Monat: Februar 2021

  • Lass deinen eigenen Eisberg schwimmen

    Sorry, ich weiß nicht mehr, wer auf Facebook den Link gepostet hat.

    Iceberger ist ein kleines Webprojekt. Man zeichnet die Umrisse eines Eisbergs (oberhalb und unterhalb des Meeresspiegels) und sieht dann zu, wie sich der Eisberg ausrichtet um zu schwimmen.

    Wie auf der Seite angegeben ist das physikalische Modell nicht perfekt. Aber für zwischendurch macht es einfach Spaß unterschiedliche Formen auszuprobieren und zuzusehen, wie sie sich drehen, bis sie ruhig dahin treiben.

    Einfach ausprobieren. Geht mit jedem modernen Browser am Desktop, Smartphone oder Tablet.

  • Ich schäme mich

    Ich schäme mich. Immer wieder. Ich nehme an, auch du schämst dich. Aber wir reden nicht darüber. Weil es uns ja beschämt. Die Scham vor der Scham lässt uns schweigen. Auch dort, wo wir vielleicht jemanden durchaus darüber erzählen möchten.

    Sich schämen, weil der eigene Körper angeblich Makel hat. Sich schämen, weil man etwas nicht kann, was alle anderen angeblich können. Sich schämen, weil man nicht die richtigen Worte findet, weil man sich etwas nicht leisten kann, weil die eigenen Vorstellungen und Wünschen nicht der (angeblichen) Norm entsprechen.

    Und sogar in der Scham, wenn wir zum Beispiel vor Scham erröten, schämen wir uns für diese.

    Im Extremfall ist es die Scham Opfer geworden zu sein, die sogar Verbrechen im Dunkeln lässt.

    Talkreihe „Scham“

    Nachdem Kathrin Gärtner über Sexualität gesprochen hat startete sie vor kurzem ihre abendliche Talk-Reihe zum Thema „Scham“.

    Der letzte Talk zum Thema „Scham in der Umkleidekabine“ mit einer Besitzerin eines „Wäschegeschäfts“ war für mich sehr nachdenklich bzw. zum nachdenken anregend. So schämen sich manche für einen Körper, den andere wieder gerne hätten. Man erklärt der Verkäuferin schon vor der Anprobe, dass man einen Makel hat, damit man dann die Scham nicht so extrem empfindet. Man erklärt die mitkommende Freundin vor den Ohren anderer für fett, damit diese dann einem beim ausprobieren des Badeanzugs nicht selbst so beschämen kann.

    Tröstend war für mich der Gedanke, dass mein die eigene Scham durchaus auch mal liebevoll betrachten kann.

    Aber Scham ist natürlich nicht nur auf das körperliche Äußere begrenzt. Daher werden sich Kathrins abendliche Talks auch um Themen wie Armut drehen.

    Getalkt wird immer 21 Uhr auf ihrem Youtube-Kanal.

    Die nächsten Termine

    • Sonntag 28.2. Gundula von Liebhabereien: Scham im Sexshop
    • Mittwoch 3.3. Sexualaufklärerin und Youtuberin Kora: Sex – Gender -Scham
    • Sonntag 7.3. Mithu Sanyal: Scham als moralisches Gefühl
    • Mittwoch 10.3. Martin Schenk: Armut und Scham
    • Sonntag 14.3. Monika Meurer: Alter und Scham
    • Mittwoch 17:3. Kali: Was Sexarbeiterinnen über Scham wissen
    • Mittwoch 24.3. Doris Reisinger (Wagner): Spiritueller Missbrauch und Scham.

    Eventuell kommen noch weitere Termine hinzu. Die entsprechenden Updates gibt es dann auf Kathrins Twitter Kanal @KathrinGaertner.

    Wer nicht zu diesem Termin online sein kann oder will: Die Talks sind zumindest noch einige Zeit danach online.

  • Ich bin ein Brot

    Wahrscheinlich kennen einige von euch Bernd das Brot.

    Das meiner einer Ähnlichkeiten mit einem Brot hat, das war mir neu.

    Vor kurzem erhielt ich auf ein Posting bei Instagram folgenden Kommentar:

    Kommentar "Schönes Porträt. Woher kommen Sie?"

