Monat: März 2021

  • Meine WordPress Plugins


    WordPress hat einen großen Vorteil: die große Anzahl von verfügbaren Plugins.

    WordPress hat einen großen Nachteil: die große Anzahl von verfügbaren Plugins.

    Für manche Funktion stehen zig unterschiedliche Plugins zur Verfügung. Welche wählt man dann? Und für manche Funktion findet man überraschenderweise kaum wirklich sinnvolles.

    Für mich kamen bei der Auswahl von Plugins bisher folgende Kriterien zum tragen:

    • Wie lange sind die Plugins schon in Verwendung.
    • Wie oft werden sie aktualisiert. Denn Sicherheitslücken in WordPress Plugins werden oft genutzt um in System einzubrechen.
    • Wie oft wird das Plugin genutzt – sofern ich hier den Zahlen in der WordPress Plugin Liste trauen kann.
    • Welche Plugins wurden mir von WordPress NutzerInnen empfohlen.

    Und eine wichtige Frage: Brauche ich das Plugin wirklich. Jedes Plugin

    • kann die grundsätzliche Barrierefreiheit des Blogs stören
    • ist ein Einfallstor für Hacker oder Bots, die Sicherheitslücken ausnutzen
    • verringert die Reaktionsgeschwindigkeit des Blogs

    Daher möchte ich die nachfolgende Liste kaum mehr vergrößern bzw. wenn, dann eher verkleinern. Aber bisher läuft das Blog – soweit ich es merke – recht rund. Es gab bisher zwei Sicherheitslücken, die in einem Plugin vermeldet wurden aber auch rasch über ein Update behoben wurden. Da zahlt sich eine breite Basis an NutzerInnen durchaus wieder aus.

    Aber nur zur Liste.

    Anmerkung vom 22. März 2021: Ich habe auf unterschiedlichem Weg Hinweise bekommen, warum manche Plugins doch nicht die besten seien oder eventuell ein wenig bedenklich. Das heißt, ich probiere jetzt ein paar neue Plugins aus und schaffe es vielleicht ein oder zwei Plugins zu reduzieren. Ihr werdet bald davon lesen. Hier gibt es dann einen Link zum neuen Beitrag.

    Meine aktiven Plugins

    Gehen wir die Liste ein wenig durch. Alle Plugins sind in einer kostenlosen Version gut nutzbar. Wer mag, kann entweder etwas spenden oder sich eine Bezahl-Version leisten, die dann noch mehr Möglichkeiten oder mehr Leistung verspricht. Ich habe bisweilen nur bei einem Plugin gespendet und verwende ansonsten die kostenlose Version.

    Ich beschreibe nachfolgend nur die prinzipielle Funktion, aber nicht die vielen Einstellmöglichkeiten, die einige der Plugins bieten. Wer sich für ein Plugin interessiert, sollte sich sowieso die Website der Entwickler ansehen.

    Antispam Bee

    Antispam Bee von pluginkollektiv

    DIE Spamabwehr in meinem Blog. Kommentaren von Bots wird u.a. ein Honeypot angeboten. Das ist ein Feld, dass optisch nicht sichtbar ist, aber der Bot meint ausfüllen zu müssen. Tut er das, ist er als Bot identifiziert und sein Kommentar wird gelöscht. Es gibt noch eine Vielzahl von Einstellungen um die Abwehr zu verbessern. Wichtig ist mir, dass das Plugin weder mit einem anderen Server kommuniziert (also keine Nutzerdaten zur Verifikation weitersendet) noch das der/die Kommentierende ein Captcha lösen muss.

    BackWPup

    BackWPup von Inpsyde GmbH

    Kurz gesagt legt das Plugin (manuell oder zeitgesteuert) ein Backup der Inhalte der WordPress Verzeichnisse sowie auch der Datenbank an und speichert das ganze (z.B. als ZIP-Datei) am Webspace, auf einem anderen Server oder in die eigene Dropbox. Praktisch finde ich ich, dass ich nicht die Sicherung von Dateien und Datenbank extra anstossen muss, sondern alles in einer ZIP-Datei im Notfall wiederfinde.

    Broken Link Checker

    Broken Link Checker von WPMU DEV

    Nicht nur, dass dieses Plugin all meine Seiten danach überprüft, ob ein Link in einem Blogtext ins Leere geht. Gleichzeitig prüft das Plugin, ob die nicht mehr vorhandene Seite im Webarchiv gespeichert ist – siehe mein Artikel zur Wayback Machine. Wenn ja, dann kann man mit einem Klick – direkt im Plugin – den vorhanden Link durch einen auf die Seite in der Wayback Machine ersetzen.

