Monat: Februar 2014

  • Top Blogs Liste mit neuer Funktionalität

    Jürgen Koller schreibt gestern darüber, dass er die Österreichische Top Blog Liste erneuert hat. In Österreich Top Blogs listet Jürgen derzeit 429 österreichische Blogs auf.Über dieses Ranking schrieb ich schon zweimal

    Die Listenreihung erfolgt durch ein automatisiertes Ranking. Über so etwas kann man immer trefflich diskutieren. Nun, mir ist das relativ egal. Ich finde in der Liste einfach interessante Blogs aus Österreich.

    Nunmehr wurden die Links zu den jeweiligen Blogs mit Angaben zu den Social Media Profilen der Bloggerinnen ergänzt.

    Weitere Blogs können natürlich eingereicht werden.

  • Warum ich es anfangs interessant fand und es mich nunmehr nervt

    So, jetzt habe ich selbst eine Überschrift in einer Art kreiert die mich schon langsam im Web nervt.

    Menschen gucken friedlich TV und haben am Ende einen Schock

    Am Anfang hielt es ich es für eine fade Geschichte .. und am Schluss musste ich weinen

    Ihr kennt sicherlich diese Teaser für Videos, die so 2 bis 6 Minuten dauern und am Schluss eine „Überraschung“ beinhalten. Ja. Da gibt es ein paar amüsante oder anrührende Videos.

    Aber diese Art der Titelgebung folgt einem Muster, das einem abstumpfen lässt. Schon wieder so eine Geschichte.

    Und die Geschichten werden immer schlechter oder skurriler. Oder es ist das Video, das schon zehn andere mit ganz anderen Titeln anteaserten.

    Es liegt wohl an der Natur des Menschen, das ein Trend durchgekaut wird, bis er nur mehr nervt. Kennen wir auch von Fernsehformaten.

    Und nein. Bei diesem Artikel gibt es kein dramatisches…

    … nur ein Ende.

  • S9y InfoCamp Podcast mit neuer Ausgabe (22)

    Matthias Mees und ich geben in der Ausgabe 22 des S9y InfoCamp Podcast ein „Lebenszeichen„. Aber nicht nur das, wir unterhalten uns auch über die letzten Updates zu S9y und die Weiterentwicklung des Backend.

    Als Serendipity Nutzer weiß man, dass es auch andere Blogsysteme gibt – und nicht nur WordPress.

    Daher blicken wir ein wenig Richtung Ghost. Warum das? Nun, man kann immer etwas Neues dazu lernen und sich auch die „Vermarktungsstrategien“ anderer EntwicklerInnen ansehen. Dazu lernen hat noch nie geschadet.

    Man hört sich.

  • Was ist ein guter Blogartikel?

    Martin Gründstäudl vom „1001 Erfolgs-Geheimnisse Blog“ veranstaltet eine Blogparade zum Thema „Was macht richtig gute Blogartikel aus“.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Eine gute Frage, an deren Beantwortung ich mich gerne beteilige. Natürlich finden sich in ersten mitmachenden Blogs Antworten die vom Wert des Artikels anhand seines Google Rankings ausgehen. Andere bewerten Artikel anhand seiner Überschrift, seines Inhalts und generellen Aufbaus.

    Ja, so kann man es bewerten. Muss man aber nicht.

    Ist ein Blogartikel erst dann gut, wenn ihn viele Menschen lesen, wenn die Zugriffsstatistik merklich hinauf schnellt?

    Manchmal sind es die Artikel, bei denen ich es am wenigstens vermute, die die meisten Kommentare erhalten. Ein guter Artikel wird also kommentiert, wird retweetet und auf Facebook erwähnt?

    Vielleicht, vielleicht auch nicht.

    Ein guter Artikel kann auch nur für mich sein. Etwas nur im Kopf durchzudenken ist das eine, es auch zu „Papier“ zu bringen das andere. Ein weiter Schritt ist es, den Text, die Überlegung, die Idee in das eigene Blog zu übertragen und zu veröffentlichen – der Allgemeinheit und ihrer Meinung zugänglich zu machen.
    All das kann helfen, Ideen besser zu strukturieren, Gedanken zu Ende zu denken und doch vor einer Behauptung sich noch ein paar Websites, ein paar weitere Informationen, zu Gemüte zu ziehen.
    Dieser Artikel kann dann allein schon für mich selbst ein guter Artikel sein, weil er mir weiter geholfen hat.