    Es war klar, dass das Spam ist. Aber über Komplimente freue ich mich immer 😎

    Nur, wenn ich mir das Bild ansehe, dass hier kommentiert wurde, dann frage ich mich halt doch:

    Belegtes Brot mit Spiegelei und Käse
    Belegtes Brot

    Bernd, wir sind Brüder …

  • Wenn staatliche Gewaltenteilung in eine Firmenhand gerät

    Vielleicht kennt ihr den Film Robocop und die dortige Firma OCP – Omni Consumer Products. Dort übernimmt dieser Konzern – weil sie es angeblich besser können – die städtische Verwaltung von Detroit, mitsamt der Polizei.

    Ein erschreckender Gedanke.

    Nun lese ich, wie eine Firma in den USA überlegt eine Blockchain-Stadt zu gründen. Dafür wurden Sonderzonen geschaffen, die innovative Formen der politischen Verwaltung ermöglichen sollen. In dem Artikel findet sich ein aus meiner Sicht gruseliger Absatz:

    Das heißt konkret, dass Konzerne wie Blockchains LLC in diesen Zonen staatliche Aufgaben wie Gerichtsbarkeit, Polizeiarbeit und Besteuerung übernehmen könnten.

    Natürlich müsste man sich jetzt die Details ansehen. Aber allein die Grundidee, staatliche Kernfunktionen an private Unternehmen abzugeben und damit auch die Gewaltenteilung und die Kontrolle dieser unterschiedlichen Gewalten, erscheint mir mir als bedenklich.

    Neue Formen der politischen Verwaltung soll man erproben, muss man erproben. Aber man muss gleichzeitig sehr, sehr vorsichtig sein wichtige Errungenschaften der Demokratie nicht damit über Bord zu werfen.

    Demokratie ist etwas lebendiges, etwas sich weiter entwickelndes. Aber sie muss in unser aller Händen bleiben.

  • Robert goes Content Strategy Camp

    Es wurde ja wirklich schon Zeit, dass ich ein Barcamp besuche. Ein kleiner Stups der Content Queen (Danke!) und ich habe mich zum Content Strategy Camp Graz angemeldet.

    Das mit „Graz“ bezieht sich nur auf die Ausrichtenden. Ansonsten findet das Barcamp am 13. März 2021 online statt und ist daher von überall im Netz zugänglich.

    OrganisatorInnen des Barcamps sind die Teilnehmenden am Lehrgang „Content-Strategie“ des FH Joaennum in Graz.

    Nachdem es ein Themen-Barcamp ist, gibt es ein paar Eckpunkte:

    Themen des Content Strategy Camps sind Content-Strategie und verwandte Gebiete wie Web Design, UX Design, SEO, Online-Marketing, Social Media, Content Produktion und vieles mehr. 

    Aber Barcamps – wenn man sie ernst nimmt – sind eben Barcamps und daher wird man wohl das „und vieles mehr“ breiter interpretieren können, solange jemand einen Sessionvorschlag interessant findet.

    Ich muss mir noch überlegen, was den mein Thema sein könnte, mein Vorschlag für eine interessante Session.

    Und ich bin gespannt, wie das Camp online umgesetzt wird. Insbesondere der „informellere“ Teil, zu dem zu finden ist

    Da wir normalerweise auch das BAR im Camp nicht zu kurz kommen lassen, werden wir uns auch für das online Event was einfallen lassen. Nehmt euch also nach 17 Uhr nichts mehr vor.

    Auf alle Fälle freue ich mich, wieder mal ein Barcamp genießen zu können. Auch wenn es nur online ist.

  • Voja und My Deep Guide unterstützen

    Über Vojislav Dimitrijevic habe ich schon öfters geschrieben. Bekannter ist er wohl unter dem Namen Voja beziehungsweise über seinen YouTube Channel „My Deep Guide„.

    Ich habe Vojas Videos während meiner Überlegungen kennengelernt, ob ich mir einen Onyx Boox Nova zulegen soll.

    Voja widmet sich in seinen Videos ausgiebig dem Thema eInk Tablets.

