Monat: Juli 2013

  • Mein neuer Lebensstil – Teil 1

    Von mir kursieren etliche Fotos im Netz. Daher weiß wohl jeder, der mein Blog und mein Webleben mit verfolgt, dass ich nicht zu den Schlankesten gehöre … oder eher im Gegenteil.

    Mit 29. Juli habe ich mit der 10in2 Methode von Bernhard Ludwig begonnen. Der Name ist Trademark, die Methode aber nicht neu. Sie lässt sich ganz einfach zusammenfassen. Jeden zweiten Tag wird gefastet. Am Tag 1 kann man essen was man will, am Tag 0 dafür gar nichts.

    Auch dafür braucht man Motivation und die hole ich mir woher ich sie kriegen kann. Zum Beispiel in dem ich den Text hier schreibe und damit mir selbst einen Schubs gebe, dabei zu bleiben.

    Ganz kurz dabei stelle ich mir gleich selbst ein paar Fragen und beantworte Sie mir hier auch direkt – und damit vielleicht auch ein paar anderen, die es interessiert.

    Das ist gesund?

    Nun, mein bisheriger Lebenswandel ist auch nicht sehr gesund. Wenig Bewegung, unregelmäßiges und teilweise recht ungesundes Essen und manchmal wenig Schlaf.

    Natürlich gibt es wie für jede „Diät“ (obwohl die 10in2 Erfinder es nicht so verstehen) auch schon Studien, die die Gesundheitsförderung dieses Programms bestätigen. Aber sicherlich kursieren auch gegenteilige Behauptungen. Mein Ärztin hat immerhin nicht die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

    Du schaffst das?

    In Gesprächen mit meiner Ärztin habe ich ein wenig meinen Lebens- bzw. Essstil analysiert. Ich bin halt einer, der nicht aufhört, der dann noch das dritte Stück Schnitzel nimmt, weil es gut schmeckt.

    Bei 10in2 bleibt es einfach. Ich esse jeden zweiten Tag gar nichts und trinke nur Wasser, Tee oder schwarzen Kaffee (also ohne Milch und Zucker). Da muss ich mich nicht mittendrin bremsen sondern fange erst gar nicht an. Das ist zumindest in der Theorie für mich eine klarere und bessere Grenze.

    Und jeden zweiten Tag frisst du was das Zeug hält?

    Mal sehen 🙂

    An sich gibt es natürlich – um zum Beispiel ein ganzes 10in2 Buch vollzukriegen – viele Tipps für einen gesünderen Lebenswandel, Rezepte, etc. Aber damit fange ich vorerst nicht an. Das schöne ist, das ich nach einem Fastentag mir vorerst keine Grenze setzen muss, aber … dazu gleich.

    Ich brauche mir, wie bei Diäten, nicht vorzuhalten, dass ich jetzt doch über die Strenge geschlagen habe. Ich darf das ja an meinem 1-Tag.

    Interessanterweise hatte ich am Abend des ersten 0-Tag Phantasien, welche Menge Frühstück ich genießen werde. Dann wurde es am nächsten Tag eine doch recht normale Menge. Ich hatte einfach nicht soviel Hunger. Angeblich stellt sich der Körper aufgrund des Rhythmus auch am 1-Tag mit seinem Verlangen um. Nun, ich werde das mal länger beobachten.

    Aber vorerst gilt es den 0-Tag einzuhalten. Der 1-Tag wird genossen.

    Das hält man länger durch?

    Menschen in meiner Nähe immerhin schon rund ein halbes Jahr. Auch hier habe ich für mich den Eindruck, dass es „machbarer“ ist. Ich muss mir nicht die Schokolade auf ewig versagen, mir jeden Tag gesundes Essen vorstellen und gleich auf Fleisch verzichten und jeden Tag Sport machen. Ich halte den 0-Tag ein und am nächsten Tag darf ich ganz gesund essen – muss aber nicht.

    Was machst du mit Einladungen zum Essen?

    Natürlich gibt es Events, Treffen mit Freunden, … da wird in geselliger Runde gegessen.

    Dort wo ich selbst planen kann wird es einfach. Ich halte den 0-Tag an ungeraden Tagen und den 1-Tag an geraden ein. Das heißt zwar, dass ich an einem Monat mit 31 Tagen am 31. und 1. des Folgemonats essen darf, aber das ist vorerst die kleine Belohnung 😉

    Das heißt, das System meiner 0- und 1-Tage ist einfach und so kann ich selbst Treffen sogar Monate zuvor auf den 1-Tag legen.