    Contact Form 7 und Honeypot

    Contact Form 7 von Takayuki Miyoshi

    Das Plugin ist sehr mächtig und ermöglicht alles mögliche an Online-Formularen. Eine ganz simple Möglichkeit seht ihr auf meiner Kontakt-Seite. Formulare können auch Upload-Möglichkeiten vorsehen und in Artikel eingebunden werden. Etwaige Einträge erhält man per E-Mail. Und auch hier gibt es viele Optionen, wie denn so eine Mail aufgebaut sein soll.

    Nachdem Antispam Bee nicht mit Contact Form 7 zusammenarbeitet brauchte es dann noch ein weiteres Plugin:

    Honeypot for Contact Form 7 von Nocean

    Dieses integriert sich gut in die Nutzeroberfläche von Contact Form und ermöglich weiter unsichtbare Eingabefelder vorzusehen. Gibt ein Bot hier etwas ein, dann ist das der Hinweis auf Spam und man wird nicht über diese Eingabe verständigt.

    Benutzt man den Honeypot nicht, kann das nervig werden, da mit der Zeit immer Bots einem dann Nachrichten über das Formulare schicken.

    Disable/Remove Google Fonts

    Disable/Remove Google Fonts von Fonts Plugin

    Braucht man eigentlich nur, wenn das von einem genutzte Theme Fonts von Google verwendet. Denn das bedeutet, dass meine Seite mit Google bei jedem Nutzeraufruf kommuniziert und somit eventuell ein Tracking meiner NutzerInnen möglich macht. Das Plugin schaltet diesen Aufruf auf und greift auf rein lokale Fonts zu. Dies merkt man an meinem Blog insbesondere daran, dass der Schriftzug im Header „Nur ein Blog“ nicht mehr so schön geschwungen ist. Aber damit kann ich leben.

    Irgendwann übe ich mit Themes und schau, dass ich lokale Fonts direkt im Theme einbaue. Dazu gibt es gute Anleitungen. Dann ist das Plugin überflüssig.

    Easy WP STMP

    Easy WP SMTP von wpecommerce, alexanderfoxc

    Das Plugin ermöglicht über den eigenen Mailserver Mails des Blogs zu verschicken. Das erhöht die Chance, das fremde Mailserver die Mails nicht als Spam identifizieren.

    Google XML Sitemaps

    Google XML Sitemaps von Auctollo

    Search Engine Optimization (SEO) ist ja nicht so mein Ding. Aber das Plugin wurde mir empfohlen, da Googles Suchmaschine angeblich so eine Sitemap meines Blogs sehr gerne hat.

    Limit Login Attempts reloaded

    Limit Login Attempts Reloaded von Limit Login Attempts Reloaded

    Angriffsversuche auf WordPress Blogs gibt es natürlich zuhauf. Da ein wenig Vorsichts- und Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen ist gut. Eine Methode ist ja Brut-Force, sprich eine Vielzahl von Passwörtern zu probieren, bis eines passt. Hier setzt das Plugin an. Gibt es von einer IP-Adresse zu viele Anmeldeversuche mit falschen Zugangsdaten, dann wird sukzessive die Zeit erhöht, bis über die IP-Adresse ein weiterer Versuch erlaubt ist.

    Redirection

    Redirection von John Godley

    Dieses Plugin erlaubt Umleitungen auf andere URLs und identifiziert auch Besuche, die mit falscher URL bei mir gelandet sind (der berüchtigte 404-Fehler). Das ermöglicht darüberhinaus auch z.B. unterschiedliche URLS auf einen Artikel zu verwenden.

    Beispiel ist mein Artikel zum Open Blogging Manifest, der unter nureinblog.at/2747-open-blogging-manifest erreichbar ist. Mit dem Plugin habe ich festgelegt, dass Seitenaufrufe mit nureinblog.at/openblogging auf diesen Artikel umgeleitet werden. Damit lässt sich auch ein simples Short-URL-System für einzelne Artikel einrichten.

    Simple Lightbox

    Simple Lightbox von Archetyped

    Eine Lightbox ermöglicht das Öffnen von Bilder in einem Pop-Up-Fenster und bei einer Bildergalerie das „durchblättern“. Einfach eine Möglichkeit Bilder ansprechender darzustellen.

