Monat: November 2021

  • Der Blue Beanie Day 2021 kommt

    Profilfoto Robert Lender mit Blauer Haube

    Dieser Artikel hätte schon vor Monaten erscheinen sollen. Hätte. Aber ich wollte noch eine neue Idee entwickeln und fand dann keine Zeit bzw. Muse, eine gute Aktion zu starten. Und dann war der November so dicht und die Couch mir näher als mein Blog.

    Aber ein Web für alle ist einfach zu wichtig um zu schweigen. Das Internet ist zu essentiell, als das wir Menschen davon ausschließen. Gerade in diesen Zeiten.

    Daher setze ich auch am 30. November 2021 eine blaue Mütze auf um für Standards für Web, für eine Internet ohne Barrieren – eben ein Web für alle – ein kleines Zeichen zu setzen.

    Wer mehr wissen will, für den habe ich den Blue Beanie Day erklärt.

    Eine kompaktere Fassung gibt es auf deutsch und auch auf englisch:

    Danke an access4all.ch, das mich mit dem Artikel Das Web für alle rechtzeitig gestupst hat.

    Und wenn jemand etwas dazu postet, bloggt, … lasst mich es doch bitte wissen. Gerne sammle ich all das in meinem Blog.

    Der Hashtag lautet . Eine Social Media Wall gibt es auch.

  • Content Strategy Camp Graz 2022 angekündigt

    März 2021. Es war schon die Zeit in der wir etwas Online-Müde wurden. Ich besuchte mit dem #coscamp21 (Content Strategy Camp) mein erstes Online Barcamp.

    Und es war wirklich erfrischend. Im oben verlinkten Artikel schildere ich ein wenig, wie wir mit gather.town arbeiteten und so ein wenig alte Homecomputer Feeling mit „walken“ am Barcamp verbanden.

    So, und jetzt kommt das Content Strategy Camp Graz 2022, dass am 12. März 2022 stattfinden wird. Ich hab mir schon ein (kostenloses) Ticket reserviert, da auch im virtuellen Raum die „Sitzplätze“ limitiert sind.

    Worum geht es:

    Dreimal im Jahr organisieren die Studierenden des Studienganges Content-Strategie an der FH Joanneum ein Barcamp, um sich untereinander auszutauschen. Und seit März 2019 gibt es ein großes Barcamp, zu dem Alumni, Lehrende, PraktikerInnen – einfach die Content Strategie Community und Interessierte herzlich zum Austausch eingeladen sind.

    Themen des Content Strategy Camps sind Content-Strategie und verwandte Gebiete wie Web Design, UX Design, SEO, Online-Marketing, Social Media, Content Produktion und vieles mehr. Da wir normalerweise auch das BAR im Camp nicht zu kurz kommen lassen, werden wir uns auch für das online Event was einfallen lassen.

    Zitate aus der Einladung

    Weil das Barcamp von den Grazer Studierenden organisiert wird, heißt es weiterhin „Graz“. Aber teilnehmen kann man von jedem Computer aus.

    Und da es ein Barcamp ist, darf es dabei viel geben. Von der Buchempfehlungssession, zum Austausch über interessante Link, oder über die Sinnhaftigkeit von Blogs 😉

    PS: Auf barcamp.at ist das #coscamp22 hiermit auch eingetragen.

  • Willy Fantel und Heinz Conrads

    Der ORF Burgenland schreibt: Radio-Pionier und Komponist Willy Fantel ist tot.

    Im Beitrag findet sich auch ein kurzer TV-Beitrag über Willy Fantel und seinen Beitrag zum Eurovision Songcontest. Ganz am Schluss sehen wir dann einen kurzen Ausschnitt aus einer Sendung mit Heinz Conrads, den Willy Fantel am Klavier begleitete.


    Danke an Johannes Reiss für den Hinweis.

  • Das Plaudertischerl

    Vor etlichen Jahren hatte ich die Idee des „WebPlausch„.

    Damals beschrieb ich es so:

    WebPlausch heißt ganz einfach: Suche dir ein Thema, gib einen oder mehrere Orte (ein Café, ein Gemeindezentrum,…) und Termine bekannt, sei dort und warte ab was passiert. WebPläusche können ein Angebot Wissen weiterzugeben, über ein Thema zu diskutieren oder konkrete Hilfestellungen zu Web und Internet anzubieten. Was auch immer. Beschreibe dein Angebot konkret.

    WebPlausch

    Die Idee des WebPlausch war, Wissen anzubieten. Ganz unverbindlich – für den, der anbietet und für den, der vorbeikommen möchte.

