Monat: Juni 2016

  • Alternativtexte für Grafiken

    Man hat ein Foto für seine Website. Barrierefrei wäre es, wenn man das Foto auch beschreibt, also einen Alternativtext erstellt. Aber wie erklärt man ein Foto in ein paar wenigen Worten?

    Jan Hellbusch hat [in einem Tweet](https://twitter.com/2bweb/status/736189869513400320) auf den [Leitfaden: Alternative Texte für Grafiken](https://www.tu-chemnitz.de/urz/www/bf/alt.html) der TU Chemnitz erwähnt.

    Hier findet ihr einige Tipps und Hinweise, was ihr bei Alternativtexten beachten solltet.

  • trüb


    ein trüber gedanke
    legt sich in mein denken
    schleichend
    schleppend
    ein schritt zum sofa
    der wille gibt auf
    der tag hat keine aufgehende sonne
    will nicht enden
    die nacht ohne sterne
    und ohne schlaf
    der gedanke an morgen
    ist die furcht vor übermorgen


    Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt *.txt zum Wort trüb.

  • Was packe ich für ein Barcamp ein?

    Bei hazeleyednerd finde ich Die Barcamp-Packliste (leider nicht mehr erreichbar).

    Hand die eine Tasche hält
    Barcamp Graz

    Sarah listet auf, was man für ein Barcamp so braucht. Dabei unterscheidet sie zwischen Newbie, Nerd und Champion. Nun darüber lässt sich sicherlich diskutieren. Schauen wir uns aber mal die Liste an.

    Die Liste

    Sofern man ein Ticket lösen musste, sollte man das natürlich ausgedruckt oder digital mithaben – nun, auch das Zugticket sollte man nicht vergessen 😉

    Mein Smartphone habe ich natürlich auch immer mit. Fotos machen, auf Instagram und per Twitter teilen. Tweets absetzen und lesen. All das geht am Smartphone wunderbar. Heutzutage kann man sich überlegen, ob man auch ein wenig einen Livestream liefert. Dann braucht es aber auf alle Fälle, den nächsten Punkt.

    Ladekabel (mit Netzteil) und ein Powerakku sind eine gute Idee. Wer viel am Barcamp online kommuniziert dem geht schnell der Strom aus. Nicht immer gibt es genügend Steckdosen (oder nicht an der richtigen Stelle). Wobei – bei manchen Barcamps ist man ein Held, wenn man auch einen Verteiler mitbringt. Für mich allein ist der Powerakku aber mehr als ausreichend. Bei mehrtägigen Barcamps solltest du dich ev. vorher im Hotel über die Anzahl der Steckdosen erkundigen. So eine Nacht ist kurz und Phone, Tablet etc. nacheinander aufzuladen auch nicht immer eine leichte Übung – wer steht schon gern um 3 Uhr in der Früh auf um umzustecken.Sarah schlägt Notizbuch und Stift für die Tasche vor. Wer viel bei einem Barcamp herumläuft ist über jedes Gramm dankbar, dass er/sie nicht schleppen muss. Ein Stift und ein paar Blätter Papier sind schon praktisch – allein schon um jemand eine Notiz weitergeben zu können. So ist ein Päckchen Post-it vielleicht sogar praktischer.

    Ein Wechselshirt um während des Tages nicht zu verschwitzt zu wirken ist mir neu und wäre mir bei mir bekannten BarcamperInnen auch nicht aufgefallen. Muss aber jedeR selbst wissen, ob er/sie so etwas braucht oder als angenehm empfindet. Detto, ob man ein Deo in der Tasche braucht.

    Ja, Kaffee am Barcamp ist unbedingt notwendig 🙂 Manche Barcamps habe da schon Ideen für einen Verkleinerung des Pappbecherkonsums. Einen Coffee-to-go-Becher selbst mitzubringen ist aber auch eine gute Idee (sofern er unter den Auslass der Maschine passt).

