Monat: Mai 2021

  • Claudia Braunsteins Gedanken zum bloggen

    Claudia schreibt in einem Blogparaden-Beitrag über die Frage „Haben Blogs noch eine Zukunft?„.

    Lest selbst, was sie darauf antwortet.

    Claudias (Food) Blog ist für mich deshalb interessant, weil sie ihr eigene Krankheitsgeschichte (Dysphagie und Zungenkrebs) behandelt und ihr auch Artikel widmet. Ein gutes Beispiel, dass Lifestyle Blogging nicht nur geschönt und ohne Ecken und Kanten sein muss.

  • Experiment „Go Apple“, Teil 2

    Im Juli 2020 habe ich mein kleines Experiment „Go Apple“ gestartet. Die Frage war: Welche zusätzlichen Apps brauche ich in meiner MacOS/iOS Umgebung?

    Ich habe das „Experiment“ (der Begriff ist vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen) nicht mit viel Energie verfolgt.

    Zumindest bei der Aufgabenverwaltung „Todoist“ habe ich das Abo beendet und bin auf Apples Erinnerungen vollständig umgestiegen. Ok, die hat weniger Funktionen. Aber für meine Zwecke reicht es durchaus. Ich bin nicht der Selbstoptimierer, der alles auf die Sekunde genau planen muss. Die „Erinnerungen“ bieten mir Listen, Alarmzeiten und lassen sich gut mit Mails, Notizen etc. verknüpfen. Mehr nutze ich die Funktion, mich an bestimmten Orten an etwas erinnern zu lassen.

    Der Umstieg von Evernote auf Apples Notizen hakt noch. An sich bietet „Notizen“ (fast) alles, was ich brauche. Aber das syncen hakt ein wenig. Einzelne Notizen, die ich am Mac erstelle landen nicht in der iCloud und damit auch nicht auf iPhone und iPad. Umgekehrt geht es tadellos. Eine perfekte Lösung habe ich dazu noch nicht gefunden.

    Dafür habe ich jetzt doch noch eine Third Party App für mich entdeckt: Day One. Die tut zwar so, als ob sie ein nettes Tagebuch wäre. Aber die App ist mächtig und vieles lässt sich wunderbar dort speichern und wiederfinden. Immerhin hat sie mich auch dazu gebracht zu überlegen, wie ich meine bisherigen Notizen aus Evernote aufteile.

    Denn manches lässt sich besser in einer Timeline darstellen und anderes will ich hierarchisch oder anderweitiges sortieren. So gehe ich langsam auch meine Evernote Notizen durch und lösche einiges. Der Rest wird besser beschrieben, genauer eingeordnet, sodass das Auffinden vielleicht in Zukunft leichter fallen sollte.

    Das ist vielleicht der wichtigste Aspekt des so genannten Experiments. Die Datensparsamkeit. Ich brauche nicht jedes Textschnipsel, nicht jeden jemals gefundenen Link und auch nicht jeden kleinsten Fotoausschnitt.

    Wie es weiter geht. Ich lasse euch wissen.

  • Captchas versus Algorithmen

    Auf meinen letzten Artikel zum Thema Captchas hat mir Fritz einen Link zu seinem Blogartikel über „reCAPTCHA automatisch lösen“ hinterlassen.

    Kurz gesagt. Wenn du ein neues Captcha erfindest erfindet sicher jemand ein Programm, dass das Captcha lösen kann.

    Insofern zeigen Captchas nicht, dass ein Mensch sie löst, sondern dass es Menschen gibt, die viel Hirnschmalz in Softwareentwicklung stecken können. Und dass auf beiden Seiten.

  • Verleihmöbel für den öffentlichen Raum

    In der Tageszeitung „Die Presse“ findet sich ein Artikel über Klappstuhl zum mitnehmen. Sorry, der Text versteckt sich größtenteils hinter einer Pay Wall. Frei lesbar sind die Artikel zum „Grätzlsitz“ bei der Agenda Wien.

    Grundidee: Einfache Klappstühle werden in Lokalen/Geschäften zum Verleih angeboten, damit man sie auf Plätzen/Freiflächen „nebenan“ verwenden kann.

    Die Idee kam dem Architekten Erik Czejka nachdem Parkbänke während der Covid-19-Pandemie oft nur beschränkt verwendet werden durften. Der Grätzlsitz ermöglicht im Gegensatz den jeweils passenden Abstand zwischen Menschen und bietet trotzdem die Möglichkeit sich auch in Gruppen zusammenzusetzen.

    Ich mag solche Ideen und spinne sie gleich weiter. Wie wäre es mit

    • Verleih-Klapptischen: Dann kann man auch Schach spielen, gemeinsam essen und mehr
    • Verleih-Hängematten: für diese finden sich dann an öffentlichen Plätzen, Parks, … voranbrachten Haken an Wänden, Gestellen und Bäumen

    Das ließe sich sicherlich noch viel weiter und breiter denken. Covid-19 hat uns gezeigt, dass wir öffentlichen Raum individueller gestaltbar machen sollten, damit man auf unterschiedliche Gegebenheiten eingehen kann.

