Im Jahr 2008 habe ich mich entschieden Textile als Markup in meinem Blog zu verwenden. Damit ersparte ich mir den WYSIWYG Editor, der immer wieder beim editieren Probleme machte. Text mit HTML-Tags einzugeben war mir andererseits zu komplex und verbessert auch nicht die Lesbarkeit beim editieren.
Markups wie "Textile" oder "Markdown" sind da die richtige Mischung. Ein paar Zeichen merken, die den Text bei der Ausgabe im richtigen Format darstellen.
Textile verschwindet
Die Syntax von Textile ist mir in wenigen Wochen in Fleisch und Blut übergegangen. Aber es werden immer weniger Editoren, die es unterstützen.
Natürlich kann man seine Artikel in jedem Plaintext-Editor tippen. Aber wenn man eine App haben möchte, die einem bei der Artikelverwaltung unterstützt, dann wird es mit Textile schwierig. Ebenso wenn der Editor keine Vorschau unterstützt und … und …
Viele Apps für Todos, Planung, Ideenfindung,… unterstützen ebenfalls nur mehr Markdown. Kennt man die Syntax, dann kann man einiges einfach nutzen und Texte einfach hinüberkopieren – ohne Formatierungen zu verlieren.
Ein schwieriger Wechsel
Was den Wechsel nach Markdown schwierig macht sind meine alten Artikel in meinem Blog. Es gibt zwar für Serendipity für beide Markups ein Plugin. Aber diese interpretieren – dem jeweiligen Markup geschuldet – mache Anweisungen unterschiedlichen. So ist eine Raute am Anfang einer Zeile entweder die Anweisung für eine Überschrift oder für eine nummerierte Aufzählung.
Ich habe jetzt ein wenig experimentiert. Sofern man das Markdown Plugin als zweites aktiviert, dann werden alte Texte meistens korrekt interpretiert. Für neue Texte bietet S9y die Möglichkeit einzelne Textformatierungs-Plugins bei jedem einzelnen Artikel zu deaktivieren. Dh. für zukünftige Artikel lässt sich das Textile-Plugin händisch immer deaktivieren. Muss man sich merken ist aber nicht viel Mühe.
Altlasten aufräumen
Irgendwann würde ich dann gerne aber die alten Artikel entsprechend ändern und Textile ganz loswerden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten
- (Halb)automatisiertes konvertieren. Dazu habe ich bis heute nur wenig hilfreiches gefunden
- "Händisch" alle Artikel sukzessive nachbearbeiten.
Zweiteres wäre einiges an Aufwand. Andererseits wäre es eine Möglichkeit manches aufzuarbeiten, neu zu überdenken und nachfolgende Artikel daraus zu generieren. Wenn ich in meine Blogstatistik blicke gibt es einige Artikel, die öfters aufgerufen werden. Diese könnte ich ja vorziehen.
Einige Editoren bieten auch die Möglichkeit die mit Markdown formatierten Texte in HTML auszugeben. Das lässt sich dann einfach in mein Blog übertragen.
Nun, das Jahr hat noch ein paar Tage und ich bin nicht im Stress.

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