Monat: Dezember 2021

  • Wiener Zeitung: Der wunderbar Ewiggleiche

    Auch die Wiener Zeitung berichtet über die Heinz Conrads Ausstellung.

    Mit dem Titel „Der wunderbar Ewiggleiche“ beschreiben sie das Phänomen Heinz Conrads sehr gut in aller Kürze. Immer die gleiche Begrüßung, der Trost an die Kranken und Alleingebliebenen. Der Ablauf seiner Sendung. Die immer wieder vorgetragenen Gedichte, die man irgendwann schon (fast) mitreden konnte.

    Die andere Seite von Conrads erwähnt die Wiener Zeitung ebenfalls:

    Denn Conrads, seinerzeit omnipräsent in Radio und TV, hatte auch eine andere Seite: Aufbrausend, ungeduldig und ungnädig mit seinen Mitspielern erlebt man ihn etwa auf YouTube-Clips, als er einen jungen Pianisten mit falschen Namen anspricht und ihn wütend wieder hinter den Vorhang schickt, nachdem ihn dieser auf seinen Fehler aufmerksam machte. 

    Wiener Zeitung

    Dieser Videoclip ist mir noch nicht untergekommen. Da wäre ich für einen Link dankbar und würde ihn hier ergänzen.

  • Heinz Conrads und Totzenbach

    Die Niederösterreichischen Nachrichten berichten über die neue Heinz Conrads Ausstellung und einen speziellen Fund. Denn von 1914 bis 1916 war ein gewisser Heinrich Hansal in Totzenbach 8 gemeldet. Und Heinrich Hasal ist der bürgerliche Name von Heinz Conrads.

  • „Die Presse“ über den biedermeierlichen Monarchisten Heinz Conrads

    Für heute habe ich noch einen Artikel zur aktuellen Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“.

    Die Tageszeitung „Die Presse“ schreibt über Heinz Conrads als den biedermeierlichen Monarchisten als Spiegel der Nachkriegszeit. Leider ist der Artikel hinter eine Paywall und ich darf ihn euch ja nicht einfach kopieren und hier verflogen.

    Im Artikel wird Günter Tolar, langjährige Verantwortlicher von Conrads Samstag Abend Sendung, mehrmals zitiert. Conrads wollte keine politischen Themen, weil man damit nur die Leute verärgere.

    In der Nachkriegszeit ging es darum, den Krieg, die Gräuel, hinter sich zu lassen. Da bot auch die Besinnung auf eine „gute alte Zeit“ ein gutes Mittel.

    Er war, wie Tolar meint, Monarchist. Und hatte nie das Bedürfnis, aus seiner kleinen Welt, aus Österreich, aus Wien, hinauszugehen. 

    Die Presse

    Diese kleine wäre aber auch im Sinne der Politik und der Allierten gewesen. Damit wollte man auch jeden Gedanken an eine Wiedervereinigung mit Deutschland verbannen. Ein Ansatz, den ich mir so noch nicht wirklich überlegte habe, sollte er stimmen.

    Auf alle Fälle bin ich jetzt wirklich gespannt, wieviel davon die Ausstellung wiedergibt, hinterfrägt oder zur Diskussion anregt.

  • orf.at zur Heinz Conrads Ausstellung und den KuratorInnen

    Der nächste Artikel zur aktuellen Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ über Heinz Conrads.

    Auf wien.orf.at findet sich ein Bericht über einen Vorabbesuch der Austria Presse Agentur (APA). Wir erfahren dabei auch, dass Thomas Mießgang und Suzie Wong die Ausstellung kuratiert haben. Zu den beiden KuratorInnen:

    Suzie Wong, geboren 1970, lebt in Wien, Kunstgeschichtestudium an der Universität Wien. Berufliche Tätigkeit in Restaurierungsateliers, Architekturbüros sowie Antiquitätenhandlungen und als Kunstvermittlerin. 2006–2020 leitete Suzie Wong die Öffentlichkeitsarbeit der Wienbibliothek im Rathaus. Seither Aufbau des Populärkulturellen Archivs der Wienbibliothek – Schwerpunkt Akquise und Bearbeitung von Vor- und Nachlässen der Wiener Musikszene seit 1950. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ (2021).

    Thomas Mießgang, geboren 1955 in Bregenz, Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Wien. 1984 Promotion, journalistische Tätigkeit in zahlreichen Medien. 1994-1996 Berater der Wiener Kulturstadträtin, 2000-2011 (Chef-)kurator der Kunsthalle Wien. Zahlreiche Buchpublikationen, u.a. „Wien-Pop – Die Geschichte der Wiener Popmusik, erzählt von ihren Protagonisten“ (2013), und Ausstellungen, zuletzt Co-Kurator von „Ganz Wien – Eine Pop-Tour“, Wien Museum (2017/18). Zuletzt im Residenz Verlag erschienen „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ (2021).

    Die beiden haben auch das gleichnamige Buch „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ herausgebracht, dass ich mir natürlich auch noch besorgen muss.