    Subscribe to Comments Reloaded

    Subscribe to Comments Reloaded von WPKube

    Eine Funktion von der ich überrascht war, dass sie WordPress nicht von Haus aus integriert hat. Mittels Plugin können Nutzerinnen Kommentare abonnieren und das in unterschiedlichen Varianten. Entweder man kommentiert und bekommt dann weitere Kommentare gemeldet. Oder abonniert weitere Kommentare ohne selbst zu kommentieren. Über alle neuen Kommentare wird man per Mail informiert. Das Plugin hat eine Verwaltungsoberfläche, in dem die Abonnenten einsehbar und bearbeitbar sind.

    WP-Matomo Integration

    WP-Matomo Integration von André Bräkling

    Wer wie ich das Statistik-Werkzeug Matomo nutzt, der kann es somit leicht in sein WordPress installieren. Nur der Zugangscode und keine herumfrickeln mit Code-Zeilen in irgendeinem Template-Datei. Außerdem werden im direkt im WordPress Dashboard ein paar Daten aus Matomo angezeigt, wie z.B. die täglichen Zugriffszahlen oder die am meisten aufgerufenen Seiten. Für kleine Anwender wie mich meistens ausreichen. Seit ich das Plugin nutze schaue ich nur mehr selten direkt in die Matomo-Oberfläche.

    WP Accessibility

    WP Accessibility von Joe Dolson

    Das Plugin nimmt ein paar Einstellungen vor um ein Blog zugänglicher zu machen. Ich muss zugeben, dass ich mich noch weiter einarbeiten muss, um alle Konfigurationspunkte zu verstehen und sinnvoll zu nutzen.

    WPS Hide Login

    WPS Hide Login von WPServeur, NicolasKulka, wpformation

    Noch ein weiteres Sicherheitsfeature. Die URL um sich auf WordPress Blogs anzumelden ist an sich immer dieselbe und daher leicht von Bots aufrufbar, die das Blog hacken wollen. Das Plugin ermöglicht diese URL eigenständig zu konfigurieren und eine weitere kleine Sicherheitsschwelle einzubauen.

    WP to Twitter

    WP to Twitter von Joseph C Dolson

    Der Titel besagt schon den Hauptzweck. Das Plugin schickt bei Veröffentlichung eines Beitrags einen entsprechenden Tweet über Twitter aus. Die Einstellungen in diesem Plugin sind ebenfalls vielfältigst in Richtung was, wie und auch getwittert werden soll.

  • Drei Monate mit WordPress

    Ich bin jetzt fast drei Monate mit meinem Blog auf einer WordPress Installation unterwegs. Zeit für einen kurzen Rückblick.

    Ich bin weiterhin am renovieren alter Artikel (Bilder, Links und Einbindung der WayBack Machine, …) und immerhin schon vom Jahr 2020 zurückgehend im im Jahr 2013 angelangt. Dazwischen hüpfe ich auch direkt in frühere Jahre und kümmere mich um Themen, die gerade aufpoppen oder für mich wichtig sind.

    Zugriffe und Kommentare

    Ich wechselte mit Dezember 2020 von robertlender.info auf nur nureinblog.at. Es gab manchen, der meinte, dass der Umstieg auf WordPress UND eine neue Domain mir einen Verlust an Zugriffen bringen würde.

    Ein Blick in die Statistik bestätigt mir das nicht. Vielleicht lag es auch an den häufigeren Artikeln im März, aber die Zahl der Zugriffe blieb gleich und stieg sogar hin und wieder an. Der Blick offenbarte mir auch, dass insbesondere das Thema Onyx Boox etliche LeserInnen zu mir zieht.

    Ich habe es nicht ganz durchgezählt, aber ich hätte den Eindruck, dass sich die Zahl der Kommentare seit dem Umstieg ebenso erhöht hat. Das wird wohl nicht an WordPress liegen, oder? Wie auch immer, dieses vermehrte Salz in der Blogsuppe freut mich natürlich sehr. Denn ich interagiere gerne mit meinen LeserInnen.

    Was fehlt

    Was noch länger fehlen wird ist ein Blog, in dem alle Artikel wieder optisch gut aussehen, alle Links funktionieren,… das wird noch ein wenig dauern.

    Mit der Frage, ob ich größere Bildersammlungen hier eröffne, hadere ich noch. Aber es eilt ja nicht.

    Ansonsten läuft WordPress und somit „Nur ein Blog“ aus meiner Sicht sehr stabil. Und das ist gut so.

    Was fehlt sonst? Sagt ihr es mir doch bitte. Was fehlt euch noch hier? Welche Funktionalität oder Angebot hättet ihr gerne?

    Wenn ihr keine Antwort darauf habt, dann könnt ihr mir noch immer Fragen stellen. 🙂

  • Content Strategy Camp 2021 #coscamp2021

    Mitte Februar 2021 schrieb ich „Robert goes Content Strategy Camp„. Gestern, Samstag, 13. März 2021, war es soweit.