    Und ganz unabhängig von Covid-19 bräuchte es gerade in Städten mehr öffentlichen Raum für Menschen, um zusammenzukommen. Ganz ohne Konsumzwang.

    Und als ganz schräge Idee: Rent your mobile Restaurant!

    • KellnerIn/KöchIn kommt mit Lastfahrrad an einen Ort
    • Er/sie baut Klapptisch und Klappsessel auf und deckt den Tisch
    • Vorgefertigtes Essen oder vor Ort gefertigtes wird den Gästen serviert

    Aber vielleicht gibts das eh schon …

  • Dirks Logbuch feiert Geburtstag

    Vor einigen Tagen dufte ich meinem Blog alles Gute zum 16. Bloggeburtstag wünschen.

    Jetzt feiert Dirks Logbuch auch seinen 16. Bloggeburstag.

    Nachdem Dirk meinte, er würde gerne (irgendwann) wieder mehr bloggen und

    Vielleicht müssen wir mal an alte Traditionen anschliessen und wieder mehr „trackbacken“.

    Quelle: Dirk Deimeke

    schließe ich mich dem gerne an und schicke jetzt ein Ping mit diesem Beitrag an Dirks Blog.

    Ich finde es schön, wenn Blogs nach so langer Zeit noch existieren und auch gepflegt werden.

    Und wer Dirks Logbuch nicht kennt: Schaut mal in seinen regelmäßigen Linkdump hinein. Da finden sich immer wieder interessante Verweise zu Selbstorganisation, Linux, Onyx Boox und vielem mehr.

  • Wieder mal Captchas

    Jetzt gibt es mal wieder eine „neue“ Lösung um das Captcha Problem zu lösen. Nun, eigentlich geht es ja um das Problem, dass ein Website-Betreiber wissen will, ob sich hier ein Mensch einloggt oder eine „Maschine“, die den jeweiligen Dienst entsprechend mißbrauchen möchte.

    Wie die Futurezone berichtet, soll jetzt ein kleiner USB-Stick am PC des Nutzenden seine „Menschlichkeit“ bestätigen und dass auch noch barrierefrei.

    Aber die eine Barriere besteht jetzt schon darin, dass man sich das Stück Hardware überhaupt kaufen muss. Noch dazu ist sie anscheinend nur bei einem Anbieter erhältlich. Und das entspricht meiner Ansicht nach nicht einer Lösung, die für das offene Web Sinn macht. Wenn, dann braucht es Lösungen, die jeder und jede verwenden kann und das unabhängig von einzelnen Anbietenden.

    Ich fürchte wir werden weiterhin Ampeln in Fotos suchen.

  • Getränk nach dem Bad am Mittag

    Manchmal entdeckt man kleine Perlen. Eine dieser ist die Serie „Getränk nach dem Bad am Mittag„, die es gerade bei Amazon Prime zu sehen gibt.

    Wer aus ausführlichst erklärt bekommen möchte, der/die findet hierzu einen langen Artikel im JAKIO Blog.

    Die 12 Teile laden ein, einfach mal abzuschalten.

    Die Handlung ist einfach. Herr Utsumi ist Vertreter für eine Werbefirma. Manchmal erfolgreich, aber meistens nicht. Aber das ist nur die Rahmenhandlung für zwei gleichbleibende Elemente. Die Hauptteile der jeweiligen Folgen.

    Herr Utsumi entdeckt bei seinen Streifzügen nach neuen Geschäften, die einen Vertrag mit ihm abschließen wollen, ein japanisches Badehaus (siehe Sentō auf Wikipedia). Nach kurzem zögern beschließt er, das Badehaus zu besuchen. Danach hat er immer Hunger, sucht sich ein nettes Lokal und trinkt ein Bier.

    Das war es schon.

    Was daran Freude macht? Es ist der Einblick in eine japanische Badehauskultur. Gemeinsam mit Herrn Utsumi entdecken wir dabei jeweils Kleinigkeiten: Elektrobäder, braunes Wasser, spezielle Rituale. Ich habe mit Utsumi die Ruhe und Entspannung genossen, mich an den kleinen Details der jeweiligen Badehäuser erfreut.

    Ja, Utsumi kann genießen und sich einfach freuen, wenn er eine schöne Zeichnung, einen netten Innenhof entdeckt.

    Gemeinsam mit ihm betreten wir dann auch japanische Lokale mit ihren speziellen Eigenarten und genießen gemeinsam den ersten Schluck Bier, den Utsumi auf seine ganz spezielle Art feiert.

    Es ist eine skurrile Serie. Sie ist einfach gestaltet und lädt daher (zumindest mich) zum verweilen ein, zum genießen und erfreuen. Gleichzeitig erfährt man ein wenig über japanische Kultur. Als Utsumi in einer Folge dann ein altes Badehaus betritt, wird man sogar nachdenklich. Die alten Besitzer führen es noch für die letzten Kunden. Es wird bald verschwinden. Wenn Utsumi das Badehaus verlässt und sich (ohne dass dieser es merkt) hinter dem alten Mann verbeugt und sich bedankt, dann ist es ein traurig-schöner Moment. Einer der wenigen in einer Serie, die einfach Freude am Leben und am Genuss des Einfachen versprüht.

