In meinem Blogartikel zu [[Audio Captchas aus Nutzerinnensicht]] erwähnte ich auch Webvisum. Dieser Dienst ermöglichte es – nach Anmeldung und Freischaltung – blinden und sehbehinderten Menschen grafische Captchas zu interpretieren und somit dieses Hindernis zu überwinden.
Leserin B. (sie will anonym bleiben) hat mich jetzt darauf aufmerksam gemacht, dass die Website vollkommen vom Netz ging und dort nur mehr die „klassische Werbung“ von verlassenen Domains zu finden ist.
Jetzt steht B. vor der Situation, dass sie auf einer Website kein grafisches Captcha lösen kann. Will sie dieses Problem dem Website Betreibern mitteilen, dann findet sie oft keine E-Mail Adresse sondern nur eine Kommentarformular. Siehe da, dieses ist dann auch durch ein Captcha vor Spambots geschützt. B. beschreibt das Gefühl, dass einem als blinde Nutzerin überkommt mit
> Da komm ich mir gaaaanz schön verarscht vor!
Das kann ich durchaus verstehen.
Jetzt muss ich mich auf die Suche nach einer Antwort begeben, was mit Webvisum passiert ist.
Ergänzung vom 22. Juni: Marco Zehe berichtet, dass [Webvisum wieder zur vollsten Zufriedenheit arbeitet](http://www.marcozehe.de/2012/06/22/how-to-get-webvisum-working-again/). Na bitte.
Ergänzung vom 23. Juni: Auch andere [blinde Nutzerinnen regen sich auf](http://aus-meiner-feder.at/gebloggt/120621_webvisum.php).

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