Monat: Juni 2025

  • Was ich so schreibe

    Inge Bateman hat mich zu ihrer Blogparade „Was schreibst du, und warum?“ eingeladen.

    Und weil ich mein Blog schon im Rahmen der BlogWochen 2025 rund um das Thema bloggen zumülleschreibe, dann kann ich da doch auch gleich mitmachen.

    Warum ich schreibe habe ich wohl in meinem Artikel Blogger:innen und ihre Motivation – Was uns antreibt ausgeführt. Daher erlaube ich mir hier mal zusammenfassen, was bzw. worüber ich denn so schreibe.

    Vorab sei nochmals festgehalten, dass ich rein privat blogge und damit kein Geld verdiene und auch gar nicht verdienen will. Ich muss mich daher nicht viel darum kümmern, was ich schreibe, solange es mir Freude macht.

    Mein Blog ist ein Gemischtwarenladen. Es gibt viele Themen. Alles kann ich nicht aufzählen, aber ein paar Schwerpunkte, denen ich in den letzten Jahren so folgte.

    Vorab: Damit du gleich einen schnellen Überblick über meine Themen hast, habe ich die in fett markiert. Wo immer auch ein Begriff in meiner Schlagwortwolke auftaucht habe ich diese gleich mit verlinkt. Dann kannst du alle Artikel dazu in einer Zeitlinie nachlesen.

    Ganz zu Beginn bloggte ich über den Personal Digital Assistant TI Avigo. Das war noch vor der Zeit, als ein Nur ein Blog überhaupt gab. Ich formatierte das Ganze in Word und speicherte es als HTML ab. Ja, so war das damals. Nachdem die tExas News hier im Blog wiederzufinden sind, könnte ich die Texte noch immer nachlesen. Mein Blog war zumindest schon so bekannt, dass mir Texas Instruments Österreich einen Brief schrieb und mir sogar Erweiterungen zum testen schickte.

    Der Avigo wurde eingestellt und ich lernte die österreichische Mobilfunk Firma Tel.Me. kennen. Auch darüber bloggte ich, ohne zu wissen, dass man es so nennen könnte. Auch die t-Seite News finden sich in diesem Blog wieder. Ich habe damals alles händisch rüber kopiert. Mit der Firma Tel.Me. gab es einen intensiven Kontakt. Und das kam so: Bevor das erste Smartphone von ihnen rauskam las ich alles darüber, was es im Web gab. Das war nicht viel. Auch auf der Tel.Me. Website waren nur ein paar Angaben zu finden. Durch ein Gemisch von Zufall und Recherche fand ich das Handbuch zum Tel.Me. T919 schon in den Untiefen des Servers der Firma. Sollte ich es Ihnen melden oder lieber meinen Fund mit der Welt teilen. Nun, ich entschied mich ihnen die Schwachstelle zu melden – aber mit ein paar Anmerkungen, was ich am Handbuch verbessern würde. Tja. Und damit begann eine interessante Geschichte. Ich bekam Beta Software zum testen, durfte meine Leserinnen einbinden …

    Auch Tel.Me. ging in die Geschichte ein.

    Mein Interesse an Technik blieb und ich blogge immer wieder über technologische Entwicklungen, Geräte oder auch Software, die mir im Alltag begegnen. Dabei interessiert mich weniger der neueste Hype, sondern vielmehr, was wirklich nützlich ist – und was nicht. Ich mag es, Dinge auszuprobieren, zu hinterfragen und darüber zu berichten, wie sich Technologien im Alltag bewähren. Oft sind es Tools oder Dienste, die nicht in jedem Tech-Magazin auftauchen, aber für mich eine Relevanz haben – und vielleicht auch für meine Leser:innen.

    Ein großer Teil meines Blogs beschäftigt sich mit Tools, die ich nutze oder ausprobiert habe: etwa die JoplinApp für verschlüsselte Notizen, Keepass für Passwortverwaltung und sicherer Tresor für sensible Daten. Ich experimentiere mit Markdown oder RSS und versuche, möglichst viel lokal und datensparsam zu erledigen.

