In Ausgabe November/Dezember 1997 der Zeitschrift PC Mobil findet sich ein Artikel zum Texas Instruments Avigo.

Ein persönliches Blog von Robert Lender
In Ausgabe November/Dezember 1997 der Zeitschrift PC Mobil findet sich ein Artikel zum Texas Instruments Avigo.

In der Dezemberausgabe 1997 eines Werbeprospekts der Firma Mediamarkt findet sich auch der Texas Instruments Avigo mit einem Preis von ÖS 4.690,-

Der AVIGO hat seine erste Reise fast hinter sich. Um ihm zu schützen habe ich die alte Orginalledertasche von einem Psion 3a verwendet. In diese paßt er wie angegossen. Hier auf dem Flughafen (ich warte auf den Anschlußflug) tippe ich diese Zeilen direkt in den AVIGO. Und das geht jetzt doch recht flott von der Hand
Laut Texas Instruments Österreich soll es Anfang 1998 (!) ein Developer Tool (!!) für den AVIGO geben. Diese Information ist besonders interessant, da sich TI ja bis jetzt in dieser Frage immer eher abwartend geäußert hat.
Ab Jänner 1998 soll in Österreich auch Zubehör wie Ersatzstifte und ein Lederetui erhältlich sein.
Na sowas, habe ich doch nach glatt 14 Tagen und trotz ausführlichem Studium des Handbuchs erst jetzt ein paar kleine (aber feine) Funktionen gefunden. Die ersten Praxiseinsätze hat der AVIGO überstanden. Die Adreßverwaltung hat sich bewährt. Zwar ist in der Listenansicht der Name oft nicht in seiner vollen Länge zu sehen (tja, 160 Pixel sind halt nur 160 Pixel), besonders wenn daneben noch eine Telefonnummer aufgelistet ist. Mit der Umschaltung auf generelle Anzeige der Pagernummer (haben ja nur sehr wenige – bis jetzt) steht jedoch die volle Screenbreite für die Namensanzeige zur Verfügung.
Am Wochenende konnte ich auch die letzten Probleme mit der Synchronisation der Termine lösen. Anscheinend verwirrt es den AVIGO ein bißchen, wenn man die Kategorie eines (schon gespeicherten) jährlichen Termins nicht beim ersten Jahreseintrag, sondern z.B. im Jahr 2003 ändert. Dies hat auch Intellisync etwas verwirrt und die Synchronisation abbrechen lassen. Aber nun geht auch dies einwandfrei. Nach der erstmaligen vollständigen Synchronisation aller Daten werden nur mehr die Änderungen hin und her transferiert, damit ist auch die Wartezeit auf ein erträgliches Maß geschrumpft.
Nachdem ich nun die Funktionen des AVIGO langsam auswendig kenne und auch die für mich so wichtige Sicherung der Daten funktioniert, gehe ich nun daran die Alltagsfähigkeit des AVIGO auszuloten. Mein Filofax werde ich daher mal für einige Zeit nur nebenbei führen und den AVIGO als Hauptkalender verwenden. Auch die Ausgabenverwaltung möchte ich nutzen um mal wirklich zu wissen, was ich denn so pro Tag ausgebe.
Der AVIGO hat seinen ersten Härtetest – im wahrsten Sinne des Wortes – bestanden. Aus Versehen rutscht er mir aus eineinhalb (1,5) Meter Höhe aus der Hand und fällt auf den Boden. Kein Kratzer ist zu sehen. Beim Aufprall hat er sich zwar eingeschalten, alle Anwendungen funktionieren einwandfrei und Daten habe ich auch keine verloren.
Zum ersten mal nehme ich den AVIGO ins Büro mit.
Aufgrund der nett gestylten Infrarotschnitstelle vorne am AVIGO meint mein Kollege (ein Star Trek Fan) endlich einen modernen Tricorder zu sehen. Viel gibt’s für den AVIGO ansonsten an diesem Tag – außer ein paar Adressen zu suchen – nicht zu tun.
Noch überlege ich, ob ich meinen papierenen Terminkalender zu Hause lassen soll und statt dessen auf die elektronische Zeitverwaltung umsteige. Na, mal sehen.
Natürlich möchte ich euch den Folder von Texas Instruments zum Avigo 10 nicht vorenthalten. Auf der zweiten Seite findet sich zwar ein weiteres Produkt, nämlich der TI Pocket Mate, aber auch einige Produktfotos zum PC-Programm Lotus Organizer 97, dem Programm mit dem auch der Kalender, die Aufgaben und die Adrssen des Avigo am PC synchronisiert werden können.


In der Novemberausgabe eines Werbeprospekts der österreichischen Eletronikhandelskette Hartlauer findet sich auch der Texas Instruments Avigo. Der Preis beträgt ÖS 4.990,-. Für die 1 MB Speichererweiterung werden ÖS 1.290,- verlangt.

Ich hab´s getan. Nach einer Viertelstunde ausprobieren im Geschäft habe ich einen TI AVIGO erstanden.
Zu Hause gings einmal ans auspacken. Die Software (Lotus Organizer 97, AVIGO Manager, Intellisync von Puma Technologies) waren zwar schnell installiert, doch leider alles nur in Englisch. Wie mir die Marketing Abteilung von TI mitteilte, wird es bis Mitte/Ende November 1997 dauern, bis die Programme in deutscher Sprache vorhanden wären. Dann könne man jedoch auch als Besitzer der englischsprachigen Version ein „Update“ beziehen. Das gedruckte AVIGO-Benutzerhandbuch liegt jedoch schon jetzt in deutscher Sprache bei.
Aber nun zum AVIGO selbst. Nach dem einsetzen der Batterien meldet sich der AVIGO mit dem Menü für die Benutzereinstellungen – ebenfalls in englischer Sprache. Es heißt also zuerst die Docking Station am PC montieren, den AVIGO Manager am PC installieren und dann die deutschsprachige Oberfläche auf den AVIGO laden. Dies geht jedoch einfach und schnell vonstatten.
Wirklich enttäuscht bin ich vom Display. Dieses spiegelt relativ stark. Die Hintergrundbeleuchtung funktioniert jedoch fabelhaft, sogar in der absoluten Dunkelheit kann man so mit dem AVIGO arbeiten. Bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung summt der AVIGO dabei aber vernehmlich vor sich hin.
Den Rest des ersten Tages verbringe ich mit dem erforschen der einzelnen Applikationen. Die Adreßverwaltung bietet genügend Felder um einiges an Informationen unterzubringen. Mit dem kreieren eines eigenen Datumsfeld („Letzte Änderung“), daß automatisch das jeweilige Abspeicherungsdatum einsetzt, weiß ich nun wann ich das letzte mal etwas an der jeweiligen Adresse verändert habe.
Auch die Terminverwaltung, die To-Do Liste und die Memofunktion machen auf mich einen ersten guten Eindruck.
Gespannt war ich jedoch schon auf die T9 Texteingabe. Die ersten Schritte sind etwas verkrampft. Ich finde nicht immer gleich die richtige „Taste“, das Auswahlsystem bei mehreren Vorschlägen des Wörterbuchs ist mir nicht ganz klar.
In der Zeitschrift PC Austria (Ausgabe 10a/1997) findet sich ein Artikel „Die Powerzwerge kommen“ zu verschiedenen PDAs. Recht ausführlich wird darin auch der Texas Instruments Avigo erwähnt.