    Visitenkarten habe ich immer mit. Kleine, allein mit meinem Foto und einer URL, die auf eine Onlinevisitenkarte (roblen.at/visitenkarte) verweist. Das ist praktisch, da ich auf der Seite jederzeit Daten aktualisieren kann, ohne die Visitenkarte neu drucken zu müssen.

    Das werde ich mir merken: ein paar Minzbonbons um für meine GesprächspartnerInnen angenehmer zu sein. Und hin und wieder hat man auch etwas zum herschenken…

    Einen Laptop hatte ich nur zu anfangs dabei. Aber seit ich mein iPad – somit ein Tablet habe – nutze ich dieses. Das reicht (mit Adapter für das Beamer Kabel) für Präsentationen, macht twittern oft angenehmer. Digitale Notizen lassen sich so auch besser und schneller schreiben als am Smartphone. Fotos am iPhone, plus Instagrammen und den Rest am iPad – verteilt den Stromverbrauch und ich kann mir den Powerakku meistens sparen.

    Eine externe Festplatte hatte ich noch nie mit, jedoch einen USB-Stick in Schlüsselform am Schlüsselbund. Wobei ich diesen nur sehr selten brauche.

    T-Shirts am Barcamp sind ein muss für mich 🙂 Wobei ich schon eine Sammlung mit habe und diesen hin und wieder erweitere. Ein Shirt mit Aufschrift „Barcamper“ oder „I read you blog“ oder „feedreader“ sorgen für ein wenig Aufmerksamkeit, für ein Lächeln und sind Eisbrecher für das eine oder andere Gespräch. Wie Sarah festhält, mein Blog erwähne ich dann, wenn es passt. Und auf einem Barcamp passt es eh sehr oft.

    Lebensläufe habe ich nie mit. Aber ich habe natürlich den Vorteil mich nicht um einen Job umschauen zu müssen. Daher will ich da gar keinen Tipp abgeben.

    Die Tasche

    Was Sarah nicht erwähnt. Eine Überlegung wert ist, welche Tasche ich für das Barcamp verwende. All die oben genannten Dinge will man griffbereit haben, mehrere Fächer sind also nicht schlecht.

    Wenn man viel von Session zu Session läuft, dazwischen öfters in Pausenräumen und Gängen mit Menschen plaudert, dann ist eine Tasche/Rucksack zum umhängen praktisch. Wie schon geschrieben, zählt jedes Gramm. Leicht soll sie auch sein und auch etwas aushalten. Denn sie landet mal auf einem Tisch oder am Boden. Da soll auch dein Tablet etc. halbwegs sicher darin verwahrt sein. So gibt es Taschen mit gut gepolsterten Fächern für die teuren Mobilgeräte.

    Die Bereitschaft

    Was noch wichtiger als das obige ist, ist die Bereitschaft, sich auf ein Barcamp einzulassen. Bring deine Bereitschaft mit, am Barcamp mitzuwirken, zu diskutieren, Fragen zu stellen und für Ideen und Anregungen offen zu sein. Das muss nicht heißen, dass du immer auch eine Präsentation mit dabei haben musst. Aber überlege dir zumindest vorher ein Thema, eine Frage, die du gerne mit anderen diskutieren möchtest. Dann bist du zumindest vorbereitet eine Session zu hosten.

    Und bring drei Hashtags mit. Bei vielen Vorstellungsrunden stellt man sich mit Namen und drei Hashtags vor. So ein Hashtag kann andere anregen dich anzureden. Und du kommst bei der Vorstellungsrunde nicht ins stammeln 🙂

    Was könnte ich noch einpacken?

  • 5 Jahre „Barcampen“ mit täglichen Neuigkeiten

    Ergänzung vom 21.9.2024: paper.li hat schon vor einiger Zeit seine Konditionen geändert. Außerdem bin ich nicht mit auf Twitter. Zwei Gründe warum ich unten erwähntes Angebot eingestellt habe.