    Blicke ich jetzt beim schreiben ein paar Zeilen weiter hinauf so frage ich mich, ob das eigentlich ein guter Artikel wird. Mich selbst haben erste Ideensplitter dazu schon am Heimweg beschäftigt. Es hat mich gereizt, einen etwas anderen Blickwinkel einzunehmen. Und es hat mich von anderen Dingen ein wenig abgelenkt. Von dem her war er schon im Kopf ein guter Artikel.

    Aber jetzt steht er so da, wird in Kürze veröffentlicht – oder ist es somit, wenn du es liest. Was dann?

    Ist es ein guter Artikel wenn du zustimmst oder erst dann wenn ich Widerspruch ernte. Oder beides zugleich – aber von unterschiedlichen Personen?

    Die Frage ist auch, was erwarten sich meine LeserInnen von mir? Gute Artikel? Liest man meine Artikel weil sie ausgereift sind, inhaltsschwer und wohl überlegt. Oder liest mancheR, weil sie manchmal lockig, flockig daher kommen, nicht zu Ende überlegt und somit Freiraum zum weiter denken geben?

    Ich könnte auch sagen: Ein guter Artikel ist der, der wirklich geschrieben wurde, der schlussendlich auch veröffentlicht wurde. Die schlechten sind die, mit denen ich mich herum trage, die ich nie zu Ende ausführe.

    Benennt es als salopp oder vermessen: Aus all den obig gesagten ist dieser Artikel ein guter Artikel.

    … und morgen würde ich ihn schon wieder ganz anders schreiben.

  • Sperrt Netlog zu?

    Kennt noch jemand das Social Network Netlog? Im Jahr 2009 hatte das Social Network 35 Millionen Mitglieder in Europa (Eigenangabe).

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Zumindest in Wiener Jugendzentren war es anfangs viel beliebter als Facebook. Ich selbst habe mich aus Interesse ein wenig dort herum getrieben aber irgendwann auch dieses verloren.

    Und jetzt sperrt Netlog angeblich zu. Angeblich.

    Vorab: Irgendwann ist Netlog eine Partnerschaft mit Twoo ein. Ohne Anmeldung findet man auf Twoo nur den Hinweis auf fast 42 Millionen Mitgliedern und den Text

    Willkommen auf Twoo. Mach bei der am schnellsten wachsenden Seite mit, bei der man neue Leute kennenlernen kann!

    Heute wollte ich mal nachschauen, was sich auf Netlog noch tut. Siehe da. Mich begrüßt ein Screen, der mich zur Stepout App locken möchte. Das Prinzip von Stepout kennt man. Man markiert Menschen in seiner Umgebung die man mag. Mögen diese einem auch wird man benachrichtigt, kann chatten etc.

    Und dann gibt es noch eine News vom 30. Jänner 2014. Waren die Texte früher alle in Deutsch ist diese ein Mischung aus holländisch und englisch. Im englischen Textteil gibt es den Hinweis, dass man alsbald alle Daten sichern kann. Das machte mich stutzig. Daher habe ich Google Translate angeworfen, dass mir folgendes übersetzte – inklusive dem englischsprachigen Teil:

    Wir schreiben Ihnen , weil wir einige Neuigkeiten , Ihnen zu sagen : diese Woche, die Schließung Netlog. Die gute Nachricht ist, dass wir vor kurzem eine neue App auf Netlog ersetzen gestartet : StepOut . StepOut bietet eine ganz neue Erfahrung zu lernen, neue Leute kennen. Es ist für iOS , Android und Windows-Computer zur Verfügung und es ist 100% kostenlos zu benutzen. Wie wir wollen Ihnen helfen, all die tollen Dinge, die Sie den samlad auf Netlog ( Fotos, Blogs , Nachrichten, etc.) haben wir bald eine E -Mail mit einem personalisierten Link Senden zum Download alle Ihre Daten Netlog halten. Weil wir , um Ihnen all die wunderbaren Dinge, die Sie auf Netlog gesammelt haben ( Fotos, Blogs , Messaging, etc.) behalten möchten wir Ihnen bald eine E -Mail mit einem personalisierten Link , mit dem Sie alle Ihre Daten downloaden Netlog. Wir wollen auch für den wunderbaren Begeisterung, die Sie während Netlog Abenteuer gezeigt haben, danken. Es ist für uns viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass es für Sie gewesen ! Bald auf Twoo! Toon & Lorenz , Gründer der Twoo & Netlog