    Außerdem. Ich habe meinen Alkoholkonsum in den letzten Jahren zumeist auf 0 reduziert. Es ist mir kein Problem, wenn alle in der Runde ihr Gläschen trinken und ich Mineralwasser bestelle. Also warum nicht auch in geselliger Runde sein und alle anderen essen lassen. Bei Stehbuffets ist das sogar von Vorteil – man muss nicht vier Dinge gleichzeitig halten (Teller, Besteck, Glas und Serviette) 😉

    Warum heißt das dann gleich neuer Lebensstil für dich?

    Weil ich es einfach nicht Diät nennen möchte. Ich esse ja an jedem zweiten Tag, was ich will. Wobei ich neugierig bin, was ich in einem Monat noch so esse – angeblich stellt sich der Körper in seinem Verlangen auch um.

    Damit ist das Ganze auch ein Lebensstilfrage. Was mache ich mit den freien Zeiten am 0-Tag? Wie gestalte ich eine Mittagspause bei der nichts zu essen ist?

    Was hat dein Blog davon?

    Rein theoretisch hätte ich somit jeden zweiten Tag mehr Zeit fürs bloggen, da ich nicht zu Abend esse. Das kann sich mittelfristig vielleicht auswirken.

    Wirst du in einem Monat auch noch dabei sein?

    Ich hoffe es und habe es vor. Dazu schaffe ich mir eben Anreize und etwas positiven Druck. Wie zum Beispiel in dem ich darüber blogge. Außerdem machen Menschen in meinem Umfeld (auch die Eine 🙂 mit. Das hilft natürlich sehr.

    Durch das klare 0 und 1 Prinzip steht man natürlich viel stärker unter „Kontrolle“, denn jeder der davon weiß und meinen Rhythmus kennt, weiß, dass ein Nahrungsstück in meinem Mund an einem 0-Tag nicht ok ist.

    Wirst du uns jetzt alle damit bekehren wollen?

    Sicher nicht! Ich weiß aus eigener Diät- und Lebenserfahrung, dass man die Entscheidung, welchen Lebensstil man wählt oder sich selbst gestaltet nur man selbst treffen kann.

    Daher. Ich möchte – eben im Sinne der positiven Schubser und der Selbstbeobachtung – meinen neuen Lebensstil im Blog immer wieder kommentieren. Aber all die anderen Themen wie Social Media, Serendipity, Web Accessibility,… bleiben weiter im Vordergrund. Versprochen!

    Warum nennst du es ein soziales Experiment?

    Einerseits bin ich gespannt, wie meine weitere Umgebung (die Familie findet es gut und macht sogar teilweise mit) damit umgeht. So etwas kann für manche sogar recht provokativ sein. Andere Diäten fallen ev. nicht so auf, 0-Tage je nachdem doch eher. Noch dazu wenn wir jetzt Termine so legen müssen, dass ich was essen kann.

    Dürfen wir dir Fragen stellen?

    Ja, dafür ist mein Blog ja da 🙂 Wobei ich nur auf das antworte, was ich weiß oder persönlich sagen möchte. Ich habe mir auch das Buch von Bernhard Ludwig ausgeborgt. Ein Absatz hat mich eher irritiert. Nämlich der, dass man sich von denen abwenden soll, die das System in Frage stellen. Das klingt doch ein wenig so, was man im Volksmund sektiererisch nennt. Aber vielleicht habe ich den Satz auch missverstanden.

    Und wie geht´s jetzt weiter?

    Heute war meiner zweiter Tag und erster 1-Tag. Morgen ist aufgrund „meines“ Systems noch ein Esstag. Naja, erste Belohnung für den Anfang und Freitag wieder 0-Tag. Jeder der das System schon länger probiert sagte mir, dass man 3 bis 4 Wochen recht strikt sein sollte und die 0-Tage ohne wenn und aber einhalten soll, damit sich der Körper an das Ganze gewöhnt.

    Das heißt, der August ist mal fix und dann blogge ich spätestens wieder über das Ganze.

  • Mein Bürostuhl I

    Ein Grund warum es hier im Blog so ruhig ist ist der Umstand, dass die Wohnung rund um mich renoviert wird. Das heisst nicht nur bohren (das lasse ich aber mit zwei linken Händen andere machen), schleppen, schrauben,… und auch das eine oder andere Möbelstück durch ein neueres zu ersetzen.