    Gerade bemerkt: Vor fast 5 Jahren, am 18. Juni 2011, startete ich die Online-Tageszeitung Barcampen (siehe Artikel Barcampen – Die neue Tageszeitung.

    Täglich werden mittels des Dienstes paper.li automatisiert Tweets, Facebook Einträge, Videos,… zum Thema gesammelt und auf „Barcampen“ dargestellt.

    So ein Dienst ist natürlich nicht perfekt. Aber ich entdecke darüber immer wieder interessante Hinweise. Viele von den letzten Artikeln mit dem Schlagwort Barcamp wären ohne diese Unterstützung nicht entstanden.

    Ihr müsst auf der Seite ein bisschen Werbung ertragen, da ich nur die kostenlose Version von paper.li verwende.

  • Interview mit Barbara Ondrisek – Chatbotentwicklerin

    In letzter Zeit lese ich ich immer öfters von Chatbots. Das sind quasi kleine Programme, die man sich in den eigenen Messenger holt. MIt dem Bot kann man sich mehr oder minder sinnig unterhalten. Dabei soll dieser Bot einen meist bei irgendeiner Frage, einer Tätigkeit mit sinnvollen Rückmeldungen unterstützen.

    Barbara Ondrisek hat mich vor ein paar Tage angeschrieben, da sie gerne ein Voting für ihren Chatbot „Mica, the Hipster Cat“ hätte. Da ich Barbara kenne, habe ich mir den Bot mal angesehen und sie gleich um ein kleines Interview ersucht. Sprich, Barbara bekam ein paar Fragen und schrieb mir die Antworten zurück.

    Und jetzt zum Interview.

    Robert: Kannst du die Funktion deines Bots kurz beschreiben?

    Barbara: „Mica, the Hipster Cat“ ist ein interaktiver Chat(ro)bot, das heißt, dass man mit ihr wie mit einer realen Person in Facebook Messenger schreiben kann. Ein Chatbot (kurz auch „Bot“) ist ein Programm, das möglichst natürlich auf Nachrichten reagiert, sodass es sich wie eine Konversation anfühlt.

    Um mit dem Chatbot eine Konversation zu beginnen, scannt man einfach den Code mit der Messenger-App, schickt eine Nachricht an die Facebook Page oder auf Skype. Das Großartige ist, dass die Suche in allen Städten funktioniert und Lokale weltweit vorgeschlagen werden. Wer seine Location oder den Namen einer Stadt (z.b. „Wien, 1070“ oder „San Francisco“) schickt, bekommt eine Auswahl der besten Cafés und Restaurants in der Nähe zurückgeschickt.

    Die Lokaltipps sind immer auf dem neuesten Stand und die Lokale hole ich mir weltweit aus verschiedenen öffentlichen Datenquellen wie TripAdvisor, Foursquare oder Yelp und suche nach bestimmten Merkmalen, um dem Benutzer die besten präsentieren zu können. Mica, die mit dem Zeitgeist geht, steht hier für Qualität!

    Findet Mica kein schickes Lokal in der näheren Umgebung, wird ein lustiges Katzenfoto oder eine interaktive Frage geschickt, um die Leute zu unterhalten. Man kann auch neue Lokale vorschlagen, indem man „I suggest …“ schreibt. Mica ist auch höflich, denn sie antwortet entsprechend auf ein „Hello!“, „Thank you“ oder „Bye“ und hat grundlegende Konversations-Skills.

    Logo Mica Chatbot

    Warum fokussieren auf einmal einige auf Bots? Sind Apps oder Websites nicht mehr passend?

    Statistiken zeigen, dass die meisten User nicht mehr viele Apps benutzen. Im Allgemeinen werden nur noch fünf Apps regelmäßig verwendet: Email, Browser, SMS, Facebook und dann noch eine weitere Social-Media-App wie WhatsApp, Instagram, Skype oder Messenger. Jene App, in der der Bot funktioniert, ist somit bereits da und wird bereits regelmäßig benutzt.

