Monat: Februar 2017

  • Barcamps menscheln

    Jetzt erst entdeckt. Jasmin schreibt über ihr erstes Barcamp, das Literaturcamp heidelberg in zwei recht umfangreichen Artikeln

    Jasmins Schilderungen sind vielfältige Eindrücke über die einzelnen Momente auf einem Barcamp. Vorbereitung, Pausen, Sessions, Gespräche,…

    Was sie besonders gut zeigen ist, dass es beim Barcamp um Menschen geht. Man kommt in Kontakt, man redet, man tauscht sich aus. Man lacht gemeinsam, ist nachdenklich, diskutiert miteinander. Man erlebt skurriles und einfühlsames mit anderen.

    Genau das ist es, was ich selbst so positiv finde an (guten) Barcamps. Es ist eine intensive Zeit des Austauschs. Ich bin danach so voll von Eindrücken, Ideen, Gesprächen,…

    Jasmin zeigt dies auch in ihren Dankesworten im Teil 2. Hier stehen in fast allen Punkten Menschen und die Interaktion im Mittelpunkt.

    Barcamp als Ort der Begegnung.

  • Serendipity ist schnell …

    Matthias hat auf Twitter auf einen Artikel hingewiesen: Serendipity (s9y) vs WordPress | Ladezeiten. Carsten vergleicht dabei die Ladezeiten eines WordPress Blogs mit denen von Serendipity.

    Meine Lieblings-Blog-Engine zieht da ganz schön davon.

    Natürlich hängt es immer davon ab, welche Plugins man installiert hat etc. Serendipity/S9y ist halt aufs bloggen spezialisiert während WordPress immer mehr zum allumfassenden Content Management System wird.

  • Wie ich podcaste

    Michaela hat mich gefragt, wie ich den so podcaste.

    Ich bin ein Vollblut-Amateur. Will heißen Low-Tech etc.

    Mein derzeitiges Projekt, das ich zusammen mit Matthias Mees gestalte, heißt S9y Infocamp und wird von uns sehr unregelmäßig bespielt (sorry, meine Schuld). Nachfolgend schildere ich daher meine Erfahrungen damit.

    (mehr …)

  • Online-Werkzeuge für Barcamps

    Die Frage hat mich ereilt, was es denn für Online-Werkzeuge gäbe um damit Barcamps zu organisieren.

    Nun, das wird keine vollständige Liste, sondern nur das, was ich selbst kenne bzw. schon mal ausprobiert habe. Daher ersuche ich euch um Ergänzungen.

    barcamp.at

    Ausgangspunkt in Österreich ist zum einen barcamp.at. Auf diesem Wiki könnt ihr nicht nur euer Barcamp bewerben. Auf eigenen Seiten kann man Infos über das Barcamp platzieren und auch die Anmeldeverwaltung durchführen.

    eventbrite

    Leider wollen immer weniger BarcamperInnen sich so öffentlich eintragen. Daher nutzen etliche Barcamp-Orgas heutzutage Eventbrite, dass für kostenlose Veranstaltungen kostenlos nutzbar ist.

    Sessionliste

    Die Sessionliste (siehe Beispiel Govcamp Vienna 2016 lässt sich ebenfalls über barcamp.at abbilden und danach als Doku nutzen. Eine Alternative ist z.B. eine Sessionliste über eine Google Tabelle – dazu gibt es eine Vorlage für den Sessionplan zu einem Barcamp, die für eigene Zwecke adaptierbar ist.

    Twitter Wall – Social Wall

    walls.io stellt euch eine kostenlose Social Wall zur Verfügung. Eine Exportfunktion liefert nach dem Barcamp eine Gesamtliste aller Erwähnungen des Barcamps. In Ansätzen kann man sich so etwas über IFTTT oder Zapier zusammenstellen.

    Trello

    Beim Blogcamp Graz 2016 verwendeten wir Trello. Einerseits ein nicht öffentliches Board für die Planung. Auf der anderen Seite ein öffentliches Trello-Board. Darüber habe ich unter Das Blogcamp Graz 2016 auf Trello gebloggt bzw. findet man noch immer das Blogcamp Board. Fotos, Umfragen, Texte, Links, Anhänge,… einiges ist möglich. Man kann solche Boards auch für eine gemeinsame Nutzung freigeben bzw. mehrere anlegen – und so auch alle BarcamperInnen mitplanen lassen. Wir haben nur Lesezugriff erlaubt. Ideen, Fragen und Ideen konnte man uns mailen, twittern,… und wir bildeten das im Board ab.