    Meine digitale Infrastruktur besteht aus Diensten wie Nextcloud, FreshRSS und Linkding, mit denen ich Notizen, Dateien und Lesezeichen selbst hoste. Gerade dieser Aspekt der digitalen Selbstbestimmung zieht sich wie ein roter Faden durch mein Blog.

    Neben Technik interessiert mich auch das Netz als soziales Gebilde: Ich schreibe über das Fediverse und wie sich dezentrale Netzwerke gegenüber Plattformen wie X oder Facebook verhalten. Ich probiere neue Dinge aus, beobachte, reflektiere und ziehe Vergleiche. Mein Blog versteht sich da auch ein wenig als Beobachtungsstation.

    Mit TextExperiment versuche ich mich immer wieder an unterschiedlichen literarischen Texten.

    Das Bloggen selbst ist mir ein Anliegen. Immer wieder greife ich diverse Themen rundherum wie Blogparaden (wie diese hier), die BlogWochen 2025 oder die Frage auf, was Blogs eigentlich ausmacht. Ich denke hier darüber nach, warum wir bloggen, wer uns liest, wie wir schreiben. Das sind keine abgeschlossenen Gedanken, sondern laufende Prozesse, die ich mit meinen Leser:innen teile.

    Nicht zu vergessen sind die vielen kleinen Formate: SpamPoetry, Experimente mit Captchas, Berichte über Barcamps, Einblicke in Photowalks und andere Veranstaltungsformate.

    Ich verstehe mich dabei immer wieder als OpenBlogger und versuche diesen Ansatz immer neu zu beleuchten, nicht zuletzt mit meiner Kreativitätserklärung. Diese war eigentlich Ausfluss dessen, dass ich in meinem Blog seit einiger Zeit immer wieder das Thema Künstliche Intelligenz thematisiere.

    Open Blogging hat mich auch zum Angebot BlogDasRobert geführt, in dem ich meine Leser:innen einlade, mir Themen zu nennen oder Fragen zu stellen, zu denen ich etwas schreiben sollte. Es sind Experimente wie diese, das bloggen für mich ebenfalls interessant machen.

    Was mir wichtig ist, dass wir über ein Web für alle reden und entsprechende Aktivitäten setzen. Immer wieder versuchte ich mein Blog barrierefrei zu gestalten. Zusammen mit Accessibility Expert:innen gab es eine Blogparade, die sogar zu einem gedruckten Buch führte. Bis heute versuche ich den Blue Beanie Day in Erinnerung zu halten.

    Das sind ein paar der Themen, mit denen sich Artikel in meinem Blog – und damit auch ich – in den letzten 20 Jahren beschäftigten. Viele davon sind bis heute immer wieder Anregung für neue Artikel.

    Mein Blog ist für mich ein Ort, an dem ich mich ausprobieren kann. Ein Speicher für Gedanken, Tests und Beobachtungen. Und obwohl es „nur“ ein Blog ist, ist es für mich ziemlich viel.

  • Mein nächster Artikel für die #BlogWochen2025 ist fast fertig.

    Ab morgen könnt ihr auch eure Texte zu diesem Thema veröffentlichen:

    📅 15.06. – Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute?

    Weitere Infos: https://nureinblog.at/54063-im-mai-beginnen-die-blogwochen/

    PS und Nachtrag: Ups. Eigentlich wollte ich das Posting allein über meinen Microblog Account verbreiten. Aufgrund der engen Verzahnung mit dem Fediverse habe ich in meiner mobilen App das „falsche“ Profil gewählt und über ein Posting diesen Artikel erzeugt. Nun, ein gutes Beispiel, dass das auch funktioniert.

  • BlogDasRobert … und ich blogge

    Ich habe die Aktion 10Fragen10Antworten zuletzt hier vorgestellt.

