Schlagwort: Heinz Conrads

  • Kennt jemand auf Ja und Nein

    hEinz Leser Eduard V. hat folgende Frage an mich gerichtet:

    Ich bin in Besitz von einigen Radiomitschnitten der Sendung "Auf Ja und Nein" (u.a. mit Heinz Conrads, Maxi Böhm, Ernst Waldbrunn, …), die mein Vater in den Fünfziger oder (vermutlich eher) Sechziger Jahren auf Tonband aufgenommen hatte. Leider war es mir bislang nicht möglich, über diese Rundfunkserie Näheres zu erfahren (Sendedaten, Sendeplatz, ob es Fotos gibt, etc.). Bis dato konnte ich leider auch nicht in diversen Rundfunkprogrammen (Radio Österreich, Hörzu) der 60er Jahre fündig werden. Da in einem Abspann vom ‚Österreichischen Rundfunk mit seinem Ersten, Zweiten und Dritten Programm‘ die Rede ist, dürfte die Sendereihe wohl nach Gründung von Ö3 gelaufen sein. Andererseits hatte ich aufgrund verschiedener Indizien aber vermutet, daß sie eher in den frühen 60er Jahren oder sogar bereits in den 50er Jahren gelaufen ist.
    Sendungstitel (offenbar): "Auf Ja und Nein"
    Moderator ("Schuldirektor"): Walter Niesner
    "Lehrer": Ernst Waldbrunn
    "Schüler": Maxi Böhm, Heinz Conrads, Fritz Muliar, Harry Fuss
    Musikalische Begleitung: Orchester Charly Gaudriot
    Es wurde mit Quizfragen ein Radio der Firma "Minerva" ausgespielt
    Die Sendung wurde aus dem "Schwechater Hof" übertragen (Adresse mir unbekannt)

  • Heinz Conrads im ORF Radio Österreich 1

    Wie die Online Ausgabe der Wiener Zeitung berichtet feiert Österreichs Radio (Zitat):
    heuer sein 80-Jahr-Jubiläum.

    Am 1. Oktober 1924 hat die RAVAG – die Radioverkehrs Aktiengesellschaft – den offiziellen Sendebetrieb in Österreich aufgenommen. Radio Österreich 1 feiert daher heuer mit einem eigenen umfangreichen Programmschwerpunkt, der bereits morgen beginnt, bis Oktober „80 Jahre Radio in Österreich“.

    Im Juli und August greifen zwei „Hörbilder“ andere Radioklassiker auf: Die „Wortspenden für den österreichischen Rundfunk“ und Heinz Conrads „Griass Eich, die Madln! Servas, die Buam!“. Ein genauerer Termin ist mir noch nicht bekannt.
    Kleiner Tipp: Ö1 ist auch als Webradio hörbar.
     

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  • Begräbnis Heinz Conrads

    Leserin Marina H. hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass heute vor 18 Jahren das Begräbnis von Heinz Conrads stattgefunden hat.
    Der Grenzlandchor Arnoldstein hat dabei sein liebstes Kärtnerlied "In der Mölltalleitn" gesungen.

  • Heinz Conrads und die Werbung

    Die Webausgabe der Zeitung „Der Standard“ berichtet in einem Artikel über historische Werbefilme, die das Filmarchiv Austria gesammelt hat, über eine Werbung mit Heinz Conrads. Zitat:

     

    Am Puls der Zeit der 1950er-Jahre waren die Kurier-Werbefilme. Man griff das Autofahren, den Motorsport auf und vergaß selbst auf die Weltraumfahrt nicht. „Da Wüde auf da Maschin“, Helmut Qualtinger, versucht in „Motorsport“ durch augenscheinliche Prahlerei und Flunkerei sein Gegenüber (Heinz Conrads) zu beeindrucken.

     

    Diesen Film kann man sich noch am 15. April 2004 im Filmarchiv Austria ansehen.
  • Lebenslauf von Heinz Conrads

    Heinz Conrads, geb. 21. Dezember 1913 in Wien, gestorben 9. April 1986 in Wien, war ein weithin bekannter Radio- und Fernsehliebling, ein exzellenter Humorist und ein vom Publikum verehrter Wiener Schauspieler.

    Seine musische Begabung, seine Liebe zum Theater und zur Schauspielkunst veranlaßten ihn, schon in früher Jugend bei Laiengruppen und Theatervereinen sich als Schauspieler zu versuchen. Über Wunsch des Vaters erlernte er aber vorerst die Modelltischlerei und legte 1931 die Gesellenprüfung in diesem Gewerbe ab. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse entschloß er sich, seinen weiteren Lebensweg beim Österreichischen Bundesheer als Freiwilliger zu beschreiten. 1933 wurde er zum „Telegraphen-Bataillon Nr. 2“ in die Meidlinger Kaserne (Wien 12) als Funker einberufen. Zum Zugsführer befördert, wurde Heinz Conrads dem „Telegraphenzug des Wiener Gardebataillons“ in der Hofburg zugeteilt.

