Monat: Juli 2020

  • Twitter, Facebook oder Instagram

    Vorab. Das ist keine repräsentative Umfrage oder ähnliches. Aber vielleicht eine Möglichkeit des Reflektieren.

    Twitterumfrage

    Vor einigen Tagen habe ich auf Twitter eine Umfrage gestartet bzw. abgeschlossen:

    Die Frage lautete:

    Wenn ihr nur einen der Dienste weiter verwenden könnt, welcher wäre es?

    Aufgelistet habe ich

    1. Twitter
    2. Facebook
    3. Instagram
    4. Ein anderer …
    Frage "Wenn ihr nur einen Dienst weiter verwenden könnt, welcher wäre es...", 276 Stimmen - 80 % Twitter - 6 % Facebook - 9 % Instagram - 5 % Andere


    Bei 276 Teilnehmenden haben sich immerhin 80 Prozent für Twitter entschieden, 9 Prozent für Instagram, 6 Prozent für Facebook und 5 Prozent für etwas anderes. Zu letzterem kann ein Kommentar, der auf Mastodon, Diaspora und Friendica Hinweis.

    Facebookumfrage

    Jemand anderer meinte, dass die gleiche Frage auf Facebook wohl anders aussehe.
    Nun, denn. Ich habe die Frage auf Facebook gestellt. Hier gab es jedoch nur die Möglichkeit, dass Menschen per Kommentar antworten. Immerhin kamen hier auch rund 40 Kommentare zustande. Die Meinungen waren dabei recht unterschiedlich.
    Ich hätte jetzt keine eindeutige Tendenz Richtung Facebook gesehen. Auch hier wurde Twitter und Instagram genannt, ebenso Discord, LinkedIn und Reddit.

    Es strengt an

    Immer wieder kam der Hinweis, dass man Twitter oder doch lieber Facebook wolle, weil in der jeweils anderen Timeline nur mehr irrelevantes auftaucht, es gehässig werde, etc. etc.
    Irgendwie hätte ich auch rausgelesen, dass manchen das mehrgleisige posten und lesen einfach zu anstrengende wird.

    Was ist (mir) wichtig

    Ginge es um Infos, um den schnellen Austausch, um ein wenig Spass zwischendurch, aber auch den Kontakt mit vielen netten Menschen, dann würde ich Twitter sagen.


    Was ich dabei verlieren würde, wäre der Kontakt zu Menschen, die nicht so social media affin sind und für die halt Facebook ihr Markplatz ist in dem sie hin und wieder (oder öfter) unterwegs sind, weil da halt alle zu treffen sind.
    Glücklicherweise geht es nicht um ein entweder oder. Meine kleine Umfrage hat mir aber gezeigt, dass ich immer wieder reflektieren sollte, wofür ich welchen Kanal verwende und dass ich nicht in jedem sehr präsent sein muss.

    Nicht alles gehört überall hin. Daher habe ich auch das cross posten schon zum größten Teil aufgegeben. Nur bei Inhalten, die mir sehr wichtig sind teile ich die noch in vielen Diensten.

  • Projekt *.txt – Das Buch ist da!

    Von 2015 bis 2018 lief ein wunderbares Projekt: *.txt (siehe die Projekt-Website). Jeden Monat wurde ein Wort gepostet und jedeR, die/die wollte konnte einen Text dazu schreiben.

    So simpel, so anregend war es für mich. Einen Rückblick könnt ihr unter Projekt *.txt 2015 – 2018 | Nur ein Blog lesen. Alle meine Beiträge sind unter Nur ein Blog | Artikel mit Tag projekttxt versammelt.

    Das Projekt wurde 2015 von Dominik Leitner gestartet. Später stieg dann Katharina Peham ein und führte das Projekt alleine zu Ende.

    Nunmehr gibt es einen krönenden Abschluss. Vor ein paar Tagen ist die „Anthologie Projekt*txt“ erschienen. Sie versammelt eine Vielzahl der Beiträge aus den vier Jahren und damit auch ein große Bandbreite von AutorInnen.

    Was mich besonders freut ist, dass auch ein Beitrag von mir in dem Buch zu finden ist: Hoffnungsschimmer

    Das Buch gib es als ePUB zum download um 99 Cent oder gedruckt als Softcover um Euro 14,99.

    An dieser Stelle nochmals Danke an Dominik für die Idee und Katharina für den feinen Abschluss eines schönen Literaturprojekts.

    PS: Ich habe noch immer vier Wörter, zu denen ich noch nichts geschrieben habe. Sobald die Worte fließen findet ihr dazu Artikel in meinem Blog.