    Ich habe mich selbst ein paar mal in ein Lokal gesetzt und in meinem Blog vorher angekündigt, dass ich dort bin und gerne Fragen rund um ein Webthema (damals war es bloggen an sich) beantworte. Und es kamen wirklich Menschen vorbei und fragten mich aus, plauderten mit mir und gingen wieder.

    Und jetzt finde ich einen Artikel der Diakonie „40 Lokale in Wien und Niederösterreich bieten Plaudertischerl, über 70 Online Termine„.

    Beim Plaudertischerl geht es aber nicht ums Wissensvermittlung sondern um Sozialkontakte. In ausgewählten Lokalen gibt es ein Tischchen mit einem Tischaufsteller „Plaudertischerl“. Wer sich dorthin setzt, ist bereit zu reden und zuzuhören. Die Lokale, die das Plaudertischerl unterstützen verzichten auf diesem Tisch auch auf die Konsumationspflicht.

    Mehr zum Plaudertischerl gibt es auf der Informationsseite „s´Plaudertischerl – einfach ins Gespräch kommen„. Wer in Zeiten wie diesen nicht raus will oder kann, wem das nächste Plaudertischerl zu weit ist, für den/die gibt es die virtuellen Plaudertischerln – als Online-Plauderei über Zoom.

    Vielleicht lass ich die Idee des WebPlausch mal wieder aufleben und kombiniere sie: Ich setze mich an ein Plaudertischerl und bin bereit zuzuhören oder (wenn gewünscht) was übers bloggen und Co zu erzählen – oder ganz ein anderes Webthema.

    Ich fände die Idee nett, wenn es so etwas wie einen mobilen Plaudertischerl-Aufsteller gibt. Wer mag geht in ein Café oder ähnliches und stellt den Aussteller auf seinen Tisch und signalisiert damit, dass man sie zu ihm oder ihr setzen kann. In den jetzigen Corona-Zeiten etwas schwierig. Aber wenn es wieder besser wird …

    Also, lasst uns miteinander plauschen …

  • Die Seitenleiste oder das Bloganhängsel

    Die Seitenleiste war früher in Blogs unverzichtbar. Man diskutierte maximal, ob sie besser rechts oder links vom Artikel angebracht werden soll.

    In ihr fanden sich Willkommenstexte, eine Blogroll, RSS Feeds, Links zu den letzten Kommentaren und vieles mehr.

    Nicht zuletzt durch die vermehrte Nutzung des Webs über Smartphones sind Seitenleisten nicht mehr so wichtig. Vladimir Simovic (Perun) fragt sich überhaupt, ob Sidebars nicht aussterben?

    Meiner einer hat dagegen im Oktober die Seitenleiste noch erweitert. Ich wollte einen Hinweis auf die letzten Kommentare prominenter anbringen um damit das „Salz in der Blogsuppe“ mehr zu ehren.

    Aber sind Seitenleisten wirklich tot?

    Ich selbst lese viele Blogs über meinen Feedreader und da sieht man sowieso gar nichts mehr vom rundherum eines Blogs. Aber wenn ich neue Blogs besuche, dann werfe ich zumindest einen Blick in die Seitenleiste – so sie existiert.

    Wie haltet ihr das so?

  • Was ich von Craft 2.0 erwarte

    Ich habe es schon mal kurz erwähnt, dass ich seit einigen Wochen Craft als Verwaltung meiner Notizen, Ideen Erinnerungen und manchmal als Bild- und Dateiablage ausprobiere.

    Jetzt haben die Entwickler auf Twitter die Version 2.0 angeteasert.

    Das hat mich angeregt, darüber nachzudenken, was ich mir von einer Version 2.0 erwarte. Diesen Text habe ich in Craft geschrieben und dann online freigegeben: What I expect from 2.0. Die Seite zeigt ein wenig, was in Craft möglich ist.

    Was Craft noch bei der Veröffentlichung von Texten online fehlt ist die Barrierefreiheit (leider). Daher habe ich meinen Text nochmals rückübersetzt. Und wenn ich ihn nochmals so lese sind es auch Gedanken, die für viele andere Dienste gelten, in denen ich Daten, Bilder und Texte von mir verwalte.

    PS: Einen Artikel über die Craft selbst bin ich noch schuldig. Der kommt (zumindest noch 2021).

