Monat: April 2017

  • 50

    Rein statistisch habe ich auf alle Fälle die Hälfte meines Lebens überschritten. Auf medizinische Wunder kann ich hoffen, aber ob diese noch zu meinen Lebzeiten kommen?

    Beim Maturatreffen wies uns ein Schulkollege darauf hin, dass wir nunmehr älter wären als die meisten unserer LehrerInnen damals. Betroffenes Schweigen für gefühlte 30 Minuten.

    Ich war ehrenamtlicher Jugendleiter. Zu einer Zeit als viele der heute Tätigen nicht einmal noch geboren waren.

    Manche Seniorenportale umwerben mich nunmehr, da ich angeblich das richtige Alter für sie habe.

    Auf Barcamps bin ich der Opa der vom verlorenen Spirit alter Barcamps erzählt bzw. nervt.

    Der alte Opa kann euch auch noch etwas von den Browserkriegen erzählen.

    Ich verwende Redewendungen oder Werbesprüche, lache und schaue in verdutzte Gesichter jüngerer Menschen, die damit rein gar nichts anfangen können.

    Langsam kann ich meine Pensionierung an beiden Händen abzählen.

    Kleine Wehwechen nehme ich viel sensibler wahr, da mir Aufklärung und Werbung erzählen, dass ich doch in meinem Alter alles mögliche an Vorsorgeuntersuchungen durchführen sollte.

    Aber.

    Ich habe schon einiges einmal oder sogar zweimal oder dreimal erlebt. Das nennt man Erfahrung. Das hilft in ähnlichen Situationen, macht gelassener. Nicht immer aber öfters.

    Ich habe viele positive Erinnerungen.

    Man bietet mir einen Sitzplatz in der Straßenbahn an. Zumindest manchmal.

    Ich habe noch Träume und Hoffnungen. Ich habe Pläne.

    Ich bin dankbar für die Menschen, die mich mögen. Ich sollte es ihnen auch noch öfters sagen und zeigen.

    Was ich noch nicht gelernt habe ist entweder nicht so wichtig oder ich kann es vielleicht noch lernen.

    Ich lebe noch immer.

  • Wohin verweisen deine Tweets?

    Luca Hammer hat ein nettes Tool ins Netz gestellt: Die Analyse von Twitteraccounts.

    Gib einen Twitternamen ein und das Tool sagt dir, wohin deine letzten rund 600 Tweets hinverlinkten. Dabei wird nicht die genaue URL sondern die Domain ausgewertet.

    Instagram, Twitter, mein eigenes Blog und die Futurezone sind die am meisten erwähnten Domains.

    Ganz nett, so etwas einmal im Überblick zu sehen. Wem noch ein gutes Feature einfällt, der kann sich gerne bei Luca bezüglich Verbesserungen melden. Und wer ev. eine gute Idee, was man damit alles machen kann, der kommentiere doch bitte hier.

  • govcrawler – Politik ein wenig transparenter

    Über Roland Giersig entdeckt: die Website govcrawler.at von Erwin Ernst Steinhammer.

    Laut seinem Blog hat er mal nebenbei etwas produktives programmiert (nett gesagt).

    Govcrawler.at holt sich von Bundeskanzleramt (Österreich) und Parlament unterschiedliche aktuelle Dokumente (u.a. Ministerratsprotokolle und Begutachtungsentwürfe) und listet sie auf einer Seite auf. Die Dokumente sind natürlich schon bisher öffentlich gewesen. Vorteil ist, dass man sie nun gesammelt auf einer Seite hat ohne immer wieder suchen zu müssen.

    Erwin hat seine Projekt als Open Source auf Github zur Verfügung gestellt, sodass jedeR daran weiter werken kann.

  • Internet of Things (IoT) bewegt

    Für das persönliche Archiv. Am 12. April 2017, 21:38 Uhr, twitterte ich

    Internet of Things ist wenn man abends nach Hause kommt und Sorge hat was Toaster, Waschmaschine und Kühlschrank wieder angestellt haben.
    (Link zum Tweet)

    Das dürfte einen Nerv getroffen haben. Denn bis heute (17. April) erhielt der Tweet 74 Herzen („Gefällt mir“-Angaben) auf Twitter und wurde 38 mal retweetet.