    Der Studiengang „Content Strategy“ der FH Joanneum Graz veranstaltete wieder einmal das Content Strategy Camp (coscamp). Der Studiengang ist auch über Twitter @ContentGraz verfolgbar.

    Aber jetzt zu meinen Eindrücken vom CosCamp, dass als Barcamp angelegt war.

    Barcampen wie in Homecomputerzeiten

    Wie so vieles konnte das Barcamp nur rein online stattfinden. Die OrganisatorInnen haben dafür gather.town als Oberfläche gewählt. Schaut mal auf die Website um einen Eindruck von der Oberfläche zu erhalten.

    Grundsätzlich ist gather.town ähnlich aufgebaut wie sie manches Computerspiel der 80er Jahre. Siehe mein Screenshot:

    Oberfläche von gather.town. Kleine Avatar bewegen sich zwischen Räumen

    Vorab. Gather.town ist in Entwicklung und wird wohl in ein paar Wochen, Monaten mehr können.

    Man kreiert (nicht viele Einstellungen möglich) einen kleinen Avatar, mit dem man dann über die Oberfläche (mittels Cursortasten) marschieren kann. Der jeweilige Veranstalter kann dann Gänge, Sessionräume, Pausenräume, kleine und große Besprechungszimmer, Ausstellungen etc. gestalten.

    So begaben wir uns nach der Sessionplanung (die klassisch über Zoom und ein anderes Planungswerkzeug lief) mit unseren Avataren in die jeweiligen Sessionräume. Man kann diese direkt anspringen, aber das wandern mit dem Avatar ist irgendwie klassischer.

    Trifft man unterwegs jemanden, den man ansprechen möchte, ist das kein Problem. JedeR in der Nähe hat die Möglichkeit einen Text-, Video/Audio-Chat mit mir zu eröffnen. Wie im Offline-Leben kann man sich zu einer diskutieren Gruppe dazustellen und schon hört man das Gespräch und kann selbst mitreden.

    In den Sessionräumen ist dann jede für jeden ersichtlich. Im Screenshot seht ihr die Videofenster der im Sessionraum 5 Anwesenden. Wobei man natürlich selbst entscheiden kann, ob man Audio und/oder Video freigibt.

    Ich habe mit einigen darüber geplaudert. Wir fanden diese Lösung viel mehr „barcampig“ als eine reine Zoom-Konferenz mit Breakout-Sessions. Man kann sich einfach auf den Gängen, beim (virtuellen) Buffet, auf einer Terrasse treffen und miteinander ins Gespräch kommen.

    Je nachdem was man als Organisatorin in die Gestaltung investiert (zeitlich als auch teilweise finanziell) kann man so ganze Orte nachbilden und Events, Ausstellungen, Parties, Diskussionsrunden und vieles mehr organisieren.

    Die Session-Planung

    Bei rund 80 Teilnehmenden gab es rund 30 Vorschläge für Sessions. Ich brachte drei Ideen ein und wollte schauen, ob eine davon von Interesse war. Tja, bei 5 Zeitslots und 6 Räumen war dann auf einmal jeder Vorschlag einem Raum und Zeitpunkt zugeteilt.

    Ich hätte natürlich auf mehr Vorschläge von den Teilnehmenden gehofft. Haben wir später auch ein wenig andiskutiert, warum oft wenig kommt. MancheR ist Barcamp nicht gewohnt. Und etliche der Studierenden sind wohl darauf getrimmt, dass sie „Perfektes“ abliefern müssen. Wir hatten schon in einer kleinen Diskussionsrunde vor der Eröffnung (gather.town machte es möglich) die Frage erhalten, ob man auch ohne vorbereite Powerpoint eine Session abhalten könne.

    Was ich vermisste war die kurze Vorstellung (die berühmten drei Hashtags) aller Teilnehmenden. Immerhin konnte aber jedeR Sessionvorschlagende den eigenen Vorschlag kurz präsentieren.

    Die Sessions

    Nachdem ich mit meinen eigenen Sessions eingeteilt war, konnte ich nur zwei anderen Sessions folgen. Eine war eine kurze Einführung zur online collaborative whiteboard platform Miro, die Irene Michl gestaltete.. Die andere hatte das Thema „Besondere Anforderungen an die sprachliche Gestaltung von Text-Content – Gendern und einfache/leichte Sprache“, die Kathi Grelck gestaltete.

    Zum Thema Gender und einfache/leichte Sprache möchte ich noch etwas extra bloggen, daher belasse ich es mal dabei.