    Ich mag gar nicht mehr dazu schreiben. Wer Zugang zu Amazon Prime hat, der/die schaue doch einfach rein. Lasst euch einfach drauf ein. Macht es euch gemütlich, nehmt ein Getränk zur Hand (es muss ja nicht Bier sein) und entspannt euch.

    Und wenn euch ein Getränk nach dem Bad am Mittag nicht erfreut, dann tut euch doch einfach etwas anderes Gutes.

  • Psion 5 Emulator

    Es gab eine Zeit, da gab es noch keine Smartphones. Aber es gab den „Personal Digital Assistant“, kurz PDA genannt. Das waren Geräte für die Sakkotasche oder ähnlichem, mit denen man Texte erfassen, Termine verwalten, seine Kontaktdaten organisieren, und noch vieles mehr konnte.

    In guter Erinnerung habe ich dabei den Psion 3a und seinen größeren Nachfolger den Psion Serie 5. Beide waren quasi Miniatur-Notebooks mit eigenem Betriebssystem, [Korrektur am 26.11.2023: der Psion 3a verwendete noch SIBO als Betriebssystem] dem EPOC.

    Betrieben mit einfachen AA-Batterien liefen diese PDAs tagelang. Bis heute schwärme ich gerade bei Psion von der beeindruckenden Kalenderverwaltung. Mehrere Kalender, Tagestermine, Notizen, Zeichnungen, Dokumente, … alles lies sich unterbringen und in unterschiedlicher Form anzeigen.

    Ebenso praktisch war, dass sich man sich seine eigenen Datenbank erstellen konnte.

    Vor ein paar Tagen habe ich einen beeindruckenden Emulator gefunden, der einen Großteil der Funktionen des Psion Serie 5 perfekt nachbildet. Der Emulator läuft im Browser und ist somit ohne Mühe ausprobierbar.

    Schaut doch mal rein. Von manchem könnten heutige Entwickler sich ein Stückchen abschneiden.

  • Es muss nicht immer WordPress sein

    Das UPLOAD Magazin veröffentlichte einen langen Artikel über Alternativen zu WordPress für verschiedene Einsatzzwecke.

    Schön, dass auch Serendipity/S9y erwähnt wird. Denn auch wenn ich zu WordPress gewechselt bin, ist S9y noch immer eine gute Alternative für alle, die einfach nur bloggen wollen.

    Wenn ihr mit dem bloggen anfangen wollt, dann schaut euch ruhig ein paar System an. Viele bieten auch Demo-Versionen an um ein wenig damit „herum zu spielen“. Denn das System muss euch liegen.

    Und wenn es dann doch WordPress wird, ist es natürlich auch gut.

    Seien wir aber froh, dass wir noch die Auswahl haben.

  • Es wird Zeit für das eigene Blog

    Du hast etwas zu sagen. Du würdest gerne mal ausprobieren, ob du etwas zu sagen hast. Dann ist Zeit für ein eigenes Blog.

    Das Basic Thinking Blog gibt in einem Artikel Tipps, wie man in sechs Schritten ein eigenes Blog erstellt und ist damit vielleicht eine kompakte Einführung, um dich an das Thema heranzuführen.

    Wie so oft ist der Artikel natürlich WordPress-lastig, aber vieles ist auch für andere Blogsysteme übertragbar. Wer gerne mit WordPress arbeiten möchte, der findet in Basic Thinking einen ebenfalls aktuellen Artikel „WordPress Website erstellen – Anleitung & Tipps„.

    Ein paar kleine Anmerkungen

    die ich gerne mit auf den Weg geben würde.

    Deine Domain

    Wenn du ein fremdgehostetes Blog betreiben möchtest, dann schau auf alle Fälle darauf, dass du eine eigene Domain dazu bekommst. Denn eine Domain zu wechseln ist oft problematischer (Stichwort: Auffindbarkeit) als den Hoster oder das Blogsystem.

    Dein Blogsystem

    Und es gibt mehr als WordPress. Ja, das sage gerade ich, der doch vor kurzem dorthin gewechselt ist. Wie wäre es mit Textpattern, b2evolution oder Serendipity/S9y.

    Vielleicht reicht auch ein „Flat File“ System, bei dem du nicht mal eine Datenbank brauchst, wie z.B. Bludit, Grav oder Kirby.

    Dein Blog, deine Regeln

    Und nicht jedeR braucht einen professionellen Redaktionsplan oder will mit dem Blog Geld verdienen. Man kann bloggen ganz anders betreiben, z.B. als Open Blogger oder Plain Blogger.

    Und wenn du dich noch immer fragt, ob du bloggen sollst.

    Ja!

    Herzlich willkommen im Blog Club.