  • Onyx Boox Nova 2 – Eindrücke #4 – neue Firmware

    Mitten im schreiben eines neuen Artikels über meine Eindrücke zu meinem eReader Tablet von ONYX BOOX kommt eine neue Firmware V2.3. daher, die ich natürlich gleich installieren musste.

    Nachfolgend zwei Dinge, die mir besonders aufgefallen sind.

    Calendar Memo App

    Das ist eine neue App auf meinem Boox. Und sie könnte sich als recht praktisch erweisen.

    Man bewegt sich in einem Kalender. Für jeden Tag sieht man die Notizen, die man angelegt oder bearbeitet hat und kann diese direkt aufrufen. Ebenso werden die Bücher bzw. Dokumente angezeigt, die man im im Onyx eigenen Reader geöffnet, gelesen bzw. bearbeitet hat.

    Als praktisch erweist sich, dass man nach dem Ausstieg aus einer Notiz oder dem Reader wieder in der „Calendar Memo App“ landet.

    Ebenso lassen sich für jeden Tag kleine Notizen anlegen. Das Feld ist klein und hat damit eher Post it Niveau. Dafür kann man mehrere dieser Notizen pro Tag schreiben. Die jeweils aktuelle Notiz kann man auch als Screen Saver anzeigen lassen. Praktisch somit für etwas, an das man sich erinnern möchte. Die Notizen lassen sich auch an zukünftigen Tagen eintragen.

    Ebenso kann man einzelne Notizen per Mail versenden. Dazu muss man aber den Onyx Account aktivieren. Das hat bei mir noch nicht geklappt (und muss jedeR überlegen, wie weit man Onyx da vertrauen möchte).

    Die App lässt sich (wie alle anderen installierten Apps auch) auf den „Navi Dot“ legen und ist somit aus jeder Anwendung mit zweimal tippen erreichbar.

    Doppeltipp

    Im Reader kommt eine neue Funktion hinzu. Der Doppeltipp mit dem Finger. Schreibt man mit dem Stift in ein Dokument, tippt dann doppelt mit dem Finger, wird die Handschrift analysiert und als Text dargestellt. Leider kann man einmal erkannten Text nicht nochmals zurückwandeln. Auch eine Möglichkeit zur Korrektur habe ich noch nicht entdeckt.

    Praktischer ist ein weitere Funktion. Kreis man mit dem Stift eines oder mehrere Wörter ein, tippt dann doppelt mit dem Finger (kann man auch erst später machen), werden die Wörter markiert. Diese kann man umfärben, unterstreichen oder auch mit einem Kommentar versehen. Funktioniert nicht immer, aber der Ansatz ist gut und wird hoffentlich noch weiter entwickelt.

    Ähnliches geht mit gezeichneten Kreisen, Vierecken oder Dreiecken im Reader. Doppeltipp mit dem Finger und schon werden das perfekte Kreise und gerade Seiten.

    Mehr zum Update

    Wer mehr wissen möchte, der kann auch First impression on the latest Boox firmware 2.3 for Note 2 | by Hazington | Medium lesen.

    Die vollständige Liste aller Neuerungen und Änderungen gibt es bei im BOOX Firmware V2.3.1 Changelog (Update: Onyx hat die älteren Blogbeiträge leider ausgeblendet.).

  • Mabacher – ungebrochen DER FILM

    Im Jahr 2019 starb Martin Habacher (siehe Danke, Martin Habacher (@mabacher).

    Knapp danach kam der Film „Mabacher ´#ungebrochen“ ins Kino. Ich war bei der Premiere dabei. Es war eine gute Erinnerung an Martin, der eigentlich dabei sein sollte.

    Und zu meiner Schande habe ich zwar getwittert, aber nie über den Film geschrieben. Wer ihn erstehen möchte (und er ist es wirklich wert), der kann die DVD über den Falter-Shop erstehen.

    Nachstehenden Text habe ich eigentlich für ein anderes Magazin geschrieben. Aber er ist in der Form nie erschienen. Und daher möchte ich ihn wenigstens hier platzieren und wieder einmal an Martin erinnern.

    Damals schrieb ich:

    Wenn von behinderten Menschen berichtet wird, dann meistens mit einer Vielzahl von Klischees. Oder sie werden als leidende Menschen dargestellt.
    Martin Habacher wurde mit Glasknochen geboren und saß alsbald im Rollstuhl. Mit „#mabacher – ungebrochen“ gibt es nun einen faszinierenden Dokumentarfilm über Martin und seinen Weg vom Heim in ein selbstbestimmtes Leben als Social Media Berater. Der Film begleitet Martin in seinem Alltag und zu früheren Lebensstationen.

