Monat: September 2021

  • Ich entschuldige mich für diesen Angriff

    Spam nervt. Aber manchmal sind diese übersetzten Text voll von einer eigenen Art von Poesie.

    So schreibt mir Frau Camacho:

    Ich entschuldige mich für diesen Angriff.

    Bei soviel Ehrlichkeit muss ich einfach weiterlesen.

    Wenn Sie mich nicht kennen, scheinen Sie ein wenig skeptisch zu sein, auch wenn ich Sie nicht kenne.

    Ja, würde Sie mich kennen und ich sie nicht, dann wäre ich gleich nicht so skeptisch 😉 Sie ist krebskrank, will vorher ihr Geld verteilen und

    Ich möchte auch sagen, dass ich in meinem Leben keine Chance habe, ein Kind allein zu bekommen, ich bin Witwe.

    Daher gibt es das generöse Angebot

    Ich weiß nicht, in welchem Bereich Sie tätig sind, aber ich möchte Ihnen helfen.

    Das mit dem Geldfluss ist mir aber nicht ganz klar:

    Vielen Dank, dass Sie mir das Geld gegeben haben, um Ihnen bei Ihrem Geschäft zu helfen.

    Vielleicht hat der Spammer einen ehrlichen Moment und sagt mir indirekt, wer da wirklich zahlen muss, wenn es zu einer Transaktion kommt?

    Aber der Schluss versöhnt:

    Bitte akzeptieren Sie dies, da es ein Geschenk für Sie ist, ohne um etwas zu bitten.

    Spam ist eine eigene Literaturgattung.

  • Rohrbert

    Such dir eine Nische haben Sie gesagt. Als Blogger musst du eine Nische besetzen, damit du bemerkt wirst. Ach, diese Tipps.

    Irgendwann fiel mir auf der Straße ein Rohr auf. Rohre sind praktisch oder „stehen“ im Weg. Aber an sich sind sie relativ unbeachtet. Ich fand das in diesem Moment schade und postete ein Foto mit einem Rohr.

    Siehe da. Ich bekam nette Rückmeldungen. Manche fanden das skuril, witzig oder zumindest einen interessanten Blickwinkel auf die Welt des Alltags.

    Nun. Ich fand weitere Rohre und postete weiter auf Instagram. Irgendwer widmete mir sogar seinen Rohrfund. Und jetzt fallen mir immer mehr Rohre im Alltag auf.

    Jemand nannte mich „Rohrbert“ 😀

    Ist das jetzt meine Nische? Wohl nicht. Aber es macht Spaß. Daher schaue ich weiter, fotografiere und poste.

    Nachfolgend gleich ein paar Impressionen aus Griechenland.

    Griechisches Rohr …

  • FotoRob

    Es ist schon wieder einige Wochen her, dass ich darüber sinnierte ein Foto-Blogger zu werden. Nun, ich poste ja immer wieder Fotos in meinem Blog. Aber es ist doch recht textlastig. Keine Sorge, das bleibt es auch.

    Ich fotografiere jedoch gerne und möchte dann einen kleinere Auswahl davon veröffentlichen. Instagram ist mir da oft zu mühsam und außerdem gilt dasselbe wie beim bloggen: Nur, wenn du es selbst hostest, bleibt es bestehen.

    Hier in meinem Blog habe ich die Kontrolle, wie und wie lange ich meine Fotos darstelle. Sie bleiben solange erhalten, anklickbar und ansehbar, solange ich es will – und nicht irgendein Online-Service. Außerdem kann ich die Größe und das Erscheinungsbild ganz individuell gestalten.

    Daher wird es unter dem Schlagwort PhotoRob in Zukunft immer wieder Fotos von mir geben.

  • Achim Meurer fotografiert ungeschminkt

    Vor längerer Zeit habe ich einen Artikel Das muss nicht schön aussehen geschrieben. Ich hatte mich wieder mal über all die Influencer:innen geärgert, die alles tun um „schön“ auszusehen. Ich ärgerte mich über die Magazine, die ihre Models so nachbearbeiten, dass sie völlig unrealistischen „Schönheitsidealen“ entsprechen.

    Aber mein Titel stimmt so eigentlich nicht. Denn, wenn wir uns einfach so abbilden, ohne viel Schminke und Bauch einziehen, kann das schön aussehen. Wir brauchen dazu kein Photoshop oder was für ein Programm auch immer, damit wir etwas ausstrahlen.

    Und schließlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachtenden oder ganz einfach bei den Betrachteten.