    Noch ein kleines Zitat aus dem ORF Artikel:

    „Conrads Genialität war nicht inhaltlicher Natur, sondern er hat als Erster in Österreich erkannt, wie man mit der Fernsehkamera umgeht“, verweist Mießgang auf das Phänomen der „parasozialen Interaktion“. Er habe seinem Publikum den Eindruck vermitteln können, zu jedem Einzelnen persönlich zu sprechen. „Das ging so weit, dass die Leute daheim mit ihrem Fernseher geredet haben“, sagt der Kurator.

    wien.orf.at
  • Als Heinz Conrads kramte

    Ich komme ja gar nicht mit Artikeln zu Heinz Conrads nach.

    Gerald Pichowetz unternimmt Streifzüge durch eine ungewöhnliche Adventzeit und erwähnt dabei auch Heinz Conrads:

    … Heinz Conrads kramte weihnachtliche Texte von Trude Marzik und Josef Weinheber hervor …

  • Zeit Online über Heinz Conrads Sentimentalität, Trost, Aufmunterung und seichtem Humor

    Die neue Ausstellung über Heinz Conrads hat auch die „Zeit Online“ erreicht. In einem Artikel vom 17. November 2021 wird ebenfalls ein kritischer her Blick auf die „Kunstfigur Heinz Conrads“ geworfen.
    Um den Artikel zu lesen müsst ihr euch kostenlos bei Zeit Online registrieren. Es braucht eine Mailadresse, mehr ist an Daten nicht notwendig.

  • Bücherschmaus Adventkalender

    Wer gerne erbauliches, nachdenkliches und kritische über Weihnachten lesen und dabei auch noch Autor:innen kennen lernen möchte, der:die schaue einfach beim Adventkalender des Bücherschmaus vorbei.

  • Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ ab 14. Dezember 2021 geöffnet

    Wie schon im vorigen Artikel Günter Tolar über Heinz Conrads erwähnt, sperrt am 14. Dezember 2021 die Ausstellung „Griaß die Madln, servas die Buam!“ auf, die sich mit dem Leben, Wirken und Arbeiten des Entertainers Heinz Conrads beschäftigt.

    Nachfolgend der gesamte Text zur Ausstellung. Ich dokumentiere ihn hier auch an dieser Stelle. Man weiß ja nie, wie lange solche Ausstellungsseiten online sind. Ich werde die Ausstellung auf alle Fälle besuchen und euch dann gerne hier berichten.

    Ausstellungsplakat mit Poträtfoto von Heinz Conrads am Klavier stehend, davor eine Fernsehkamera. Große Schrift "Griaß eich die Madln, servas die Buam!"

    Dauer der Ausstellung

    Von 14. Dezember 2021 bis 31. Mai 2022

    Ausstellungsort

    Wienbibliothek im Rathaus, Ausstellungskabinett
    1082 Wien, Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, Glaslift, 1. Stock
    T: +43 (0)1 4000 84915
    Montag bis Freitag, 9.00 bis 19.00 Uhr

    Eintritt frei!
    Geschlossen: Samstag, Sonntag, Feiertage, 24. und 31.12.2021
    Weihnachtsöffnungszeiten (27. Dezember 2021 bis 7. Jänner 2022): 9.00 bis 17.00 Uhr

    Über die Ausstellung

    Mit dem Nachlass von Heinz Conrads beherbergt die Wienbibliothek im Rathaus einzigartige Dokumente zu einem der bedeutendsten Unterhaltungskünstler der Nachkriegszeit. Mit Erfolgen in Kabarett, Theater, Rundfunk und schließlich im Fernsehen avancierte Heinz Conrads zu einem Publikumsliebling mit enormer Reichweite und Wirkung, den es als wichtigen Mitgestalter der österreichischen Nachkriegsidentität kritisch zu beleuchten gilt.

    Die Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“, die im Titel ganz bewusst auf die längst zum geflügelten Wort gewordene Grußformel von Heinz Conrads Bezug nimmt, ist der erste Versuch, die Karriere dieser in Österreich zeitweise nahezu omnipräsenten Medienfigur mentalitäts- und kulturgeschichtlich einzuordnen. Rundfunk- und Fernsehmanuskripte wurden dafür ebenso ausgewertet wie Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Terminkalender und Materialien aus anderen Beständen der Wienbibliothek im Rathaus.

    Mediengeschichtliche und populärkulturelle Erinnerungsspuren geben über Epochenbefindlichkeiten jenseits gesellschaftlicher Ereignisse und markanter politischer Eckpunkte Auskunft. Und wer könnte besser dafür geeignet sein, die Hand an den Puls der Frühzeit der Zweiten Republik zu legen, als der Schauspieler, Conférencier und Fernsehstar Heinz Conrads, der, weit mehr als nur ein beliebter Entertainer, zu einem zusätzlichen Mitglied jener österreichischen Fernsehfamilien wurde, die sich Woche für Woche um das imaginäre Herdfeuer des Fernsehapparates versammelten und – allen Ernstes – darauf warteten, dass ihr Held aus dem „Kastl“ heraustreten und sich zu ihnen an den Esstisch setzen würde.