    Martin Habacher wird mit der Glasknochenkrankheit geboren. Seine Kindheit und Jugend ist geprägt von Krankenhausaufenthalten. Martin kann nicht gehen, sitzt im Rollstuhl und kommt in ein Heim. Das wäre in vielen Fällen das Ende der Geschichte. 

    Martin gibt nicht auf. Er zieht allein nach Wien, sucht sich Assistenten und baut sich selbst als Marke auf: @Mabacher. Er dreht Videos über seinen Alltag, über Barrieren und wie man sie beseitigen kann. Er lernt Social Media als Weg kennen seine Anliegen zu verbreiten. Und er wird Social Media Berater. Über sich selbst schrieb er auf seiner Website:

    „Ich bin ein Blogger. Ich bin ein Werber. Ich bin ein Filmemacher. Ich bin ein Kommunikator.“

    Und er nennt sich selbst der „kleinste Youtuber Österreichs“.

    Mit „Mabacher #ungebrochen“ kommt nun ein Film über Martin auf DVD in den Handel.

    Martin nimmt uns mit in sein altes Heim, lässt Freunde und Bekannte aus ihren Erinnerungen erzählen. Die Dokumentation zeigt uns keinen leidenden behinderten Menschen und auch keinen Heiligen. Es ist der Mensch Martin Habacher mit Kanten, mit den Momenten der Traurigkeit und dem ihm ganz eigenen Humor.

    Er zeigt uns ganz besonders warum es noch immer einen weiten Weg in Richtung Inklusion gibt und dass es engagierte Menschen braucht, die immer den Finger in Wunden legen. 

    Der Film macht nachdenklich. Schon in der ersten Minute, wenn man Martin wortlos zusieht wie er mühevoll eine Wasserflasche öffnet. Er gibt Mut, dass es viele Wege gibt mit den eigenen Unzulänglichkeiten umzugehen. Und es macht Spaß, wenn man Martins humorvollen Betrachtungen der Welt folgt.

    Der Film bietet uns auch Einblicke in die Lebensecken eine Menschen, die man bei behinderten Menschen oft ausklammert: Beziehungen und Stuhlgang.

    Für Audiophile. Die gesamte, spärlich eingesetzte, Filmmusik besteht aus einzelnen Geräuschen des elektrischen Rollstuhls von Martin. 

    Martin konnte die Premiere des Films nicht erleben, er starb kurz zuvor.

    Daher ist dieser Film auch ein Vermächtnis für mehr Toleranz und Mut und bleibt dabei immer fern von Pathos.

  • Experiment „Go Apple“

    Im Jahr 2005 bin ich von Windows in die Apple Welt gewechselt und habe mir einen Mac Mini zugelegt. Dann kamen das iPhone, das iPad und schlußendlich die Apple Watch.

    Man kann vortrefflich diskutieren, und es tun auch viele, ob dieser „Closed Garden“ von Apple gut ist. Aber er hat mir auch viele Vorteile gebracht: einfacher Datenaustausch, gutes Zusammenspiel aller Geräte etc.

    Apple bietet auch einiges an Apps an, mit denen man den Alltag bestreiten kann: Mail, Fotos, Notizen, Erinnerungen, … Nicht alle davon nutze ich. Bei einigen liegt es daran, dass sie vor etlichen Jahren noch nicht ausgereift waren und ich einfach andere Produkte gefunden habe.

    Das Experiment

    In den nächsten Monaten möchte ich jedoch ein kleines Experiment starten. Ich sollte eigentlich besser Experimente schreiben, da es sich da und dort auswirken wird.

    Die Fragestellung lautet. Welche meiner Anwendungen von Drittanbietern kann ich durch Apps von Apple ersetzen bzw. durch einzelne Funktionen, die Apple anbietet.

    Warum ich das mache. Einerseits weil ich seit Beginn der Computer-Ära in meinem Leben immer wieder gerne neues ausprobiere. Andererseits merke ich, wie ich mich dann immer wieder auf zig Apps verzettele und von jeder nur einen Bruchteil anwenden kann, weil ich mich nie vertieft hineinarbeite.

    Offener Ausgang

    Vielleicht werde ich am Schluss dieses Experiments auch sagen: Nein, danke. Ich bin mit Evernote, Todoist etc. sehr zufrieden und zahle dafür auch gerne weiter.

    Schauen wir mal.