    (Gemeinsame) Dokumentation

    Die Dokumentation haben wir dann in ein Etherpad – einem Online Editor – eingegeben. Natürlich kann man auch GoogleDoc, Dropbox Paper. Etherpad ist aber Open Source und kann man selbst hosten – oder fremd gehostete Angebote verwenden (z.b. pad.okfn.org oder yourpart.eu oder bei anderen).

    Jugendbarcamps

    Das IJAB stellt für Barcamps, die einen gewissen Jugendbezug haben das Barcampstool zur Verfügung, über das Bewerbung, Dokumentation und Anmeldeverwaltung möglich ist. Ich habe das Tool vor einigen Jahren genutzt und kann daher über den jetzigen Stand der Features leider nur wenig sagen.

    Nutze was du hast und kannst

    Es gibt so viele Online-Werkzeuge im Web. Die Frage ist immer, welches Werkzeug kann die Zielgruppe, die potentiellen CampteilnehmerInnen (bzw. Teilgebenden), gut und einfach nutzen.

    • Gibt es Bedenken, sich irgendwo zu registrieren und wenn nicht, welche Daten will der Dienst von mir
    • Wie einfach ist das Werkzeug zu bedienen – ein Wiki ist nicht jederman/frau Sache
    • Funktioniert das auch in der „Hektik“ eines Barcamps. Besonders bei der Doku ist ein einfaches Tool in dem man schnell während einer Session etwas festhalten kann (ohne viel Formatierungs-Schnickschnack) immer von Vorteil
    • Ist es barrierefrei. Gerade bei Online-Werkzeugen ist oft nicht sicher, ob sie auch Menschen mit unterschiedlicher Behinderung nutzen können. Wenn es schwierig ist, ein anderes Werkzeug zu finden, dann biete zumindest an gemeinsam an einer individuellen Lösung zu arbeiten.

    Weitere Ideen

    Gibt es weitere Erfahrungen mit den obigen Tools? Hat jemand von euch noch andere Tools genutzt? Und wie?

    Würde mich über weitere Anregungen und Ergänzungen freuen.

  • 10 Jahre auf barcamp.at

    Gerade beim überarbeiten von barcamp.at festgestellt. Die Seite zeigt mir als Datum der Erstellung meines Profils an:

    2007-02-03T23:29:30

    Das heißt, vor etwas mehr als 10 Jahren habe ich mich registriert und seither mich in viele TeilnehmerInnenlisten eingetragen.

    Derzeit überarbeite ich einige Seiten (u.a. die Startseite) und versuche alles ein wenig übersichtlicher zu gestalten und da und dort aufzuräumen.

    Wer dabei gerne mitarbeiten oder mitdenken möchte – insbesondere was man alles aus barcamp.at so machen kann – der/die ist herzlich beim #teampbarcampat Willkommen.

  • Feeds verwalten by Bernds Rappelkiste

    Bernd hat auf Twitter erwähnt, dass er seine RSS Feeds selbst verwaltet.

    RSS. Kennt ihr das. Wenn nicht, Wikipedia erklärt es euch. Es ist eine wunderbare Möglichkeit neue Artikel von Blogs und anderen Seiten zu sammeln und in einer einzigen App zu lesen bzw. zu verwalten.

    Meiner einer verwendet dazu Feedly und Reeder.

    Bernd hat auf meinen Wunsch hin geschildert, wie er seine RSS-Feed-Sammlung selbst verwaltet.

  • 365 gute Dinge

    Wenn ich all die Schlagzeilen querlese, einige Zeit auf Twitter verbringe und in so manchen Facebook Gruppen eintauche, dann wird unsere Welt immer schlechter. Alles geht bergab.

    So ganz stimmt das natürlich nicht. Es gibt noch immer Menschen, die die Welt verändern wollen bzw. es auch tun. Es gibt noch die erfreulichen Geschichten, die allzu leicht untergehen.

    Diese Sicht auf die Welt möchte uns Dominik Leitner seit 1. Jänner näherbringen. Sein Motto dabei

    Zumindest 1x am Tag ist nicht alles schlecht

    Auf seiner Website 365 gute Dinge präsentiert er täglich eine Nachricht. Nicht Nachrichten wie „Hund rettet Katze und beide die Feuerwehr“. Laut Dominik soll es

    … um Dinge gehen, die für die Menschheit im Gesamten von Bedeutung sind. Entwicklungen, auf die wir in den kommenden Jahr(zehnt/hundert)en noch zurückblicken werden.

