Monat: April 2013

  • Reichweite

    Gestern landete eine Nachricht in meiner Mailbox. Agentur fragt für einen Kunden gleich mal ganz direkt

    bq. Ich bin gerade auf der Suche nach Bloggern für ein Projekt eines Kunden von uns. Kannst du mir die Reichweite deines Blogs verraten?

    Ich will mich auf die Mail hier gar nicht weiter einlassen, sondern eher die Frage stellen: Was ist Reichweite?Falls die Fragenstellende dies liest.

    Die Zugriffe auf mein Blog sind in letzter Zeit gesunken. Rund 100 bis 250 Besuche zählt Piwik täglich.

    Technisch gesehen landen meine Beiträge bzw. werden sie automatisch in Twitter und Facebook verlinkt und bekommen dort ev. auch ein wenig Aufmerksamkeit.

    Es ist aber die gleiche Frage wie die nach der Anzahl der Follower auf Twitter. Macht die Masse es aus? Fragen wir gleich einmal weiter:

    Kann ein Blogeintrag bei mir Menschen mobilisieren, sie anregen, sie zum weiter machen bewegen? Es gibt Menschen auf Twitter, die werden von tausenden gefolgt, aber kaum retweetet. Aufrufe dieser Person gehen ins Leere.
    Habe ich nur viele LeserInnen weil Google über Keywords mir viele bringt, aber lesen sie dann überhaupt den gefunden Artikel? Oder springen sie gleich wieder ab, weil außer Keywords kein relevanter Inhalt zu finden ist?

    Disclaimer: Natürlich freut es mich, wenn ich als Blogger viel gelesen werde (bzw. meine Artikel). Aber noch mehr freut es mich, wenn Menschen Artikel weiter empfehlen, kommentieren. Ins Gespräch kommen, Ideen anregen und Menschen bewegen, dass macht es aus.

    Also fragen wir nochmals: Wie groß ist die Reichweite Ihres Blogs? Und ich sage: Rund 20.000 Kilometer in alle Himmelsrichtungen … wenn ich so Mails betrachte, die mir Menschen schrieben (und sogar Google Translate bemühten um einen bestimmten Artikel zu lesen).

    Wie groß ist die Reichweite meines Blogs?

    Ich denke, darauf gäbe es hunderte unterschiedliche Antworten. Jede Bloggerin und jeder Blogger muss wohl selbst eine Antwort darauf finden, wie sie/er für sich selbst diese Frage definiert und welche Antwort sie/er darauf geben möchte…

  • LeserInnenbindung in S9y

    Vor einiger Zeit schrieb ich ausgehend von einem Artikel von „Robert Basic“:http://www.robertbasic.de/2013/02/die-umsonstige-startseite-der-blogs über [[Die Bedeutung der Startseite für ein Blog]].

    Matthias Mees und ich haben uns in der „Ausgabe 19 des S9y InfoCamp Podcast“:http://www.s9ycamp.info/archives/21-Ausgabe-19-Startseitengestaltung.html ebenfalls der Frage angenommen wie man neuer LeserInnen länger auf dem eigenen Blog halten kann. Dabei haben wir insbesondere überlegt, welche Plugins dabei unterstützend wirken können.

    Viel Spass beim reinhören.

  • Webtermine – Erste Aussichten

    Ende Februar schrieb ich über Webtermine – Nachfolge gesucht. Heute möchte ich euch ein kleines Update liefern.

    Es gab einige Reaktionen, enttäuschte bis hin zu bestürzte Stimmen – jedoch viel Verständnis über meine Entscheidung. Danke dafür.

    Worüber ich mich aber sehr freue, sind diejenigen, die sich an Robert Harm und mich wandten und ihre Mithilfe anboten. Einige würden Webtermine im kleinen Stil weiter betreiben, andere boten einfach Unterstützung und Hilfe bei Redaktion und Technik an. Dann gab es noch die, die Webtermine gerne übernehmen würden.

    Manche Angebote sind noch etwas unklar, manches müssen wir selbst überdenken.

    Ich habe aber mit jedem und jeder Kontakt aufgenommen. Mit einigen konnte ich schon Gespräche führen, weitere folgen. Es geht dabei auch darum, die gegenseitigen Vorstellungen darzustellen, Fragen abzuklären,…

    Wenn jemand von euch (die ihr eure Mithilfe angeboten habt) hier mitliest – jedwede Lösung möchte ich so transparent wie möglich herbeiführen. So habe ich schon überlegt, ob wir nicht alle potenziellen Mitwirkenden zu einem weiteren gemeinsamen Gespräch einladen. Denn es wäre genial, könnten wir all die Ressourcen für ein gemeinsames Projekt bündeln. Aber ob sich da alle Vorstellungen vertragen,… wir werden es sehen.