    Im Zweiten Weltkrieg machte er den Polenfeldzug mit. Nach einer dort erlittenen schweren Krankheit erfolgte seine Versetzung nach Wien. Hier gelangte sein Schauspieler-Talent endgültig zum Durchbruch. Er organisierte „Bunte-Kompanie-Abende“, Feste und Veranstaltungen, bei denen er sich als Conférencier und Parodist betätigte. Bei der Wehrmacht lernte er auch den Musiker Heinz Sandauer kennen, der das Talent von Heinz Conrads förderte und auf dessen spätere Berufslaufbahn entscheidenden Einfluß hatte. Heinz Conrads nahm Schauspielunterricht und legte die Eignungsprüfung 1942 mit „sehr gut“ ab. Im gleichen Jahr engagierte ihn die Theaterdirektorin Friedl Czepa an das Wiener Stadttheater.

    Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es die Konzert- und Varieté-Agentur Hans Neroth, die ihm zu seinen ersten Kabarett-Verpflichtungen verhalf. Damals kannte ihn das Publikum als Conférencier bei Kino-Veranstaltungen, „Bunten Abenden“, Modeschauen, Räselspielen und Hausfrauen-Nachmittagen. Von 1945 – 1948 war er im iener Kabarett „Simpl“ engagiert. 1950, unter Karl Farkas, kehrte er auf Betreiben von Hugo Wiener an den „Simpl“ zurück, wo er bis zum Jahre 1955 verblieb. Aber auch als Schauspieler betätigte er sich wieder, u. a. in einer Rolle in der Oscar-Straus-Operette „Ein Walzertraum“ am Wiener Stadttheater. 1946 begann Heinz Conrads sein Wirken beim Rundfunk mit der Sonntag-Morgensendung „Was machen wir am Sonntag, wenn es schön ist?“ (später „Was gibt es Neues hier in Wien?“ und schließlich „Was gibt es Neues?“), die er 40 Jahre lang selbst gestaltete und interpretierte.

    1947 verkörperte der Künstler im Wiener Stadttheater den „Zwirn“ in dem Singspiel „Die Drei von der Donau“ von Robert Stolz (nach Nestroys „Lumpazivagabundus“). Bei den Salzburger Festspielen 1952 spielte er in Hofmannsthals „Jedermann“ den „Dünnen Vetter“. 1953 holte ihn Direktor Franz Stoß an das Theater in der Josefstadt, wo er in vielen Rollen durch hervorragende schauspielerische Leistungen auf sich aufmerksam machte (z. B. als „Liliom“ von Franz Molnár, als „Braver Soldat Schwejk“ von Jaroslav Hasek und in dem Stück „Das Ei“ von Félicien Marceau).

    Innerhalb von 15 Jahren wirkte Heinz Conrads in 32 Filmen mit, u. a. in „König der Manege“, „Vier Mädels in der Wachau“, „Frühling auf dem Eis“ und „Feldherrnhügel“ – siehe auch Filme mit Heinz Conrads.

    1955 begann Heinz Conrads seine Tätigkeit beim Fernsehen. 1957 wurde erstmals die Fernsehsendung „Was sieht man Neues“ (später „Guten Abend am Samstag“) am Samstag abend ausgestrahlt. Sie lief fast 30 Jahre lang und brachte es auf rund 1.800 Sendungen.

    In den siebziger Jahren debütierte der Künstler in einer Silvestervorstellung in der Wiener Staatsoper als „Frosch“ in der Johann-Strauß-Operette „Die Fledermaus“. Ab 1973 spielte er oftmals diese Rolle in der Wiener Volksoper.\</

    Heinz Conrads war ein hervorragender Interpret des Wiener Liedes, u. a. „Der Schuster Pokerl“, „Bitt‘ Sie, Herr Friseur“, „Der alte Novotny“,“ Stellt’s meine Ross‘ in Stall“. Viele Lieder hatte er selbst komponiert und getextet, so auch sein Lieblingslied „Als meine Tochter Klavierspielen lernte“.

    Dem Künstler wurden insgesamt 54 Ehrungen und Auszeichnungen zuteil, so u. a. das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold. 1973 wurde ihm der Titel „Professor“ verliehen. Heinz Conrads wurde auf dem Hietzinger Friedhof in einem Ehrengrab (Gruppe 16, Gruft 35 E) bestattet.

    (basierend auf einem Text von SR i. R., Prof. Dr. Hertha Wohlrab)

  • 90. Geburtstag von Heinz Conrads

    Am 21. Dezember 2003 hätte Heinz Conrads seinen 90. Geburtstag gefeiert.