    Derzeit sehe ich Chatbots als zusätzlichen Kanal, um ein Produkt anzubieten und zu vermarkten. Zudem sind sie interaktiv, was eine interessante, aber natürliche User Experience bietet. Es kann somit gut sein, dass Chatbots ein Game-Changer werden, wie damals die Einführung von Apps.

    Wieso sollte ich z.B. deinen Bot nutzen und nicht ein Empfehlungsportal und seine Suchfunktion?

    Der Vorteil von Bots ist, dass erstens ohne große Hürde viele Leute erreicht werden können. So kann einfach jeder der 900 Millionen Facebook-User oder 300 Millionen Skype-User mit Mica, the Hipster Cat chatten, ohne eine App installieren zu müssen, etwas zu zahlen oder sich zusätzlich zu registrieren.

    Weiters fällt auch das Authentifizieren der Personen weg, da man bereits die Grunddaten einer Person vom öffentlichen Profil kennt. Das wird vor allem für ein zukünftiges Bezahlen mit Facebook ein großes Thema! Außerdem spielt natürlich auch die Usability eine große Rolle, da es viel einfacher ist, einen Text in einem bekannten Programm zu schicken, als eine neue App oder Website „lernen“ zu müssen. Chatbots arbeiten 24/7 und können so bestehende Kanäle ergänzen oder z.B. Callcenter gar ersetzen, was für Unternehmen zu Kosteneinsparungen führen kann.

    Ist ein Bot im eigenen Messenger nicht ein wenig zu eindringend in die Privatsphäre? Schon der Begriff „Bot“ erweckt doch Ängste, dass sich dieser selbständig macht? Dass dieser Kontaktdaten etc ausliest?

    Lediglich der Name wird gespeichert, um eine angenehme UX bieten zu können wie z.B. zu schreiben: „Hello [Vorname]! Nice to see you again“. Mehr nicht.

    _Ebenso mögen manche Bedenken haben, dass sie sich mit einem Bot eigentlich einen Spammer oder ähnliches in den Messenger hereinholen?_

    Spammen wie auch Werbung sind ausdrücklich in den AGBs verboten. Außerdem kann man zur Not Spammer ja auch blocken.

    Sind Messenger Bots aus deiner Sicht ein wirklicher Trend, der Breite erlangen wird oder nur ein Spielzeug für ein paar Geeks?

    Chatbots sind mehr als nur ein Trend! Man denke nur an 2008, als Apple gerade den iOS App Store für iPhone vorgestellt hatte und so die Möglichkeit eröffnet hat, eigene Apps auf das iPhone zu laden. Damals wurden gerade mal 10 Millionen iPhones bis Ende 2008 verkauft und die Unternehmen verstanden (noch) nicht, wozu sie überhaupt eine App brauchen. Heute gibt es Millionen von Apps auf Millionen von iPhones.

    Es tut sich gerade sehr viel in diesem Bereich, denn gerade hat Google auf der Google I/O eine weitere innovativere Chat-Plattform Allo präsentiert. Es gibt ein paar Marktführer wie Facebook/WhatsApp (rund 1 Milliarde monatliche User) oder WeChat (über 700 Millionen Nutzer pro Monat), aber auch Neulinge wie Telegram, Kik oder SnapChat, die in den Markt drängen, weil sie hier großes Potential erkennen. Das vor allem in China verbreitete WeChat ist im Vergleich zu anderen Chatprogrammen eher bereits ein eigenes Ökosystem, mit dem man z.B. auch zahlen kann, und wenn das Bezahlen auf Facebook Messenger weltweit unterstützt wird (derzeit nur USA), wird sich generell der Nutzen dieser Messaging Tools erweitern.

    Das sind gerade sehr aufregende Zeiten, denn es fühlt sich ein wenig so an, eine der ersten Apps zu schreiben, als die App Stores noch leer waren. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach die ersten Chatbots auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen!