    Das heißt noch nicht, dass wir schon die perfekte Lösung haben. Ich habe aber zumindest den Eindruck, dass Webtermine eine Zukunft haben wird. Um jetzt nicht von einem „Stress“ in den anderen zu geraten, webtermine.at wird noch über den April hinaus weiterlaufen. So soll Zeit und Raum für weitere Gespräche, Überlegungen und Koordination sein. Wobei ich – und sicherlich auch andere – sehr daran interessiert bin, alsbald eine positive Lösung zu finden.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Wer auch immer noch Interesse an einer Mitarbeit, Kooperation, etc. hat – schreibt mir einfach unter robert.lender@webtermine.at.

  • Wir gestalten ein AnalogCamp

    Vor mehr als vier Jahren skizzierte ich die Idee „FlipCamp – Ein BarCamp geht offline„. Dann kam halt immer etwas dazwischen.

    Michael Mikee Eisenriegler hat nicht locker gelassen und mich immer wieder erinnert. So trafen wir uns endlich in einem sehr analogen Gasthaus und plauderten, dachten nach, fanden neue Ideen … so entstand das #analogcamp.

                                     aaa
                                      aaa
                                aaaaaaaaaa
                                   aaaaaaaa
                            aaaaaaaaaaaaaaaa
                                aaaaaaaaaaaaa
                    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa ANALOG
                    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa CAMP
                  aaaaaa       aaaaaaaaaaaaaaaa  2013
                    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
                   aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
                          aaaaaaaaaaaaa
                    aaaaaaaaaaaaaaaa
                  aaaaaaaa
    

    Vorab: AnalogCamp, am Samstag, 30. November in Wien (Lokalität wird noch gesucht). Wir freuen uns über Ideen, Vorschläge, Kritik und Mithilfe.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Lest am besten den Text, den Mikee und ich auf der „Analogcamp Seite im Barcamp Wiki gemeinsam entwickelt haben. Ich hoffe er erklärt die Intention des AnalogCamps verständlich.

    Ein paar Zeilen möchte ich nochmals hervorheben

    Ein analoges Barcamp mit Ideen für das Digitale

    Wir wollen nicht nur Retro sein und digitale Geräte aus dem AnalogCamp verbannen. Wir hoffen auch darauf, dass wir uns den Fragen des digitalen Zeitalters mal ein wenig anders nähern. So gibt es Themen, die auf anderen Barcamps, da und dort in Sessions schon mal aufgetaucht sind – hier haben sie besonders viel Platz.

    Was aber viel wichtiger ist: Wir wollen kommunizieren, old school – ohne Ablenkungen, ohne Gadgets. Selbsterfahrung für Nerds, Geeks und Digital Natives.

    Für ruhige Minuten soll auch ein eigener Schweigeraum bereit stehen (sofern unsere Location das hergibt).

    Dein Social Media Dienst kann Thema sein, aber skizziere ihn auf einer Flipchart. Probier doch mal zum Beispiel eine Zeichnung anstelle eines Fotos zu machen.

    Genau das ist das Experiment. Vielleicht legt man bei so einer Präsentation viel mehr Wert auf andere Punkte. Vielleicht diskutieren wir dann auch ganz anders.

    Vielleicht schafft so ein AnalogCamp ganz neue Mikroformate innerhalb des Camps. Wie wär’s mit einer gemeinsamen Aufführung von John Cages 4’33 und der Diskussion über Urheberrechtsverstösse? Versuchen wir einen Analogtwitter über Postkarten oder Schreibmaschine? Bringen wir empfehlenswerte gedruckte Bücher zum Thema Social Media mit? Lesen wir gemeinsam darin oder daraus? Unterhalten wir uns über Retrofuturismus oder Steampunk? Was wäre aus der Welt geworden, wenn sich die Dampfmaschinen durchgesetzt hätten? Gibt es mehr Sessions über Inhalte von Blogs als über deren Technik?

    Wir laden euch ein, mit uns gemeinsam das AnalogCamp zu entwickeln – und wir suchen noch einen passenden Ort, Mitmachende, Mitdenkende und gutmeinende SponsorInnen.

    Genau. Jede Idee, jeder Hinweis zählt. Und wer gerne mitentwickeln will oder ein wenig sponsern möchte – einfach bei mir oder Mikee melden.

