Monat: April 2024

  • Kreativitätserklärung – ein erster Versuch

    In der oberen Navigationsleiste – neben Links, wie zum Impressum, Kontakt und Archiv – findet sich jetzt ein Link namens „Kreativität“.

    Dieser führt zur ersten Version meiner Kreativitätserklärung.

    Was ist denn das? Im Zuge des Schreibens meiner Artikel über Die Zukunft des Bloggens sowie In diesem Blog steckt ein wenig künstliche Intelligenz – sowie der Kommentare dazu – kam ich zu dieser Überlegung.

    Viele Websites haben eine Datenschutzerklärung und etliche auch ein Barrierefreiheitserklärung. Dort wird vertiefend erklärt, wie man den Datenschutz gewährleistet, was man getan hat um das Blog / die Website barrierefrei zu gestalten und welche Hürden noch beseitigt werden müssen.

    Ein Blog lebt unter anderem von der Kreativität der:des Blogger:in. Aber woher nehme ich diese Kreativität, wie gehe ich damit um? Wie gehe ich mit den kreativen Gedanken anderer um? Wie sehr schätze ich diese? Und die derzeit wohl brennendste Frage: Wie halte ich es mit Künstlicher Intelligenz und der Einbindung von so erstellten Texten, Bildern und anderen Werken.

    Mit der Kreativitätserklärung habe ich einen ersten Versuch gestartet, wie ich all das beschreibe und damit auch mein Blog noch ein wenig authentischer – und ein wenig pathetisch gesagt – wahrhaftiger mache.

    Es ist wirklich nur ein erster Versuch. Aber ich wollte den Text in die Welt entlassen und schauen, ob und welche Reaktionen ich von euch bekomme.

    • Braucht es so etwas wie eine Kreativitätserklärung? Ist sie für etwas gut?
    • Was würdet ihr noch erwähnen, ansprechen?
    • Was ist für euch Kreativität?
    • Wie geht ihr mit KI in eurem Blog um? Was sollte man diesbezüglich besonders ansprechen oder erläutern?

    Ich würde mich freuen, wenn ich diesen Text weiterentwickeln kann und wenn er vielleicht sogar Anregung für eigene Versuche von euch sind.

    Somit: Bitte kommentiert hier oder schreibt mir direkt.

  • Die eigene Fediverse-Instanz

    Nele Hirsch vom eBildungslabor beschreibt in einzelnen Schritten, wie sie ihre eigene Instanz (in diesem Fall: Mastodon) eingerichtet hat.

    Nachdem ihr der technische Aspekt – so wie mir – zu aufwändig war, hat sie sich dafür einen eigenen Hoster gesucht, sodass sie nur mehr die fertige Installation steuern muss.

    Ich selbst lasse mein Microblog über masto.host laufen und bin sehr zufrieden mit dem Service. Testinstanzen von Friendica und Firefish laufen bei Weingärtner IT.

    Die Kosten sind nicht hoch, und mit einem Hoster ist auch die Administration nicht schwierig. Vorteil ist unter anderem, dass man eine eigene Domain hat unter der das Profil läuft – oder dass man mehrere Profile für sich parallel betreiben kann. Abgesehen davon, dass auch die ganze Familie, Freunde, der Verein oder der Betrieb mit Profilen versorgt werden können.

    Vereinfach gesagt. So eine eigene Instanz bietet nicht nur eine eigene Durchwahl sondern eine ganz eigene Rufnummer, über die man im Fediverse erreichbar ist 🙂

  • Zwei Jahre im Fediverse – Eine Chronologie

    Ja, es sind wirklich schon zwei Jahre, in denen ich intensive das Fediverse nutze. Da muss ich doch mal ein wenig zurückschauen und ein bisschen eine Chronik zusammenschreiben.

    Am 17. April 2022 schrieb ich „Mastodon reactivated„. An dem Tag hatte ich bei mastodon.social ein Profil eingerichtet. Und schon war ich begeistert von der Idee eine dezentralen Netzes. Eines Netzes, dem sich jede:r anschließen konnte und das nicht einer einzigen Person oder Firma gehört. Und eines Netzes, dass über eine gemeinsame Schnittstelle ganz unterschiedliche Dienste erlaubte.

    So hieß es schon am 1. Mai 2022: Willkommen bei microblog.at (Mastodon). Ich hatte mir über masto.host einen eigenen Mastodon Server einrichten lassen – mit eigener Domain. Damit war ich gänzlich unabhängig von etwaigen Admins und Co. einzelner Instanzen. Damit bin ich im Fediverse seither über @roblen erreichbar.

    Und ich war gekommen um zu bleiben!

    Natürlich machte ich mir gleich Gedanke über die Unterschiede von Bloggen und Microbloggen. Noch dazu, wo Mastodon 500 Zeichen und andere Fediverse Dienste zigtausend Zeichen pro Post erlauben.

    Ist Mastodon viel zu kompliziert? fragte ich am 4. Mai 2022 und versuchte darauf eine einfache Antwort zu geben. Denn gerade dieser „föderierte“ Ansatz (Wo soll ich mich denn jetzt registrieren?) machte manche nervös.

    In diesen Wochen und Monaten war das Fediverse eine ruhiger Ort für mich. Ich hatte nur wenige Follower und nur wenige folgten mir. Am morgendlichen Weg ins Büro konnte ich meine Timeline des Vorabends durchlesen und auch ein Posting oder ein Bild absetzen. Es war entspannend. Schnell fand ich aber interessante Menschen. Ganz andere, als ich sie von Facebook, Twitter und Co konnte. Von denen war noch kaum jemand im Fediverse. Es war quasi wie zu Beginn von Twitter – entspannt, experimentell und „einfach nett“.