    Damit dürfte dieser Tweet mein bisher „erfolgreichster“ gewesen sein. Wobei trotz Augenzwinkern das Internet der Dinge uns wohl noch so manche Schwierigkeiten bereiten wird, wie z.B. Spielzeuge, die quasi Lösegeld verlangen.

  • So schnell geht das mit dem Altern

    Auf Facebook haben sich vor ein paar Tagen einige die Zeit damit vertrieben ihr Profilfoto durch die FaceApp zu jagen.

    FaceApp ist eine App für iOS/Android die ein Gesicht automatisch verändern kann. Beeindruckend bis erschreckend wie leicht aus einem ernsten Gesichtsausdruck ein lächelnder Mensch wird. Auch Alterungsprozesse lassen sich darstellen. Natürlich nicht immer perfekt.

    Ich habe das mal anhand eines Fotos einer Statue probiert. Seht selbst:

    Zwei Bilder. Eines zeigt eine Madonnenstatue. Das andere die künstlich gealterte Madonna mit Falten

    So schnell kann man automatisiert altern. Hat mich beeindruckt.

    PS: Fotos die man in die App lädt werden zur Bearbeitung ins „Netz“ geschickt. Also Obacht. Denn diese Fotos könnten eventuell ganz woanders wieder auftauchen.

  • Hoffnungsschimmer

    Da hinten sitzt er

    Ganz da hinten wo nicht einmal ich ihn sehen kann

    Nicht sehen nicht mal spüren

    Aber wenn die dunklen Gedanken kommen

    Sich einschleichen

    All mein denken all mein handeln in Besitz nehmen wollen

    Dann bleibt er ungerührt sitzen

    Beharrlich weigert er sich zu gehen

    So klein er da wirkt

    Da hinten

    Sitzend

    Sie drohen ihm

    Versperren ihm jeden Ausweg

    Aber er will gar nicht gehen

    Er bleibt

    Unbeirrt

    Er irritiert

    So verlässt die dunklen Gedanken alsbald der Mut

    Wie gekommen so verschwinden sie wieder

    Leise

    Nur er bleibt

    Ungerührt

    Mein Hoffnungsschimmer


    Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt .txt zum Wort „Hoffnungsschimmer“.

  • Ich bin natürlich auch auf Mastodon

    Matthias Mees würde mal wieder anmerken, dass ich doch jeden neuen Sch… ausprobieren muss. Und recht hat er 🙂

    Vor ein paar Tagen tauchte Mastodon im Internet auf. Mobile Geeks haben es gleich mal zum vielleicht „next big thing“ erklärt. Die t3n ist schon ein wenig skeptischer.

    Was genau Mastodon ist findet ihr besser in den beiden Artikeln erklärt.

    Mastodon versucht sich als Alternative – wie so viele vor ihm – zu Twitter. Der Code von Mastodon ist quelloffen und jeder kann einen Mastodon Server einrichten. Um jedoch nicht nur mit ein paar Menschen am Server zu sein können diese untereinander kommunizieren.

    Meinen Account habe ich auf mastodon.at eingerichtet und bin somit unter mastodon.a erreichbar. Für Mastodon User auf einem anderen Server bin ich über @roblen@mastodon.at ansprechbar.

    Update vom 6. Jänner 2021: Mastodon.at hat den Betrieb eingestellt. Ich bin nunmehr unter https://mastodon.social/@roblen mit der Adresse @roblen erreichbar.

    Wahrscheinlich werde ich die nächsten Tage ein wenig damit „herumspielen“, ein paar mal Tröten (ja so nennt sich tweeten auf Mastodon) und dann … nach einem Jahr nachschauen, ob es Mastodon noch immer gibt.