    Meiner einer war dann mit drei eigenen Sessions beschäftigt:

    Wann ist ein Blog ein Blog? Brauchen wir all die 100 Plugins etc.? Ein gemeinsamer Versuch bloggen auf das Wesentliche zu reduzieren

    Mich beschäftigt immer wieder die Frage, wieviel Technik, wieviele Features braucht ein Blog? Was macht eigentlich ein Blog aus? Siehe zum Beispiel Plain Blogging.

    In der 30minütigen Session konnten wir nicht alles ansprechen, was wir allein in ein paar Minuten mittels Flinga gesammelt hatten:

    Kleine Sammlung von Elementen, die auf einem Blog zu finden sind .. vom Header, Artikel, Kommentar, bis Impressum.
    Kleine Sammlung in der Session, was denn alles auf einem Blog so an Elementen zu finden ist. Erstellt mit Flinga, ein einfaches Tool, um eigene Gedanken – oder in der Gruppe – zu sammeln und zu strukturieren.

    „Braucht es Bilder für attraktive Artikel?“, war eine Frage. Ja, meinten die anderen und dann kamen gute Gegenbeispiele, wo reine Text-Artikel sehr viele LeserInnen brachten. Es ist wohl so: Je mehr ein Text ein Problem lösen kann, desto eher ist mir der Aufbau egal. Ich bin als Suchende froh, den Text und damit Abhilfe gefunden zu haben.

    Dass sich Kommentare mehr nach Social Media auslagern wurde ebenfalls unterschiedlich kommentiert. Kommentiere ich auf Twitter, dann sorge ich damit für mehr Sichtweite für den Artikel-Link. Und das ist natürlich nett. Andererseits sind Tweets vergänglich, der Zusammenhang mit dem Blog-Artikel verschwindet mit der Zeit. Kommentiert man direkt beim Blog, dann bleibt der Kommentar. Im besten oder schönsten Fall ergeben die Kommentare einen Mehrwert, fügen weitere Informationen hinzu. Kommentare können dann sogar zu Co-Artikeln werden.

    Ich fragte mich, ob ich Kommentare in anderen Blogs auch in meinem Blog dokumentieren sollte, um sie auch für mich zu erhalten. Heinz nutzt sein Blog um über dieses seine Tweets zu dokumentieren. Das ist einerseits eine gute Idee, kann ein Blog aber auch überfrachten – hier sind dann gute Lösungen gefragt, die „klassische“ Blog-Texte und Tweet-Artikel trennen.

    Zeig mir ein interessantes Buch aus deinem Hintergrund

    Hier habe ich ein Konzept aus den Urzeiten der Barcamps aufgegriffen. Jede erzählt jeden über eine interessante App, eine hilfreiche Website, ein gutes Tool,… und so lernen wir wieder einiges dazu. Ein simples Session-Konzept, dass mir schon öfters gute Hinweise gebracht hat.

    Diesmal fiel mir in der Vorstellungsrunde auf, dass viele im Hintergrund ihres Videos ein Bücherregal stehen hatten. Also warum nicht ein gutes Buch rausziehen und dieses vorstellen.

    Ich würde sagen, es funktionierte. So kamen einige Bücher zusammen. Dem Barcamp und den Teilnehmenden geschuldet behandelten natürlich die meisten Werke zu Content Entwicklung und zum Thema texten. Die Links habe ich nicht mit notiert, aber das sollte in der Doku kommen.

    Barcamp Session über Barcamps. Was macht sie besonders?

    Hier trafen wir uns „nur“ in kleiner Runde. Das „nur“ unter Anführungszeichen, denn das Motto von Barcamps lautet doch:

    Die, die da sind, sind die richtigen!

    Wir waren Menschen, die schon seit 2007, 2008,.. Barcamps besuchten.

    Früher hieß es: Jedes Barcamp braucht eine Meta-Diskussions-Session über Barcamps. Über die Fragen, warum Barcamp funktioniert oder nicht funktioniert, wie man es besser bewerben könne, wie man mit „No-Shows“ umgeht. Und natürlich diskutierten wir aktuell die Frage, warum eigentlich so wenige eine Session vorgeschlagen haben. „Früher“ gab es oft einen regelrechten Andrang beim Planungs-Papierwiki, oft versuchte man Sessions zusammenzufasssen und manch ein Vorschlag fand dann doch keinen Platz – oder lagerte sich in die Pausenräume aus.