    Also lapidarer geht´s wohl nicht. Wann Netlog offline geht ist nicht nachzulesen. Nebstbei: Ein Versuch die englischsprachige Version von Netlog aufzurufen leitet meinen Browser gleich auf Twoo um.

    Damals fragte ich: Sind wir auf einem Social Network Auge blind?

    An dem heutigen Tag finde ich über Google News nicht einen Artikel, der auf die baldige Schliessung hinweist, sich freut oder darüber trauert …

    Habt ihr etwas gelesen?

  • #booknomination

    Ja, so ist das Internet.

    Die einen regen sich über einen angeblichen Trend auf Menschen zum Alkohol trinken aufzufordern.

    Die anderen starten die Aktion #booknomination. Man postet das Cover des Buchs, das man gerade aktuell liest und fordert drei Menschen auf (z.B. in Facebook) es einem gleich zu tun.

    Dem ersten Trend kann ich nichts abgewinnen, der anderen Idee bin ich gerne gefolgt.

    Bekannte haben mir das „Design-Buch für Nicht-Designer“ empfohlen. Bin gespannt, ob es mir hilft meine „Werke“ besser zu gestalten. Sollte ich vor 2015 (habe ja viel anderes vor) fertig werden schreibe ich hier eine kleine Rezension.

    Cover gibt es hier keines – die Aktion läuft ja auf Facebook. Und dort findet man mich leicht …

    Zum Schluss: Nein, das Internet ist nicht so. Es sind die Menschen, die es nutzen 🙂

  • Papierlose(re)s Büro

    In den letzten Tagen habe ich ein paar Investitionen getätigt:

    * iPad Mini Retina mit 128 GB und einer dazu passenden Logitech Tastatur
    * Ein Fujitsu ScanSnap s1300i

    Damit möchte ich meinen Alltag ein wenig papierloser machen. Zugegeben ein iPad (Air) ist leichter als ein Notebook. Aber mit einem Mini hat das Ganze auch ein Format um schon mal schnell überall hin mitgenommen zu werden. Notizen machen etc. gehen dann hoffentlich auch leichter zur Hand – und brauchen kein Notizbuch mehr.

    Der Einzugsscanner ist schon nach ein paar Tagen ein geniales Ding. Zettel, Rechnung, Brief,… einlegen. Ein Knopf drücken, kurz warten und dann am Mac noch auf den „Evernote Button“ klicken und schon ist das Ganze als PDF abgespeichert (ginge aber auch auf die Festplatte, in die Dropbox,….). Der Scanner kann noch dazu beide Seiten eines Papiers in einem Zug einscannen und erkennt andererseits, wenn eine Seite leer ist. Besser gesagt die Software am Mac erkennt das und (wenn man es mag) erkennt auch ob der Brief mit dem Kopf voran gescannt wurde oder nicht – und dreht alles in die richtige Richtung.

    Ich bin gespannt, ob ich so mehr Ordnung bekomme und auch die Dinge besser wiederfinde. Zweiteres ist ja das interessantere für mich. Schnell mal eine Zeitungsseite eingescannt, ein Flugblatt, … um es für spätere Artikel etc. gesammelt aufzuheben.

    Ihr lest sicher in den nächsten Monaten weitere Artikel zu dem Thema. Denn die Technologie ist das eine, die konsequente Handhabung und ein sinnvolles Ablagesystem das andere.

  • Der Geist der Barcamps weht wo er will

    Vor kurzem stellte ich die Frage: Sind Barcamps in Österreich anders?