    Aber wer weiß. Wer mag kann mir ja folgen (oder wie das jetzt wieder dort heißt) und mich zu mehr animieren 🙂

  • Alkohol

    Alkohol ist das Gläschen Rotwein
    Abends mit Freunden
    Abends allein
    Frühmorgens allein
    Immer allein

    Alkohol ist das festgefahrene Ritual
    Bei jedem Fest
    Bei jedem Anlass
    Immer
    Irgendwann fällt auch das Ritual
    Bleibt nur mehr der Alkohol

    Aber manchmal ist es die laue Sommerbrise
    Die Musik
    Du mir gegenüber
    Ein Glas
    Nicht wenig und nicht mehr
    Das wir zusammen genießen
    Wissen
    Dass es nicht dieses Glas ist
    Nicht der Wein
    Der uns trunken macht


    Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt .txt zum Wort „Alkohol“.

  • Barcamp Medienbildung JETZT! – Anmeldung noch möglich

    Da noch Plätze frei sind, die Einladung der Initiative Medienbildung JETZT! zu einem Barcamp nach Salzburg.

    Medienpädagog*innen aller Länder vereinigt Euch!

    Zum 6. Mal lädt die Initiative Medienbildung JETZT! zu einem Barcamp ein. In diesem Jahr organisiert das Institut für Medienbildung Salzburg das Barcamp. Das IMb ist schon seit 1956 Teil der medienpädagogischen Landschaft in Österreich. Daher erscheint es recht passend, der Host des diesjährigen Barcamps zu sein, weil es dieses Mal um die Gründung eines medienpädagogischen Fachverbandes für ganz Österreich geht: Medienpädagog*innen aller Länder vereinigt Euch!

    Als Basis für die Verbandsgründung dient eine Online-Umfrage zu den medienpädagogischen Angeboten in Österreich. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden beim Barcamp präsentiert.

    In 45-minütigen Sessions kann jede*r eigene Themen einbringen. Eine Session kann alles mögliche sein, es gibt keine Vorgaben. Möglich sind zum Beispiel ein Input zu einem bestimmten Thema, die Präsentation eines Projektes, eine Diskussionsrunde mit Erfahrungsaustausch oder auch ein Workshop, wo etwas Neues ausprobiert wird. Zudem ist es eine gute Gelegenheit sich mit Menschen, die im Bereich Medienbildung/Medienpädagogik arbeiten, zu vernetzen.

    Interessierte, Studierende, Medienpädagoginnen, Pädagoginnen, Lehrpersonen, Therapeut*innen und Vorsitzende aller Länder – vereinigt Euch in Salzburg!

    Wir freuen uns!

    ANMELDUNG UND INFOS: https://barcamptools.eu/mbjetzt_barcamp
    KOSTEN: Die Teilnahme ist kostenlos!
    ZEIT: Dienstag 18. April 2017, 10 bis 17 Uhr bis Mittwoch 19. April 2017, 09 bis 16 Uhr
    ORT: Institut für Medienbildung, Strubergasse 18, 2. Stock, 5020 Salzburg

  • Blogvorsatz 2017

    Ein bisschen spät für einen Blogvorsatz. Aber immerhin sind es noch über acht Monate bis 2018.

    Siehe dazu meinen Blogvorsatz 2016.

    Für 2017 gibt es zwei ganz einfache Vorsätze:

    • Bloggen, bloggen, bloggen
    • Kommentieren, kommentieren, kommentieren

    Als Plain Blogger möchte ich wieder mehr bloggen. Immer wieder habe ich Gedanken, Ideen, die zwar nicht einige tausend Zeichen ergeben, aber doch länger als ein Tweet sind. Also raus damit und rein ins Blog.

    Kommentare sind das Salz in der Suppe eines Bloggers / einer Bloggerin. Daher nehme ich mir vor wieder mehr bei anderen Blogs zu kommentieren. Und zwar direkt im Blog – nicht auf Twitter oder in Facebook.

    Am Ende des Jahres werde ich nachschauen, ob mein Vorsatz funktioniert hat.