    Das soll jetzt kein Jammern sein. Zeiten ändern sich. Und schlußendlich müssen sich Barcamps immer fragen, ob das Format so passt. Sind wir noch eine Un-Konferenz, mit wenig Rahmenbedingungen und ganz geringen Einstiegshürden?

    Warum nicht einfach einen Raum zur Verfügung stellen und das war es – also ganz auf Selbstorganisation setzen. Oder mit den Elementen spielen – siehe Mini-Barcamp.

    Wir schwelgten daher einerseits ein bisschen in Erinnerungen, blickten auf das aktuelle Barcamp und überlegten auch, ob Online-Barcamps mehr anstrengen als Offline-Camps. Vielleicht, war wieder mal die Antwort. Bei reinen „Zoom“-Barcamps vergißt man oft auf die Pausen, auf das auslassen von Sessions um mit Menschen anderweitig zu reden. Gather.town ist da ein wenig besser, weil man wirklich räumlich unterwegs ist und sich auch ganz bewusst außerhalb von Sessionräumen aufhalten und treffen kann.

    Dokumentation

    Soweit ich es mitbekommen habe, wird es eine Dokumentation zum CosCamp geben. Vorerst könnt ihr ein paar Eindrücke über Twitter mit den Suchworten #coscamp oder #coscamp2021 einhalten. Dort finden sich auch einige Screenshots zu den „Barcamp-Räumen“ (auf gather.town).

    Schlussworte

    Gestern sandte ich noch einen Tweet in Richtung #coscamp2021 ab. Weil jemand meinte, es wären schöne Schlussworte für diesen Tag, möchte ich sie hier auch am Schluss anbringen.

    Vorab aber herzlichen Dank an die Organisatorinnen, Sponsorinnen (Männer sind mitgemeint) und Teilgebenden (also alle, die dabei waren) für das Content Strategy Camp Graz 2021. Es war ein interessantes Barcamp. Ich bekam einige Anregungen, konnte mit Menschen ins Gespräch kommen. Es hat mir wirklich gut getan.

    Und nun mein Eigenzitat:

    Konstruktives, inspirierendes, kreatives und vielfältiges. Das ist für mich Content, den die Welt braucht 🤗 Und manchmal auch einfach schönen Blödsinn 😊

    Robert Lender auf Twitter
  • Österreichisches Pressebüro zu Heinz Conrads

    Da bin ich mitten im Content Strategy Camp und dann erwähnt jemand Heinz Conrads. Jemand anderer schickt mir einen Link zum Artikel „Heinz Conrads / Was gibt es Neues?“ der Redaktion Österreichisches Pressebüro.

    Heinz Conrads ist an vielen Ecken zu finden 😊

  • Für Gast-Spam zahlen

    Dass ich immer wieder seltsame und dubiose Mails bekomme, in denen mir ein Gastartikel angeboten wird, der auf ein anderweitiges Angebot verweist, bin ich schon gewohnt. Hier handelt es sich um Spam und sonstiges.

    Aber die neuen Mailtexte sind besonders dreist:

    I am asking you to publish the guest article on your blog nureinblog.at, Which is related to gambling sites. If you interested to post an article on your site, How much you offer?

    Jetzt will man mir nichts mehr für einen solchen „sponsored post“ zahlen. Nein, jetzt soll ich selbst dafür zahlen.

    Entweder beherrschen die Spammer Google Translate nicht oder sie glauben wirklich, dass …

    Wie auch immer. Ich freue mich immer, wenn ich einen Gastartikel veröffentlichen darf. Aber der muss in mein Blog passen und ich zahle auch nichts dafür, außer dem Link zur AutorInnenseite.

  • Onyx Boox Nova 3 Color angekündigt

    Heute Nacht hat Onyx das Boox Nova 3 Color eInk Tablet vorgestellt.

    Schaut euch auf der verlinkten Seite einfach das Video an, dann wisst ihr, wie Farbe und eInk in einem Tablet funktionieren.

    Auch wenn die Qualität der Farbdarstellung wohl nicht mit einem iPad und Co. gleichzusetzen ist. PDFs mit farbigen Diagrammen und Tabellen oder Comics sind damit sicherlich besser lesbar. Auch wer den „Notizblock“ seines Boox für Zeichnungen verwendet, kann mit Farbe etwas anfangen. Auch so manche technische Skizze etc. bekommt damit Mehrwert.

    Das Nova 3 ohne Farbdisplay bleibt weiterhin im Angebot, wie (vorerst) auch das Nova 2.