    Monika Meurer hat die Frage aufgregriffen und darüber in Barcamp-Kultur – einst und jetzt gebloggt. Monika ist begeisterte Barcamperin und beschreibt ihre positiven Erfahrungen jedoch auch die Änderungen, die sie in den letzten Jahren erfahren hat.

    Es gibt sehr sehr viele Barcamp-Touristen und leider immer mehr No-Shows. Und es gibt viele Mitteilungen à la: “Muss jetzt noch einkaufen, geh dann zu nem Freund und schau am Nachmittag mal am Barcamp vorbei” oder “Die Sonne hat gesiegt! Bin am Strand! Wünsche allen Barcamp-Teilnehmern einen tollen Tag!”

    Abgesehen von der Beliebigkeit der Anmeldung und des Teilnehmens (statt teil-gebens) würden sich auch die Prioritäten verschieben:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Barcamps zur Unterhaltung verkommen, wenn ich Ankündigungen lese, die als Argument für z. B. das Barcamp Graz anführen, dass es dort Makava und Catering vom Gingko gibt…

    Das Barcamp Graz habe ich die letzten Jahre nicht besuchen können. Dieses Jahr ist es aber soweit. „Barcamp Graz 2014“ (11. bis 13. April 2014) wird von mir definitiv „besucht“ – das Hotelzimmer ist schon gebucht. Dann werde ich mal selbst ausprobieren, ob sich hier etwas geändert hat.

    Vielleicht ist diese Entwicklung ganz normal. Am Anfang entwickeln „IdealistInnen“ ein Format, eine Idee. JedeR fühlt sich mit der Idee verbunden und lebt diese bei der Teilnahme am Barcamp auch. Irgendwann folgen die, die nur ein wenig davon gelesen haben, die von anderen gehört haben, die mal etwas barcampartiges irgendwo erlebt haben. Und dann folgen auch die, die merken, dass Barcamps funktionieren, dass mit Ihnen direkt und indirekt ein Geschäft gemacht werden kann.

    Wie schreibt die Wikipedia so schön über „Jugendkulturen“ und deren Kommerzialisierung:

    Oft werden jedoch die äußeren Merkmale einer solchen Kultur nach kurzer Zeit von einer breiten Masse aufgenommen, und innere Werte und kreative Aspekte bleiben auf der Strecke: Die Jugendkultur wird so zu einem Teil der Konsumgesellschaft. Diese Entwicklung hat seit Ende der 1980er Jahre stark zugenommen, als Jugendliche zunehmend zum Zielpublikum der Wirtschaft geworden sind. Immer schneller saugen die interessierten Industrien entstehende Jugendkulturen auf und nehmen ihnen so Inhalt und Authentizität.

    Das kann man bejammern und beklagen oder … egal ob Jugendkultur, Musikrichtung, … alles muss sich immer wieder neu ausrichten, in Frage stellen und neu erfinden. Was heute funktioniert muss es morgen nicht mehr. Manch einer hat auf Barcamps schon bemäkelt, dass es immer eine Session zu „no shows“ gab (z.B. Barcamp Vienna: Umgang mit no-shows). Aber vielleicht ist das gut so. Man muss die Frage immer wie neu stellen und immer wieder neue antworten. Daher finde ich es auch gut, dass Monika ihren Blogbeitrag geschrieben hat und die Diskussion eventuell neu aufrollt.

    Und man muss vielleicht Barcamps immer wieder neu ausprobieren, wie am Barcamp Salzkammergut 2013.

    Ich denke, Barcamps lassen vieles zu, auch Adaptionen wie die „CreateCamps“. Einige Gedanken habe ich vor über einem Jahr in Barcampgedanken zusammen gefasst bzw. auf ältere Artikel verlinkt.

    Für mich selbst gelten drei Regeln:

    1. Jedes Barcamp ist ein neuer Versuch
    2. Barcamps müssen Experimente mit sich selbst zulassen
    3. „Offen“ bleibt ein wichtiges Stichwort – für den Zugang wie auch für die Haltung der Teilnehmenden/Teilgebenden

    Nicht alles muss ein Barcamp sein. Als jemand ein Barcamp initiierte und die TeilnehmerInnen nach Anmeldung selektiv auswählen wollte habe ich mir erlaubt dies zu thematisieren. Die Veranstaltung blieb, der Begriff „Barcamp“ verschwand aber aus der Einladung.