    Nicht zuletzt ist es auch Zeit meinen Bürostuhl im Arbeitszimmer zu entsorgen. Das Ding verliert sein Kunststoffschicht, die Rollen sind schon eher Kufen und das sitzen eher unangenehm. Dabei nutze ich an „guten“ Tagen das Ding doch einige Stunden: surfen, Filme schauen, Musik hören, bloggen, twittern,… Wohl auch ein Grund warum ich das in letzter Zeit eher auf iPad und Sofa ausgelagert habe.

    Noch dazu werde ich nicht jünger. Da muss der Rücken und Co. gepflegt sein. Daher habe ich nicht einen x-beliebigen Stuhl aus dem Einrichtungskaufhaus geholt. Vorab: Wenn man mal Qualitätsstühle probiert hat merkt man, dass da teilweise wirklich Schrott herumsteht bzw. mit Plastik versehener Schaumgummi an einer Pressspannplatte mit Rollen oder so ähnlich.

    Aber nun zu meiner Neuerwerbung. (mehr …)

  • My voice is my password

    Randbemerkung: Caschy schreibt über eine Technologie, wie ich am Smartphone meine Stimme als Passwort benutzen kann. Das Video dazu ist recht nett gemacht.Merke: Die Menschen identifizieren sich mit dem Satz

    (mehr …)
  • Feeds lesen im Juli 2013

    Tja, der Google Reader ist Geschichte. Wenn ich lese, dass jemand mit 20 Feeds im Feedreader auskommt kann ich nur abwinken. Meiner einer verfolgte einige hundert RSS Feeds und braucht daher eine Oberfläche mit der ich diese recht rasch überfliegen, lesen und weiterleiten kann.Im Moment ist Feedly der Dienst meiner Wahl. Ich möchte vorerst kein weiteres Programm selbst hosten. Die Oberfläche von Feedly ist zwar nicht ganz die meinige, aber – daher auch die Wahl – Feedly wird von etlichen Apps unterstützt.

    Meine dafür gedachte Lieblings-App Reeder unterstützt immerhin in der iPhone Version Feedly. Da ich Feeds am meisten am iPhone zwischendurch lese ist das perfekt.

    Am iPad komme ich mit Mr Reader, noch dazu wo diese App auch Pinboard und Evernote unterstützt bzw. URLs und Inhalte dorthin schicken kann.

    Seit ein paar Tagen habe ich auch für OSX eine entsprechende App, Readkit, dass mit dem letztem Update auch Feedly kompatibel wurde. Mit Readkit lassen sich noch dazu auch meine gespeicherten URLs in Pinboard verwalten.

    Somit ist meine Arbeitsumgebung für Feeds wieder halbwegs in Ordnung. Feedly ist – so wie der Google Reader „damals“ – nur der Dienst, der alles zwischen den Apps synchron hält. Noch dazu hat Feedly sich auch alle im Google Reader von mir markierten Artikel gemerkt.

    Sollte mir Feedly nicht mehr behagen exportiere ich alle abonnierten Feeds per OPML Datei (einige Apps erlauben mir das) und importiere sie dann in einem Tool meiner Wahl.

    Ich hoffe aber weiterhin, dass Reeder irgendwann 2013 noch für iPad und OSX mit Feedly Unterstützung zur Verfügung steht.

  • Bloggerumfragen

    Die Firma „Grayling“:http://at.grayling.com hat vor einiger Zeit eine Umfrage über die Beziehung von BloggerInnen zu Firmen durchgeführt. Jetzt gibt es die Ergebnisse.

    Ganz aktuell: Tom Schaffer von zurPolitik.com führt gerade eine „Blitzumfrage“:http://zurpolitik.com/2013/07/14/bloggerumfrage/ zu „Wer sind Österreichs Blogger“ durch.

    Dann gibt es weiterhin die Umfrage „Liest überhaupt noch wer Blogs“:https://nureinblog.at/3691-Liest-ueberhaupt-noch-jemand-Blogs. Meine Umfrage (die sich nicht nur an BloggerInnen richtet) zu Offline-Treffen von Onlinern „gibt es auch noch“:https://nureinblog.at/3685-Bist-du-online-oder-triffst-du-dich-noch. Wer mag kann noch mitmachen. Ich war ein wenig auf Urlaub und werde mich daher erst in einigen Tagen eine erste Auswertung durchführen.