    Vergleiche ich das Nova 3 und das Nova 3 Color anhand der technischen Spezifikationen zeigt sich unter anderem:

    • Die Auflösung im Nicht-Farb-Modus bleibt dieselbe.
    • Die Hintergrundbeleuchtung dürfte anscheinend beim Color nicht mehr den bernsteinfarbenen Modus verwenden sondern nur mehr allein den eher bläulichen.
    • RAM (3 GByte) und Speicher (32 GByte) sowie Akkukapazität bleiben dieselbe. Ob das Color mehr Strom verbraucht wäre aber noch zu hinterfragen.
    • Dimensionen und Gewicht sind ebenso identisch.

    Firmware V 3.1

    Das Color kommt mit der neuen Firmware 3.1, die aber wohl die älteren Boox Geräte ebenso nachgerüstet bekommen. Im zweiten Teil des Promo-Videos zum Color wird auch die neue Firmware vorgestellt und dabei auch immer wieder Bezug auf Geräte ohne Color-Display genommen.

    Wer Unboxing Videos mag, das gibt es auch noch auf dem Onyx Boox Youtube Kanal.

  • Und dann ging ich mit der APA ins Internet

    Kaum hatte ich eine E-Mail Adresse wollte ich doch das „richtige“ Internet, das World Wide Web, ausprobieren.

    Da kam ein Schreiben der Austria Presse Agentur (APA) gerade recht:

    Die APA bot damals über APA-Net auch Privatpersonen einen Zugang zum Internet an. 250 Schilling waren damals nicht wenig Geld für mich. Heutzutage wären dies umgerechnet rund 20 Euro (ohne Inflation).

    Aber lest mal, was ich dafür bekommen habe:

    Sie haben vollen Internet-Zugang mit einer freien Nutzungszeit von 16 Stunden Nacht-Tarif oder 8 Stunden Tag-Tarif. Der Nacht-Tarif läuft von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Selbstverständlich bekommen Sie Ihre eigene, weltweit gültige Internet-Mail-Adresse.

    Ja, damals war man nicht einfach online. Außerdem kostete Zeit online auch noch Telefonkosten, da man über ein Modem und die Telefonleitung online ging.

    Damals war noch die Zeit, wo man Programme hatte, die z.B. alle Beiträge aus einem Forum (im sogenannten Usenet) auf den PC luden. So konnte man dann offline in Ruhe alles durchlesen, Antworten schreiben. Danach ging man online und lud die Antworten hoch.

    Ja, so war das damals.

    Leider habe ich viele Belege aus der damaligen Zeit nicht aufgehoben. Und Scanner hatte ich damals auch noch nicht. So ist leider vieles an meiner Online-Geschichte nur mehr blasse Erinnerung.

  • Meine erste E-Mail Adresse

    Fundstück. Am 11. Februar 1995 füllte ich mein Anmeldeformular für „magnet“ aus (siehe nachstehender Screenshot). Magnet war ein Online-Provider. Über ein spezielles Programm (First Class Client) konnte man sich per Modem in die Magnet-City einwählen. Das war eine grafische Oberfläche, die unterschiedliche Foren repräsentierte. Hier konnte man mit anderen diskutieren und auf unterschiedliche Dienste zugreifen. Noch nicht das große World Wide Web, aber ein Vorgriff

    Was Magnet bot, war eine echte E-Mail-Adresse, mit der man eben weltweit kommunizieren konnte.

    Im Jahr 1997 meldete Magnet 15.000 Kunden. Dabei war magnet einer der Großen in Österreich. Das sagt einiges über die Online-Welt in diesen Jahren.

    1998 wurde magnet dann aufgekauft.

    Irgendwann recherchiere ich mal meine eigene Online-Geschichte …

    Anmeldeformular beim Online-Dienste Anbieter "magnet"
  • Synchronisation von PDAs mit einem modernen Rechner dank WINE

    Dies ist ein Gastbeitrag von Christoph. Er sammelt PDAs und bloggt darüber unter nasendackel.de und newtonhonk.de.

    Danke Christoph, dass du mir Text und Fotos zur Verfügung gestellt hast. Es freut mich besonders, nach so vielen Jahren wieder etwas zum Texas Instruments Avigo 10 veröffentlichen zu können. Und jetzt zu Christophs Text.

    Christoph: Synchronisation von PDAs mit einem modernen Rechner dank WINE

    Verschiedenartige Personal Digital Assistants

    PDAs (Personal Digital Assistents) waren die Großeltern der Smartphones: Kleine Geräte für unterwegs zur Verwaltung von Terminen und Kontakten. Viele von Ihnen erlaubten es auch, dass die ein oder andere App installiert werden konnte.

