit bedacht vornehmen.

    Und wenn sogar der Herr Leyrer KeePass verwendet, dann dürfte es ja etwas sicheres sein. Weil ich kenne ihn da als recht sensiblen Zeitgenossen in dieser Hinsicht.

    Update vom 17. Oktober 2021. Es gibt einen Nachfolgeartikel: Strongbox #2

  • RSS Feed für Seiten die keinen anbieten

    Ein wenig verspätet ein kleiner Hinweis.

    Martin Leyrer schreibt in „Another Successful Yak Shaving Session: RSS-Bridge“ über die Web-Applikation „RSS-Bridge„.

    Eine kurze Beschreibung:

    RSS-Bridge is a PHP project capable of generating RSS and Atom feeds for websites that don’t have one. It can be used on webservers or as a stand-alone application in CLI mode.

    Important: RSS-Bridge is not a feed reader or feed aggregator, but a tool to generate feeds that are consumed by feed readers and feed aggregators.

    Nebstbei. Martin erwähnt auch mich kurz in seinem Artikel. Das kommt davon, wenn es so wirkt, als ob ich in meinem RSS Feedreader leben würde 😉

  • Japaner:innen können sich die letzte Ruhe in Wien kaufen

    Mausoleum mit Aufschrift "World Music Fans"
    Ein Platz für die nächsten 100 Jahre – für Japaner:innen

    Heute war ich in Wien am Zentralfriedhof und fand das erste mal Zeit mir in Ruhe manche Ecke anzusehen. Dabei stieß ich auf ein Mausoleum auf dem nur der Schriftzug „World Music Fans“ zu finden war.

    Kurz mal Tante Google befragt, die mir einen Artikel aus „Die Presse“ fand.

    Die Lösung des seltsamen Mausoleums. Ein japanische Firma hat für 100 Jahre dieses Gruft gemietet. Japaner:innen, die schon immer Beethoven und Co. nahe sein wollen, können sich hier in in einer Urne bestatten lassen. Dreihundert Urnen finden im Mausoleum einen Platz, der jeweils Euro 21.000,- kostet.

    Beworben wird das ganze mit Sprüchen wie

    Isn’t it a great honor if you are one a few may take a rest surrounded by these celebrated musicians at sacred place?

    Your dream to take an eternal peace with famous cerebrated musicians comes true.The cemetery park is a pride of the city of Vienna with world heritage atmosphere.Provide a peaceful night’s sleep to you

    Der Presse-Artikel stammt aus 2014, die Website der Firma „World Musicfan“ existiert noch (Update vom 23.12.2021: Die URL führt nunmehr ins Leere), ebenso das Promo-Video. Auch die Facebook Seite hat seit 7 Jahren kein Update erfahren.

    Es wäre daher interessant, ob irgendeine japanische Asche den Weg in Wiens Untergrund gefunden hat.