    Man muss sich Zeit nehmen, aber es lohnt sich. Wer im Detail erfahren möchte, welche Funktionen so ein Tablet bietet, der ist bei Voja richtig. Er geht jede Einzelheit durch, erklärt und zeigt. Dabei mag ich seine ruhige Art, die durchaus aber auch Begeisterung zeigt über besondere Features.

    Bei Voja gibt es Unboxing Berichte, kürzer Überblicke und dann stundenlange genaue Beschreibungen. Weiters testet und vergleicht er spezielle Funktionen und probiert auch einzelne Utensilien wie Stifte aus und vergleicht diese.

    Dort, wo es kein detailliertes Handbuch, dort gibt es ein Video von Voja – so könnte man es ausdrücken.

    Ich mag das, wenn Menschen solche Akribie zeigen.

    Nachdem ich mir seine Videos immer wieder mit Interesse ansehe, dabei einiges lerne und Tipps für mich mitnehme, bin ich auch gerne bereit, dies auch zu honorieren.

    Daher bin ich Patreon beigetreten und sponsere Vojas Arbeit. Patreon beschreibt sich in aller Kürze

    Patreon hilft dir, direkte Beziehungen zu deinen treuesten Fans aufzubauen. Sie unterstützen dich mit einem monatlichen Beitrag und bekommen dafür von dir Benefits wie exklusive Inhalte, eine Community oder Einblicke in deinen kreativen Prozess.

    Wobei ich bräuchte das gar nicht, dass ich jetzt Zugang zu Behind-the-Scenes Videos habe und ähnliches. Ich freue mich, wenn Voja seine bisherige Arbeit weiterführt.

    Derzeit unterstützen (Stand 16.02.2021, 19:05 Uhr) 57 Menschen mit 175 Dollar monatlich die Arbeit von My Deep Guide. Vojas Ziel wären 500 Dollar im Monat um wirklich regelmäßig (monatlich) ein neues Produkt testen zu können.

    Bin gespannt, ob er das Ziel erreicht. Ich habe zumindest mal meinen Beitrag geleistet.

  • Traue keinem Social Media Angebot

    Der Titel klingt ein wenig harsch, aber …

    Lese gerade bei perun.net, dass Instagram und Facebook Postings nicht mehr über oembed ins eigene Blog eingebunden werden können.

    Ok, es gibt nun andere Möglichkeit, aber die werden komplexer und aufwendiger.

    Aber das ist symptomatisch für Social Media. So mancher Dienst war zu Anfangs offener, weil er ja KundInnen brauchte und Reichweite. Da lässt man schon seine Inhalte zur „Bewerbung“ woanders anzeigen, bindet andere Dienste bei sich ein. Die API erlaubt vieles, damit viele damit experimentieren und wiederum Coder, early adopter und andere Experimentierfreudige bringen.

    Und dann ist man groß, gesättigt und braucht sich nicht um die „Umwelt“ kümmern. Dann wird die API eingeschränkt, der Weg zu anderen Apps versperrt. Weil jetzt gehört der Inhalt ganz allein in das eigene Netzwerk und auch die NutzerInnen sollen hier … und nur hier … bleiben.

    So gehen dann im eigenen Blog Inhalte verloren, weil die eingebundene Nachricht, das Bild, der Film, etc. nicht mehr angezeigt werden.

    Obige Nachricht ist mir Hinweis, dass ich mit dem direkten einbinden in mein Blog vorsichtig sein sollte. Wenn es wichtig ist, sollte ich diese Inhalte auch noch extra sichern, falls ich später mal den Artikel irgendwie rekonstruieren will.

    Es erinnert mich wieder daran: Über die Inhalte meines Blogs entscheide ich, über die Inhalte auf anderen Dienste habe ich nur so viel Verfügungsgewalt, wie mir der Anbieter gerade zugesteht.

  • UPLOAD zum Thema digitale Barcamps

    Bei UPLOAD findet sich aktuell ein Guide zu Virtuelle Events: Barcamps digital organisieren.

    Ein digitales Barcamp ist von der Organisation eben anders als ein analoges und da gilt es einiges (neu) zu überlegen.

    Und auch UPLOAD weist daraufhin, dass wir uns zwar in digitalen Welten bewegen aber nicht digital sind. Online-(Un)Konferenzen brauchen Pausen. Manches was offline locker geht ist online ermüdend und zu lange.