    Was ich von 2.0 erwarte

    Zuverlässigkeit und Sicherheit


    Ich möchte meine Daten jederzeit und überall nutzen. Mit meinem Mac, meinem iPad und mit meinem iPhone. Es sollte egal sein, ob ich eine Internetverbindung habe oder nicht. Craft soll (optional) die Möglichkeit bieten, dass ich meine Notizen, Bilder und Dateien auf das jeweilige Gerät zur Offline-Nutzung herunterladen kann. Craft sollte alles tun, um mich vor Datenverlust und Fehlbedienung zu schützen. Das stärkt das Vertrauen und lässt mich die App mehr nutzen:

    • Rückgängig-Funktion für Änderungen (evtl. mehrstufig)
    • Vergleichsansicht zwischen aktueller Notiz und Backup
    • Bearbeitungsschutz (optional) von Notizen (es erfordert einen separaten Schritt, um sie freizugeben)
    • Eigenes Backup-Format für Offline-Speicherung, das es mir ermöglicht, mit ALLEN Formatierungen und Einstellungen wiederherzustellen.

    Transparenz

    Ein Service, der meine Daten verwaltet, braucht Vertrauen. Ich möchte gerne wissen:

    • Welches Unternehmen betreibt den Service?
    • Wer sind die Eigentümer, die Mitarbeiter?
    • Wie sieht die Finanzierungsstrategie aus?

    Ich hoffe, dies bald auf den Webseiten von craft.do zu finden.

    Offenen Garten

    Viele von uns nutzen bereits andere Apps. Einige würden gerne wechseln, wenn dies einfach funktioniert. Es braucht daher mehr Importfilter. Meine bevorzugten Apps wären:

    • Aus Evernote importieren
    • Aus Day One importieren

    Dass Craft kein ummauerter Garten ist und einige Exportfunktionen bietet, ist mehr als willkommen! Es bleibt zu hoffen, dass so bleibt und ausgebaut wird.

    Accessibility

    Ein gutes Service sollte für jede:n nutzbar sein.

    Barrierefreiheit bezieht sich, unter anderem, auf die Technologie, die Sprache und die Bedienung.

    Apps sollten assistierende Technologien unterstützen. Websites sollten Standards wie die Web Content Accessibility Guidelines einhalten.

    Anerkennung

    Ich habe einige Webdienste gesehen, die uns einzelne Benutzer als „early adaptors“ schätzen. Als der Dienst dann wuchs, lag der Fokus stark auf Geschäftskonten. Ich hoffe, dass Craft es schafft, sowohl privaten als auch professionellen Nutzer:innen gute Funktionen zu bieten und beide Gruppen entsprechend schätzt – auch wenn sie mit Unternehmen mehr verdienen können.

    Gekommen, um zu bleiben

    Das Erstellen von Notiz-Strukturen bedeutet viel (Denk-)Arbeit. Ich möchte nicht jedes Jahr einen neuen Service nutzen. Als User bin ich zu Craft gekommen, um dort zu bleiben. Ich hoffe, dass Craft auch bleibt und nicht nur darauf wartet, ausgekauft zu werden.
    Das wäre ein wichtiges Versprechen an die Nutzer:innen. Auch wenn es natürlich nichts gibt, was ewig hält.

  • Govcamp Vienna 2021: Digitale Inklusion

    Am 26. November 2021 findet online das GovCamp Vienna 2021 statt. Dieses Barcamp läuft diesmal unter dem Titel „Niemand bleibt zurück. Oder?“.

    Die Veranstalter schreiben dazu:

    Digitale Technologien können das Leben vereinfachen, Brücken schlagen und Verbindungen über den gesamten Globus hinweg ermöglichen. Aber nur solange digitale Anwendungen barrierefrei, selbsterklärend und universell zugänglich sind, ist die digitale inklusive Teilhabe aller Menschen sichergestellt.
    Während der Corona-Pandemie haben digitale Anwendungen und Medien einen neuen Stellenwert erlangt. Egal ob Home Office, Distance Learning oder Videokonferenz: die Krise hat – ob wir wollen oder nicht – unser Leben zu einem großen Teil in den virtuellen Raum verlagert. 
    Sind wir in diesem Raum alle gleichberechtigt? Haben alle Menschen gleichermaßen Zugang zu diesem neuen virtuellen Teil des Berufs- und Privatlebens? Sind die Kompetenzen, die es heute und in Zukunft braucht überall vorhanden oder erlernbar? 

    Ist die digitale Inklusion Realität – oder bleibt jemand zurück?
    Diese und andere Fragen werden am govcamp vienna 2021 zur Diskussion stehen.

    GovCamp Vienna 2021

    Ein wichtiges Thema. Umso, da sich vieles in den digitalen Raum verlagert. Wer dann ausgeschlossen wird, bleibt wirklich draussen und hat kaum Alternativen.

    Das Barcamp ist auch eine gute Einstimmung zum Blue Beanie Day am 30. November.