    Schon im Juni 2022 probierte ich dann einen #Fedijune. Es war mein eigenes Experiment. Einen Monat lang auf andere soziale Netzwerke größtenteils zu verzichten. Erst im Oktober schrieb ich dann ein Fazit darüber, unter anderem schrieb ich:

    Ich habe im #FediJune und darüber hinaus die Nutzung von Twitter und Co. massiv reduziert. Siehe da, es ging mir gar nicht so ab, wie ich dachte. Ich bleibe trotzdem über Neuerungen und politische Entwicklungen informiert. Mancher Diskurs geht mir gar nicht ab, da er eh mehr Streiterei und untergriffiger Kommentar war. 

    Aus dem #FediJuni ist quasi ein #FediYear geworden.

    Das war der #FediJune 2022

    Mit Friendica probierte ich dann im Oktober 2022 auch eine andere Plattform im Fediverse aus. An sich gefiel sie mir recht gut. Aber die sie auf einem Shared Webspace zu hosten funktionierte aus Performance Gründen dann doch nicht. Schade, denn ich entdeckte Dinge wie Friendica als Feedreader einsetzen.

    Mit der zweiten Jahreshälfte 2022 fanden es immer mehr Menschen unangenehm auf Twitter und so kam es zu mehreren Wellen von Migrationen in das Fediverse. Dies führt auch zur Frage: Follow Liste aus Twitter in Mastodon finden.

    Für mich und für andere schrieb ich dann am 31. Oktober 2022: Was für das Fediverse spricht (abseits von Elon Musk). Es wurde eine lange Liste. Am 2. November 2022 folgte dann die Liste für Fediverse für Vereine, Behörden, Firmen,… Mir war es dabei wichtig, dass man das Fediverse nicht einfach als nächstes Twitter ansah, sondern dessen Eigenart versteht und wertschätzt.

    Und dazu gehört dann auch, dass ich für mich nicht manche Unart aus Twitter hinüber bringen wollte. Das führte am 14. November 2022 zu Meine eigenen Fediverse Regeln. Sieben einfache Punkte mit dem achten Zusatzpunkt

    8. Das Fediverse darf dir auch Spaß machen. Miteinander lachen tut gut.

    Am 10. Dezember 2022 entschied ich mich endgültig nicht mehr auf Twitter sein zu wollen: Das war es Twitter. Es dauerte noch bis 30. September 2023 an dem ich verkündete: Twitter: Ein endgültiger Abschied. Am 15. Oktober 2023 war es dann soweit: Das Twitter Profil ist deaktiviert … Wobei ich noch betonen möchte, dass das Fediverse für mich mehr ist als ein reiner Twitter-Ersatz.

    Zuvor schrieb ich am 23. April 2023 meinen ersten Rückblick: Ein Jahr im Fediverse. Fazit war damals

    Vor über einem Jahr hätte ich es mir nicht gedacht. Aber ich bin wirklich im Fediverse angekommen und noch immer dabei neues kennenzulernen und die Möglichkeiten zu erforschen.

    Das kann ich noch immer unterschreiben. Instagram spielt kaum mehr eine Rolle und allein aufgrund einiger Kontakte bin ich noch ein wenig auf Facebook aktiv. Neben meinem Blog ist mein Microblog mein zentraler Ort der Kommunikation.

    Das Schöne ist, dass das, was ich 2023 gesagt habe, immer noch gilt. Ich lerne immer wieder neue Dinge im Fediverse kennen, komme mit Menschen in Kontakt und finde neue Ansätze, die Möglichkeiten des Fediverse zu nutzen. Und es ist auch ein netzpolitisches Projekt, weg von den monolithischen, geschlossenen Netzwerken hin zu einem offenen Internet von vielen für viele. Natürlich kracht es in der einen Ecke oder es herrscht Uneinigkeit in der anderen. Aber solange es konstruktive und kreative Menschen gibt, die das Verbindende nach vorne bringen, ist es ein interessanter und spannender Ort.

    Daher bin ich nach zwei Jahre noch immer froh, diesen Schritt gesetzt zu haben.

  • Captchas versus Intelligenztest

    Ein aktueller Artikel zeigt wieder einmal, dass die Bekämpfung von Kommentarspam nicht immer einfach ist. Es zeigt aber, dass die Verlagerung der Spambekämpfung auf die:den einzelne:n immer weniger Sinn ergibt.

    Wenn ein Captcha immer mehr zu einem Intelligenztest wird, dann schließen wir nicht nur Bots aus, sondern auch viele Menschen. Wenn die Hürde immer höher wird, werden immer mehr Menschen davon absehen, überhaupt Kommentare zu hinterlassen.

    Vielleicht ist ein Captcha sinnvoll, um den Zugang zu sensiblen Inhalten zu sichern. Dann sollte es aber auch andere Möglichkeiten der Absicherung geben.

    Wann kommt der Punkt, an dem das Nichtlösen des Captchas ein Zeichen dafür ist, dass ein Mensch vor dem Bildschirm sitzt …

  • Spam mit Cliffhanger

    Heute Mail bekommen:

    Hallo, mein Name ist Directia Avizare. Ich kontaktiere Sie bezüglich der Spende von Maria Elisabeth S. in Höhe von 3.700.000 €. Um einen Anspruch geltend zu machen, wenden Sie sich bitte an

    Anmerkung: Nachname von mir gekürzt

    Das war der ganze Text.

    Jetzt frage ich mich:

    • Kommt da noch eine zweite Mail?
    • Wurde der:die Spamschreibende mitten während der Mail unterbrochen, vielleicht sogar verhaftet, und wollte mich aber trotzdem noch, ob der glücklichen Umstände irgendwie kontaktieren?

    So eine Spam Mail ist etwas Neues für mich. Und das heißt nach zig Jahren der Spamflut schon etwas.