    ——-

    sind wir nicht alle ein wenig analog
    mit der sehnsucht digital zu werden
    (aus „Er ist uns digital geworden“, @roblen 2013)

  • Blog Club Regeln

    Ihr kennt vielleicht die Regeln des Fight Club. Vielleicht kennt ihr auch die Idee, dass die Barcamp Regeln die zivilisierte Variante sind.

    Dann wird es wohl Zeit, dass ich die acht Regeln des Blog Clubs veröffentliche.

    Fangen wir an:

    1. Regel: Ihr verlinkt auf eure Quellen.

    2. Regel: Ihr VERLINKT auf eure Quellen.

    3. Regel: Wenn der Kopf Stop ruft, schlappmacht, abklopft, musst du nicht bloggen.

    4. Regel: Es bloggt nur eineR.

    5. Regel: Nur ein Artikel auf einmal.

    6. Regel: Keine Lügen, keine Phrasen.

    7. Regel: Die Artikel sind genau solange, wie sie sein müssen.

    8. und letzte Regel: Wer neu ist im Blog Club, muss bloggen.


    Wer ein wenig Interpretation dazu braucht, der/die findet sie in meinem Artikel zum Barcamp Graz 2014.

    Ergänzung. Die Blog Club Regeln fügen sich auch gut in das Open Blogging Manifest ein.

  • Onliner brauchen einen zweiten Vornamen

    In früheren Zeiten war es ganz normal, dass ein Kind bei der Taufe nicht nur einen sondern zwei oder mehr Vornamen erhielt. Auch wenn das heute noch so wäre, wer benutzt schon im Alltag mehr als den einen Vornamen. Aber es wäre Zeit, die grundsätzliche Tradition wieder aufleben zu lassen…
    (mehr …)

  • ZweiMinutenProjekte: Über Umwege einkaufen

    Zur Grundidee siehe [[ZweiMinutenProjekte]].

    Ein ZweiMinutenProjekte wäre ein Einkauf bei Amazon mit dem Umweg über eine andere Website.

    Als Beispiel nehme ich mal den [Verein Laafi](http://www.laafi.at/ueber-laafi/). Dieser unterstützt Gesundheitsprojekte in Burkina Faso.

    Laafi nimmt am Amazon Partnerprogramm teil, Details siehe [Amazon-Einkauf über Laafi](http://www.laafi.at/ueber-laafi/). Wer also den den Link über Laafi zu Amazon folgt und dann erst beim Online-Händler einkauft, der schenkt Laafi quasi eine kleine Provision durch Amazon.

    Das bringt´s, könnte man fragen. Laut Laafi haben sie bis Ende 2012 immerhin über 12.000 Euro damit eingenommen. Ein Vergleich. Laafi unterstützt mit [Poin](http://www.laafi.at/poin/) den Aufbau einer medizinischen Versorgung im Ort Poin. Für Bohrung und Bau eines Brunnens benötigte es 7.400 Euro.

    Laafi ist ein Beispiel. Aber eines das zeigt, dass nur ein oder zwei Klicks mehr (und damit weniger als Zwei Minuten) helfen können.

  • ZweiMinutenProjekte: What you can do

    Das nenne ich immer wieder nette Zufälle oder „jede Idee ist schon gedacht“ 🙂

    Vor ein paar Tagen schrieb ich über das erste Brainstorming zu [[ZweiMinutenProjekte]].

    Heute finde ich einen Artikel bei der Futurezone: [Wie man die Welt in einer Minute verbessert](http://futurezone.at/digitallife/14974-wie-man-die-welt-in-einer-minute-verbessert.php). Dabei geht es um die Website [What You Can Do]https://web.archive.org/web/20220331132513/http://www.whatyoucando.ontheleesh.com/index.html. Ihr Slogan:

    > If you have one minute, you can change the world

    Organisationen präsentieren in einminütigen Videos, wie man selbst in einer Minute etwas tun könne, um die Welt ein wenig zu verbessern. Beispiele

    * [Protect the Night]https://web.archive.org/web/20121102121614/http://www.whatyoucando.ontheleesh.com/protectthenight/night01.html
    * Rette Bäume – [Reduziere die Werbeflut]https://web.archive.org/web/20120516035452/http://www.whatyoucando.ontheleesh.com/deforestation/deforestation06.html

    Manche Projekte, Ideen klingen ein wenig einfältig. Ja, nicht jedes Projekt, jede Idee möchte man selbst unterstützen. Aber!! Es geht um Aktionen, die man in ein, zwei Minuten durchführen kann und die doch ein wenig Wirkung erzielen. Eine Minute – ca. so lange um diesen Artikel zu lesen…