    Und da auch das Barcamp Graz ein Barcamp ist könnten Monika und ich (unabgesprochen) uns überlegen, wie wir unsere Wahrnehmung auf kreative Weise in einer Session (oder in den Pausen) thematisieren bzw. in Diskussion bringen.

    … zurück zu den Wurzeln könnte wir auch gehen in dem wir 2, 3, 5 Menschen einladen um gemeinsam die österreichische Version eines #pubcamp abzuhalten. Sprich wir treffen uns in kleiner Gruppe in einem Lokal und jedeR erzählt etwas, bringt etwas ein. Vielleicht lässt sich so auch der Geist des Barcamp wieder einzelnen Menschen näher bringen.

  • Wie hat sich Webdesign in den letzten fünf Jahren entwickelt

    Es war bei der Ausgabe des „Logbuch Accessibility“ als Fabian Topfstedt einige Menschen interviewte, unter anderem Eric Eggert. Eric war damals in Österreich einer der Aktivisten zum Thema barrierefreies Web. Das ist er noch immer, hat aber zusammen mit seiner Freundin in Deutschland eine Firma gegründet und ist Web Accessibility Specialist beim W3C.

    Nachfolgendes ist ein wenig technisch und wohl eher für die Webentwickler unter meinen LeserInnen. Aber es zeigt sehr schön, wie schwierig im Web Vorhersagen sind.

    2008

    Im Jahr 2008 fragte also Fabian: „Wie wird Webdesign in fünf Jahren aussehen“.

    Eric Eggert: Wahrscheinlich genauso wie jetzt auch. Also ich glaube nicht, dass sich da viel ändert. Wir werden ein bisschen HTML 5 haben, ein bisschen mehr CSS 3, wir werden vieles viel einfacher machen können, was wir jetzt noch sehr umständlich machen. Wir werden vielleicht auch HTML E-Mail Newsletter barrierefrei machen können. Was im Moment effektiv unmöglich ist. Und es wird eine relativ kleine äußerliche Veränderung geben. Aber unter der Haube – mit WAI ARIA zum Beispiel, was ein Standard ist, der Benutzerelementen Rollen zuweist – wird sich auch vieles im Bereich Barrierefreiheit tun, das man oberflächlich aber leider nicht sehen kann. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass Seiten interaktiver werden. Das heißt, dass man die Möglichkeiten von modernem HTML und CSS richtig gut ausschöpfen kann, wenn dann der Internet Explorer 6 erst mal vom Markt ist.

    2013

    Nachdem ich den Text nunmehr wieder gefunden habe war ich neugierig, was Eric (fast genau fünf Jahre danach) dazu sagt und habe ihn nochmals um ein Statement gebeten.

    Eric Eggert: Ich lag tatsächlich ziemlich daneben was das angeht, HTML5 und vor allem CSS3 haben sich so rapide entwickelt, damit war damals kaum zu rechnen, Responsive Web Design hat die gesamten Prozesse umgeworfen und damit unseren Blick auf das Web verändert. Das hat auch der Barrierefreiheit gut getan. Der Webdesign-Prozess ist auch viel professioneller geworden, mit SASS und Grunt stehen uns heute Möglichkeiten offen viel effizienter zu arbeiten. WAI-ARIA ist so gut angekommen, dass es mittlerweile tatsächlich oft schon die native, in HTML eingebaute, Semantik zu ersetzen, was natürlich ein beunruhigender Trend ist. Der Internet Explorer 6 hat uns tatsächlich weit weniger lang aufgehalten als ich befürchtete, selbst der IE7 und IE8 spielen kaum noch eine Rolle (insgesamt gerade einmal knapp über 5% Marktanteil in Europa) woran Google Chrome natürlich nicht unschuldig ist – und den Browser gab es noch gar nicht als ich das Interview gegeben habe.

    Anmerkung: Obige Aussagen hat Eric nicht in seiner Funktion für das W3C getätigt.

    Wie seht ihr so die Entwicklung?