    Vor allem aber war Heinz Conrads durch seine ständigen Bezüge auf ein halbfiktionales Alt-Wien, jene „Stadt, die niemals war“, Garant einer mentalitätsgeschichtlichen Stabilität in einer Zeit, in der die Zweite Republik wenige Jahre nach dem Nazi-Terror ihre Rolle und ihr Selbstverständnis erst finden musste. Conrads hat dem Gemeinwesen ein populäres Gesicht geschenkt, mit dem die Leute sich identifizieren wollten und er gab ihnen mit einem Lied aus dem alten Wiener Volksschauspiel Lebensmut und Aufbruchsenergie: „Den Wurschtl,“ sang er zeit seines Lebens, „den Wurschtl kann kaner derschlogn.“

    Kuratiert von:

    Suzie Wong, Wienbibliothek im Rathaus, und Thomas Mießgang

    Ausstellungsgrafik:

    Sabine Müller, Gruenberg4

    Ausstellungsarchitektur:

    Bernhard Brus

    Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksmuseums Penzing.

    Publikation

    GRIASS EICH DIE MADLN, SERVAS DIE BUAM! Das Phänomen Heinz Conrads – Conférencier, Schauspieler, Medienstar
    Suzie Wong/Thomas Mießgang (Hg.)
    312 Seiten mit zahlr. Abb., 170 x 240 mm, € 29,90

    Führungen

    Termine werden in Kürze bekanntgegeben.

    Anmeldung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at unter Angabe des Datums und der Personenanzahl erforderlich.

    Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung nur gültig ist, wenn Sie eine Bestätigungsmail erhalten.

    Weitere Termine folgen.

    Für individuelle Gruppenführungen ab 8 Personen wenden Sie sich bitte zur Terminvereinbarung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at.

    Begleitprogramm

    • Dienstag, 25. Jänner 2022, 18.30 Uhr, Was gab es Neues? Radiomanuskripte von Heinz Conrads 1948-1965, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
    • Dienstag, 22. Februar 2022, 18.30 Uhr, Die langen 1950er-Jahre. Kino und Fernsehen in Österreich mit Heinz Conrads, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
    • Dienstag, 15. März 2022, 18.30 Uhr, Bühne frei für Heinz Conrads!, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
    • Dienstag, 26. April 2022, 18.30 Uhr, Die Bekehrung des Ferdyš Pištora (Filmscreening), Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
    • Donnerstag, 19. Mai 2022, 18.30 Uhr, Ein Abend für Norbert Pawlicki (1923-1990), Musiksammlung der Wienbibliothek

    Vorbehaltlich geändeter Corona-Bestimmungen finden die Begleitveranstaltungen vor Ort statt.

    Pressebilder

    Wir bitten Sie, im Rahmen Ihrer Berichterstattung auf das jeweilige Projekt der Wienbibliothek im Rathaus und/oder die Wienbibliothek im Rathaus hinzuweisen.

    Falls Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at

  • Günter Tolar über Heinz Conrads

    In der Tageszeitung „Der Standard“ findet sich am 10. Dezember 2021 ein Artikel Günter Tolar: „‚Griaß eich die Madln!‘ sagte Heinz Conrads nie“.

    Günter Tolar war viele Jahre lang Regisseur der Samstag Abend Sendungen von Heinz Conrads.

    Im Artikel erzählt er über seine Zeit mit Heinz Conrads und über dessen Persönlichkeit. Heinz Conrads war wohl zu Lebzeiten umstritten und ist es heutzutage immer noch. Für die einen ein großer Entertainer, für die anderen eine seltsame Kindheitserinnerung und für nochmals andere das Symbolbild für weltfremde Süßlichkeit.

    Günter Tolar sagt in dem genannten Artikel über Heinz Conrads (Zitat):

    Ich glaube, dem Conrads sein Leben war ziemlich eng, er hat einen engen Horizont gehabt, wenn man es bös ausdrücken will – oder er war fokussiert, wenn man es positiv sehen will.

    Der Standard

    Günter Tolar geht auch auf die Frage ein, ob Heinz Conrads in seinen Sendungen jemals „Griaß eich die Madln“ gesagt hat. Diese Frage habe ich in meinem Blog schon 2006 diskutiert. Günter Tolar dazu:

    Glauben Sie mir, ich hab von 1969 bis zu seinem Tod über 800 Sendungen mit ihm gemacht: „Meine, meine, die, die“ war die Abfolge. „Meine Damen, meine Herren, die Madln, die Buam.“ Immer!

    Der Standard

    Grund für die Frage in besagten Artikel ist die neue Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Baum“, die von 14. Dezember 2021 bis Ende Mai 2022 in der Wienbibliothek im Rathaus stattfinden wird. Ich werde diese sicherlich besuchen und euch davon berichten.


    Danke an Georg und Martin für den Hinweis auf den Artikel.