    Fotoprojekt „Ungeschminkt!“

    Achim Meurer („Ganz nah ran„) hat vor einiger Zeit ein eigenes Fotoprojekt namens „Ungeschminkt!“ gestartet.

    Achim hat dabei Frauen über 50 fotografiert. Seine Intention:

    Hier werde ich Frauen fotografieren, ungeschminkt, so wie sie sind. Real, schön, stark, elegant, sexy, witzig; was immer auch zum Model passt. Aber sicherlich nicht in zerbrechlichen, dümmlichen Posen und gefaked. Das Foto muss echt sein. So wie die Frau auf dem Foto.

    Achim Meurer

    Jetzt geht das Projekt in die Fortsetzung.

    Wer die Chance ergreifen möchte. Achim sucht noch Modelle.

    Vielleicht schreibt jemand gleich auch: Warum nur Frauen? Dazu gibt Monika eine mögliche Antwort:

    Bei dm gibt es jetzt ein Männerregal, was zu einigen Diskussionen geführt hat. Denn ein Frauenregal wäre gar nicht möglich, weil Frauen so viel mehr an sich verändern ‘müssen’.

    Monika Meurer „Neue Fotoserie“

    Aber vielleicht mag ja jemand auch Männer „ungeschminkt“ abbilden.

  • Der tote Fisch am Strand

    Bei einem Spaziergang am Strand sah ich einen toten Fisch. Zumindest vermeinte ich das aus der Entfernung. Beim näher kommen waren es eine verbeulte und verschmutzte Plastikflasche, die die Wellen angeschwemmt hatten.

    Ich lese immer wieder von Fischen, in denen man Plastikteile findet. Obiges Bild ist damit fast ein Symbolfoto für die Verschmutzung der Meere.

  • Pausieren oder nicht pausieren

    Ich mache eine Blogpause und Benedikt schreibt über ein Mittel dagegen.

    Seine Methode ist an sich einfach. Er nimmt sich vor, jedes Monat 8 Artikel mit Relevanz zu schreiben. Das scheint für ihn gut zu passen.

    Ob ich mir auch so etwas vornehmen möchte? Ich weiß es noch nicht. Die letzten 14 Tage war ich verreist und habe nur ganz wenig an mein Blog gedacht. Das ist an sich ungewöhnlich bei mir. Denn normalerweise schreibe ich Ideen und Gedanken zur Entwicklung meines Blogs während eines Urlaubs in ein Notizbuch. Ja, eines aus Papier. Da kann ich irgendwie besser „herumschmieren“ und neue Verknüpfungen und Ideen finden.

    Dieses mal gab es kein Notizbuch und das war auch gut. Dafür reifen in meinem Kopf Ideen, die ich hier zumindest ansatzweise zur Diskussion stellen möchte.

    Heute ist das schon der dritte Artikel in Folge. Ist damit die Blogpause unterbrochen?

    Das kann ich noch nicht sagen. Aber ein erster Schritt ist getan.

    Noch eines. Um gleich viel Artikel wie im Vorjahr zu veröffentlichen müsste ich 2021 noch 39 Artikel schreiben. Auf Quantität kommt es angeblich nicht an. Aber irgendwie zwickt es mich, die jährliche Frequenz nicht zu verringern. Ob das jetzt Ansporn oder wieder Druck ist? Ich lasse es darauf ankommen.

  • Captchas: Wehe du klickst nicht richtig

    Auf t3n finde ich den Artikel Captchas: Es liegt nicht an dir, sie werden wirklich schwieriger! Er bietet eine kurze Geschichte der Captchas und einen Hinweis auf die Gegenwart beziehungsweise die Zukunft.

    Wie du deine Maus über eine Website bewegst, wie oft und wann du klickst und vieles mehr dient zur Berechnung, ob du ein Mensch oder eine Maschine. Das macht es kurzfristig vielleicht leichter. Denn ich muss nicht mehr die Ampeln in einem Bild suchen oder Rätsel lösen um mich als Mensch auszuweisen.

    Aber was mache ich, wenn das Captcha-Programm meint, ich klicke wie ein Bot? Wie beweise ich dann mein Menschsein. Dann entscheidet ein Programm darüber, ob ich Mensch oder ein Programm bin.

    Und wie auch die Autorin auf t3n schreibt: Wie lange geht das wieder gut. Wie lange dauert es, bis Bots uns auch hier wieder gut imitieren können? Was kommt dann?