    Eine Gemeinsamkeit hatten sie (zumindest die Modelle aus den 90er Jahren) alle:

    • Sie benötigten eine eigene Software auf dem PC zur Synchronisation.
    • Sie hatten eine serielle Schnittstelle.

    Beides erschwert die Nutzung mit modernen Rechnern, allerdings kann man mit ein paar Tricks (und der passenden Hardware) die Verbindung ermöglichen.

    Problem 1: Die serielle Schnittstelle

    Kein moderner PC oder Mac hat noch einen serielle Schnittstelle (COM).

    Lösung 1: USB-auf-Serial Adapter

    Diese kosten zwischen 10 – 15€ und sind in jedem Online-Shop zu finden.
    Unbedingt darauf achten, dass es ein FTDI Chipset ist. Dieser wird von allen modernen Systemen unterstützt und es muss kein Treiber installiert werden. Ich nutze ein FTDI-FT232RL Kabel.

    Serieller Stecker

    Problem 2: 16-Bit Windows Software

    Es gibt für manche PDAs dank ihrer Beliebtheit auch Software für aktuelle 64-bit Betriebssysteme. Bestes Beispiel ist hier das MessagePad von Apple, das dank NCX selbst mit macOS Big Sur noch verbunden werden kann. Auch für Palm-PDAs gibt es noch Möglichkeiten.

    Für die meisten PDAs muss aber die Original-Software verwendet werden. Da diese meist 16-bit Windows Software ist, läuft diese entsprechend nicht mehr.

    Lösung 2: Wine

    Wine biete eine Kompatibilitätsschicht für Windows-Anwendungen auf POSIX-Betriebssystemen. Es ist somit kein Problem, eine alte 16-Bit-Software auf einem 64-bit Unix oder Linux starten.


    Anwendungsbeispiel: Synchronisieren des TI Avigo 10 mit Fedora Linux 33

    Der TI Avigo 10 ist ein PDA von 1997, der damals eine kleine aber rege Nutzergruppe hatte, allerdings heute etwas in Vergessenheit geraten ist. Dank Wine darf er sich nach 20 Jahren mal wieder mit einem PC verbinden.

    1) Hinweise zu Beginn

    Ich nutze Fedora Linux 33 auf einem Macbook Air von 2012. Die Anleitung basiert auf diesem System. Grundsätzlich sollte es aber auch unter Ubuntu oder macOS ähnlich geben. Auf dem Mac sollte man nur darauf achten, dass man z. B. mit Homebrew wine64 installiert (ich habe dies aber nicht getestet). Grundsätzlich an dieser Stelle der Hinweis: Ich bin kein Profi. Alles was ihr hier nach macht, macht ihr auf eigene Gefahr.

    2) Installation von Wine

    Als erstes installieren wir im Terminal mit yum wine (unter Debian/Ubuntu apt-get).

    sudo dnf install wine 

    3) Installation des Avigo Managers

    Entweder man hat noch die Original Installations-CD oder man sucht bei archive.org danach.
    Geht anschließend mit dem Terminal in das Installationsverzeichnis und startet die Installation des Avigo Managers:

    wine SETUP.EXE

    Die Installation läuft durch und der Avigo Manager kann über das Startmenu von GNOME gestartet werden.

    WINE Menü

    4) Vorbereiten der Seriellen Schnittstelle (COM1)

    Der Avigo Manager möchte über die COM1-Schnittstelle mit dem Avigo kommunizieren. Diese gibt es aber auf dem Rechner nicht mehr.
    Nach Anstecken des FTDI-Adapters steht aber /dev/ttyUSB0 zur Verfügung.
    Folgender Befehl im Terminal sagt dabei Wine diese Adresse als COM1 zu verwenden:

    ln -s /dev/ttyUSB0 ~/.wine/dosdevices/com1

    Nun benötigen wir noch Schreibrechte auf dieser Schnittstelle. Eure Benutzer muss dazu zur Gruppe dialout gehören. Leider hatte dies unter Fedora Linux keine Erfolg, so dass der nächste Schritt eine nicht ganz saubere Lösung ist. Ebenfalls muss dieser Schritt immer erneut ausgeführt werden, sobald der Adapter erneut angesteckt wird. Für Anregungen / Hilfe wäre ich dankbar.

    sudo chown BENUTZERNAME: /dev/ttyUSB0

    Ersetzt an dieser Stelle BENUTZERNAME durch euren User.

    5) Synchronisation des Avigo

    Nach dem Starten des Avigo-Managers können wir nun wie im Jahr 1997 mit dem kleinen Gerät kommunizieren.

    Software Avigo Manager mit Anzeige eines Bilds