In den ersten Jahren, in denen ich Apple-Geräte benutzte, saß ich fasziniert vor jeder Keynote und freute mich über jede neue Funktion der neuen Mac-, iPhone- und iPad-Generation. Ich sezierte jede Ankündigung einer neuen Softwaregeneration und freute mich über neue Features, die alles noch viel toller machen sollten.
Und heute? Heute verpasse ich die Keynote, schaue nicht sofort auf die Apple Website, um alles nachzulesen.
Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf Geräte, die immer mehr können.
Ich will nicht mehr tausend neue, tolle, bunte Features.
Ich will Soft- und Hardware, die mir einen angenehmen Workflow ermöglicht. Einen einfachen Workflow. Ich will Texte ablegen und wiederfinden, Links und Dokumente. Fotos wollen geordnet und Ereignisse schnell gefunden werden.
Und Texte brauchen nicht tausend Schriften und coole Hintergründe und … Ich brauche die Möglichkeit, sie gut zu strukturieren und dazu reichen mir meist Überschriften, Listen und vielleicht ein bisschen Fettdruck.
Meine Dateien sollen frei sein. Sie sollen nicht an bestimmte Programme gebunden sein. Also nicht absolut. Natürlich freue ich mich, wenn ich ein gutes Programm gefunden habe, mit dem ich gut und gerne arbeiten kann. Aber wenn ich wechseln will, soll mich das Programm nicht daran hindern, sondern die gespeicherten Daten bereitwillig herausgeben, und zwar in einem Format, das auch andere Programme verarbeiten können.
Aber diesen Workflow zu finden, ihn so einfach wie möglich zu halten, auch das ist nicht einfach.
Jeder Workflow ist selbst ein Fluss der ständigen Weiterentwicklung.

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