    Ebenso braucht es mehr Begleitung, mehr Moderation bzw. Co-Moderation. Denn offline kann ich mal den Nachbarn fragen. Aber wer ist der/die Nachbarin online? Chatte ich da unbekannte einfach an.

    Was ich selbst immer wieder mitbekomme. Auch ein Jahr im Lockdown hat nicht alle zu Online-Expert/innen gemacht. Noch dazu gibt es zu viele Tools, als dass ich mit jedem wirklich gut vertraut bin.

    Viel mehr Überlegungen dazu gibt es im Artikel von UPLOAD.

  • Onyx Boox im Jahr 2021

    Im Blog von „The eBook Reader.com“ findet sich eine Vorhersage über neue e-Ink Display Tablets von Onyx.

    Wie immer bei solchen Vorhersagen ist da so eine Mischung aus Wissen über vergangene Produktvorstellungen, die Art des Unternehmens, generelle technische Entwicklungen und ein wenig Pi mal Daumen.

    Onyx bringt oft Updates von Produkten heraus. Dass diese auf die neue Android Version setzen werden ist natürlich sehr wahrscheinlich.

    Zwei interessante Punkte finde ich in der Vorhersage.

    Einerseits, dass auch größere Boox Tablets eventuell einen Farbbildschirm erhalten. Das wäre natürlich für mancheN ein Fortschritt – sofern die Farben ansehnlich sind und es nicht die Pixeldichte zu sehr verringert. Gerade mit den Nova und Note Tablets ließen sich dann auch fein Magazine, farbige PDFs etc. lesen und bearbeiten.

    Der zweite Punkt betrifft die Überlegung, ob Onyx ein eInk Smartphone herausbringen könnte. Wozu das gut ist. Dazu drei Punkte meinerseits:

    • So ein Display erhöht massiv die Laufzeit des Geräts, da es nicht am Akku frisst.
    • eInk erlaubt noch dazu „always on“ Display.
    • Die Lesbarkeit in der Sonne ist meistens um einiges besser als bei „normalen“ Screens von Smartphones.

    Damit kann ich dann wirklich ein eBook am Smartphone lesen ohne Sorge um den Akku – und das noch dazu im Sonnenlicht. Natürlich ist so ein Smartphone für manches kaum nutzbar, wie z.B. die wunderbaren Farbfotos in Instagram bewundern oder ein Highspeed-Video auf Youtube. Solche Smartphones sind wohl eine Nische, aber vielleicht keine kleine.

    Ein eInk Smartphone wäre daher eine Mischung aus Feature Phone (von der Akku Laufzeit her) und Smartphone (in dem z.B. Android und all die Apps darauf laufen).

    Ich bin gespannt, was Onyx dieses Jahr plant und ob ich mich irgendetwas davon zu einem Kauf verleitet …

  • Jugend Internet Monitor 2021 (Österreich)

    Die saferinternet.at Initiative veröffentlicht jährlich den „Jugend Internet Monitor„.

    Vorab. Wer saferinternet.at noch nicht kennt: Saferinternet.at unterstützt vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Hier findet ihr unglaublich viel gutes Material und Informationen und weiterführende Links.

    Aber nun zum Monitor. In diesem wird jährlich die Social Media Nutzung von jungen Menschen in Österreich abgebildet. Was sich hier zum Beispiel zeigt ist, dass Facebook immer weiter nach hinten rutscht. WhatsApp, Youtube, Instagram und Co. heißen die Netzwerke die genutzt werden.

    Wobei Facebook insgesamt wohl gut „geraten“ hat mit dem Kauf von WhatsApp und Instagram. Damit bleiben sie weiterhin bei den Jungen im Rennen.

    Aber es lohnt sich – und ist für eine Interpretation wichtig – tiefer reinzuschauen. So werden Soziale Netzwerke sehr unterschiedlich und mal von jüngeren und mal von älteren Jugendlichen genutzt. Mädchen/junge Frauen und Burschen/junge Männer haben ebenso ein unterschiedliches Nutzungsverhalten.

    Also. Wer immer mit jungen Menschen zu tun hat, der/die sollte mal einen Blick reinwerfen.