Monat: Juli 2017

  • Ein unbeaufsichtigter Koffer oder was mir durch den Kopf ging

    Flughafen Hamburg. Ich sitze bei meinem Gate und schaue auf eine Wand. Eine Wand mit Steckdose. In dieser steckt ein schwarzes Netzteil und ein weißes Kabel (wirkt wie eines von Apple) führt zu einem Koffer. Nur: neben dem Koffer sitzt niemand.

    Auf dem Koffer findet sich ein Markenname: „Bomber“. Noch dazu mit einer Bombe mit Zündschnur statt dem „o“. Denke mir, das ist selten dämlich, in Zeiten wie diesen so einen Namen auf einen Koffer zu drucken.

    Ein wenig beunruhigt – eher durch den Namen (Will da jemand einen mehr als schlechten Wortwitz hinlegen? Und wenn ja, welcher Art?). Ich greife zum Smartphone und google. Ja, die Firma gibt es wirklich und die stellt auch Koffer her.

    Doch mein Kopf hört nicht auf zu denken.

    Ist es das mediale Trommeln über Terroranschläge – über verübte und angeblich, wahrscheinlich,… vereitelte, das mich grübeln lässt.

    Soll man so einen Koffer melden? Warum steht der schon seit mindestens 10 Minuten (wie ich kam, war er schon da) hier und niemand fällt das auf?

    Ist es nur die eigene Panikmache, dass ich an so etwas denke? Wäre es couragiert so einen Koffer zu melden? Lieber einmal zu viel, als das gerade dieser…?

    Andererseits kam er doch auch durch die Sicherheitskontrolle. Naja, woher weiß ich das? Und schleißige Kontrollen habe ich schon oft genug miterlebt. Wozu dann Überwachung und Kontrolle (formal) verstärken, wenn die bisherigen Maßnahmen nur eher schlecht als recht umgesetzt werden? Wo Menschen da Fehler, andererseits bleibt es menschlich, auf mich als Mensch eingehend.

    Während ich so grüble und eine echte Bombe wohl schon längst hätte hochgehen können kommt ein junger Mann vorbei, setzt sich hin, zieht das Smartphone aus dem Koffer – an dem das Ladekabel hängt – und beginnt zu telefonieren.

    Innerlich atme ich ein wenig auf.

  • Urlaub mit neuem EU Roaming

    Ich war auf Urlaub. Im Ausland. Aus den letzten Jahren mit Smartphone bin ich es gewohnt, den Flugmodus meistens aktiviert zu lassen. Hin und wieder drehe ich dann auf, checke SMS und Sprachnachrichten. Als im EU Raum die Roamingkosten langsam sanken erlaubte ich mir auch hin und wieder E-Mails zu checken etc.

    Mitten in meinem jetzigen Urlaub erhielt ich von meinem Provider eine SMS, dass ich nun ganz wie zu Hause meinen Datentarif verwenden kann.

    Einerseits war das natürlich fein. Nicht mehr nach Hause kommen und 500 Mails durchackern müssen, weil man sie zwischendurch immer wieder gecheckt hat. Wikipedia nutzen um Wissenswertes über Orte und Menschen nachzuschlagen. Fotos verschicken statt einer Postkarte (wann habe ich die letzte Postkarte geschrieben?).

    Auf der anderen Seite heißt es nun für mich noch bewußter – im wahrsten Sinne des Wortes – abzuschalten. Das Smartphone ging daher auch jetzt meistens in den Flugmodus. Ich muss im Urlaub nicht immer erreichbar sein. Aber nun zwingen mich keine horrenden Roamingkosten sondern ich muss es selbst entscheiden.

    Das neue Roaming heißt für mich da und dort die Freiheiten des Netzes genießen aber nicht mich im Urlaub an das Netz zu binden.

  • Handyfotos im Jahr 2004

    Im Jahr 2004 schreibe ich einem Freund zum Thema "mit dem Handy fotografieren" (damals hatten wir noch kein Smartphones):

    Es ist natürlich so oder so kein vollwertiger Ersatz für eine gute Digicam. Aber man kann gut Schnappschüsse machen – und das Handy ist halt (fast) immer dabei. Und so kann man Fotos schiessen, die man sonst nie gemacht hätte (wäre aber manchmal wohl besser 😉

    Dreizehn Jahre später hat das Smartphone so manche günstigere Digicam verdrängt.