    Immer wieder dachte ich, dass der Titel für die Idee nicht ganz passt. Ich wollte niemanden einschränken, welche oder wieviele Anregungen meine Leser:innen mir schicken.

    Daher heißt die Aktion ab sofort „BlogDasRobert“, zu der ich auch das Schlagwort angepasst habe.

    Denn es geht nicht nur um Fragen. Es geht prinzipiell darum, dass ich dich einlade mir ein Thema (oder eine Frage) zu schicken, von dem du meinst, dass ich darüber bloggen könnte.

    Es ist für mich ein Experiment. Was kommt rein, wie gehe ich damit um und wie kreativ kann ich das in einen Artikel gießen.

    Falls du also eine Artikelidee hast oder mir eine Frage stellen möchtest, über die ich bloggen sollte. Dann schreib hier in die Kommentaren oder in das BlogDasRobert-Formular.

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  • Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz

    Nun, man könnte meinen, das sei ohnehin klar. In so ein Blog kann ich auch Fotos hochladen und ansonsten jedes andere Dokument, das mir einfällt. Damit hätte sich der Titel dieses Artikels erledigt.

    In meiner Interpretation des Titels möchte ich jedoch auf zwei andere Punkte eingehen..

    Ich schreibe hier nicht einfach einen Text in mein Blog. Ein bisschen sachlich und mit Fakten versehen.

    Es gibt auch Texte, die viel Emotion beinhalten. Sie beinhalten meine Lebenserfahrung, meine Sorgen, meinen Ärger und meine Freude.

    Mancher Text ist – ich erlaube mir das jetzt – ein Teil von mir. Den möchte ich unbedingt veröffentlichen. Er soll im Netz stehen, und bei dem freue ich mich über Kommentare (das tue ich fast immer).

    Manchmal sind es sogar literarische Texte, mit denen ich experimentiere. Bei manchen kommt ein Stückchen meines Innersten hervor und breitet sich vor euch aus.

    Ja, auch das sind Texte. Für mich sind sie aber viel mehr als das.

    Wenn ich es schaffe, dass ein Text nicht nur gelesen wird, sondern auch Bilder in euren Köpfen erzeugt, dann ist mir etwas gelungen.

    Verlinke mal wieder

    Es gibt noch einen weiteren Aspekt. Er war von Beginn an mit dem Web verbunden und machte es erst zum verbindenden Netzwerk.

    Der Link.

    In den von mir kreierten Regeln des Blog Clubs findet es sich zentral:

    1. Regel: Ihr verlinkt auf eure Quellen.
    2. Regel: Ihr VERLINKT auf eure Quellen.

    Ein Link kann aus einem einfachen Blogtext noch viel mehr machen. Ich verknüpfe damit meinen Text mit vorher geschriebenen Texten. Ich verweise auf Quellen und bereichere damit meinen Text. Selbst nach der Veröffentlichung kann ich meinen Artikel noch einmal herannehmen und ihn mit Links zu Antworten und Reaktionen anderer Blogs verlinken.

    Durch Links steht der eine Text nicht allein. Er reiht sich sozusagen in eine Kette von Texten ein. Im besten Fall kann ich mich so quer durch viele Blogs zu einem Thema hangeln, komme auf neue Ideen oder weiterführende Gedanken.

    Natürlich lieben manche Blogger:innen, Redaktionen, … Links nicht. Sie mögen Links auf ihre Seiten, aber selbst verlinken wollen sie nicht. Denn diese Links führen weg von ihrem Blog. Die Frage ist, ob die Leser:innen wiederkommen. Mich kümmert diese Frage nicht. Ich verlinke gerne, denn so entsteht auch ein wenig von dem, was man vielleicht als Blogosphäre bezeichnen kann. 

    Ich bin halt ein Open Blogger. Aber das kommt zu einem späteren Zeitpunkt der BlogWochen 😊

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