    Wer täglich einen kleinen Lichtblick braucht, der/die surfe zur Website, abonniere den Newsfeed, folge auf Twitter,…

    Nach nunmehr einem Monat 365 gute Dinge gibt es bei Dominik ein erstes Fazit.

  • Verhaltensregeln im Netz – Netiquette Guidelines

    Beim Mediencamp 2016 hat Martin Skopal einen interessanten Hinweis gebracht.

    Die Diskussion über Verhaltensregeln im Internet ist nicht erst mit „Hate Speech“ aufgetaucht. Schon in den Urzeiten des Internet gab es die „Netiquette Guidelines“, die RFC1855.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Diese wurden als Verhaltensrichtlinien innerhalb des so genannten Usenet aufgestellt. In den 90ern war das Usenet der Ort für Diskussionen im Netz, aber auch um Bilder und andere Dateien zu posten und auszutauschen.

    Die RFC klingen nach über 20 Jahren in manchem vielleicht ein wenig veraltet. Aber der Kern vieler Aussagen hat noch immer Gültigkeit. Und manches sollte man 1:1 in die Stammbücher aller Social Networks schreiben. Zum Beispiel:

    Remember that the recipient is a human being whose culture, language, and humor have different points of reference from your own. Remember that date formats, measurements, and idioms may not travel well. Be especially careful with sarcasm.

    Zur Erinnerung an die RFC1855 hat Martin die Seite readrfc1855.net eingerichtet, auf der der Text lesbarer (als im Original) dargestellt ist. Vielleicht mag ja jemand mithelfen, den Text auch ins Deutsche zu übersetzen.

    Martin lädt auch dazu ein, den Hashtag #readrfc1855 überall dort zu verwenden, wo es einer Online-Konversation helfen würde, dass die Teilnehmenden ihr Verhalten reflektieren.

    Und für alle, die unbedingt etwas härter formulieren wollen hat die RFC1855 auch einen Hinweis parat:

    Wait overnight to send emotional responses to messages. If you have really strong feelings about a subject, indicate it via FLAME ON/OFF enclosures.

    For example:

    FLAME ON
    This type of argument is not worth the bandwidth it takes to send it. It’s illogical and poorly reasoned. The rest of the world agrees with me.

    FLAME OFF

    PS: Was innerhalb das „FLAME“ natürlich auch nicht jeden Inhalt erlaubt.

    Also, #readrfc1855

  • Projekt *.txt geht weiter

    Dominik Leitner hatte mit dem Projekt *.txt eine wunderbare, inspirierende Idee.

    Jeden Monat gab es ein Wort. JedeR der/die wollte, konnte einen Text dazu schreiben – in welcher Art auch immer. Dominik sammelte diese Texte auf seiner Seite.

    Ich habe gerne mitgemacht. Manchmal fiel es mir leicht, flossen mir die Buchstaben nur so aus den Fingern. Und manchmal haderte ich mit Texten kämpfte um jedes Wort und war unzufrieden. Aber dann war es auch eine Herausforderung, der ich mich gerne stellte. Denn am Schluss stand ein Werk, von mir geschaffen. Wie gut gelungen, dass mögen andere beurteilen – nachzulesen unter dem Hashtag #projekttxt

    Dominik überlegte Ende 2016 ob er das Projekt weiterführen sollte. Siehe da, er tat es. Gemeinsam mit Katharina Peham hat er dazu auch eine eigene Website entwickelt: projekttxt.net

    Und so tippe ich fleissig, hadere und ringe und freue mich daran, etwas aus dem eigenen Kopf heraus zu schaffen. Damit mein Blog nicht nur Technik und Internet im Wortschatz hat.

    Danke an Dominik und Katharina für die Weiterführung.

    Wer mag kann jederzeit einsteigen. Man geht keine Verpflichtung ein. Und ob man seinen Beitrag meldet, damit er ein wenig per Social Media herumgereicht wird, ist jedem und jeder selbst überlassen.

  • nächtelang

    Wieder durch den Tag gejagt.

    Müde Augenlider fallen zu.

    Kein Schlaf.

    Gedanken schweifen frei umher…

    …bis ein Alptraum auch sie gefangen nimmt.


    Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt .txt zum Wort „nächtelang“.