    Zu Barbara (Selbstbeschreibung): ist seit +15 Jahren begeisterte Senior Software-Entwickerin und arbeitet größtenteils als Freelancer an Web-Projekten (letztens bei George / Erste Bank) oder baut Apps (z.b. die „LIKE A HIPSTER App“).

    Zu lesen gibt es von ihr unter anderem auf Twitter: @electrobabe

    Porträtfoto Barbara Ondrisek
    Barbara Ondrisek

    Anmerkung vom 3. Jänner 2021: Mica ist leider nicht mehr aktiv. Barbara aber dafür umso mehr.

  • Mein Blog weiß alles

    Der Titel ist ein wenig übertrieben 😉

    [Claudia Jakobi](https://twitter.com/jakobi_claudia) hat mich darauf gebracht.

    Ein wenig stimmt es aber auch. Denn immer wieder suche ich nach früheren Veranstaltungen, nach Ideen, nach Gedanken – und dann finde ich sie in meinem Blog.

    Das Blog als externes Tagebuch, als Sammlung von Gedankensplittern, als … allein schon all meine Berichte von Barcamps, von Aktionen, von anderweitigen Veranstaltungen. Ich kann sie hier immer wieder nachblättern und ihr auch.

    Würde ich sie in irgendein Notizbuch schreiben oder eine App tippen wäre das anders. So stehen sie jedem der mag zur Verfügung. Wenn man weiß, dass man LeserInnen hat, wenn ein wenig positiver Druck da ist, dass man wieder etwas schreiben sollte …

    Ja, dann schreibt man auch all die Ereignisse, Erfahrungen und Ideen nieder, die man aus Faulheit oder Verschieberitis nie in ein Notizbuch geschrieben hätte.

    Andererseits. Auch wenn ihr den einen Bericht nicht lest – für mich kann er fünf Jahre danach nützlich zum nach“blättern“ sein.

    Ich muss dir nicht den Text kopieren und mailen – ich schicke dir einfach einen Link, oder zwei oder drei.

    Und manchmal surfe ich durch mein eigenes Blog und hole mir Inspiration für Neues. Die Aktion, die ich vor fünf Jahren doch nicht durchführte oder die Idee, die ich noch immer umsetzen konnte.

    Das Blog: Tagebuch, Newsletter, Datenspeicher, Kalender, Berichterstatter,… einfach eine Quelle, die man immer wieder nutzen kann.

  • Meine Barcamps – eine 10jährige Geschichte

    Eigentlich stimmt das nicht ganz. Beim ersten Barcamp im deutschsprachigen Raum (es fand im September 2006 in Wien statt), war ich nicht dabei.

    Aber schon das nächste Barcamp in Kärnten im Februar 2007 wurde von mir besucht. Und ich wusste nach dem ersten Tag, warum Barcamps anders sind und warum ich Barcamps wirklich schätze.

    In nächster Zeit werde ich meine alten Blogartikel durchforsten, um ein wenig in der Geschichte der Barcamps bzw. meiner Barcamp-Besuche zu blättern.

    Für diesen Artikel schaue ich mir nur mal an, auf welchen Barcamps ich in den letzten 10 (nunja, 9) Jahren so war – mit ein paar Erinnerungsschmankerln.

    2007

    Das Barcamp Kärnten 2007 habe ich ja schon erwähnt.

    Mit September 2007 gab es mein erstes Barcamp Vienna.

    2008

    Im August 2008 gab es dann das Barcamp Traunsee. Eine kleinere Gruppe, nur ein Sessionraum und damit recht intensiv. Es gab auch die ersten Shirts mit Damen- und Herrenschnitt und ein (einziges) Übergrößenshirt (das absolute Highlight in meiner Sammlung).

    Oktober 2008, das nächste Barcamp Vienna. Da kam auch ein Politiker vorbei, nahm teil, teilte seine Gedanken. Die Session war für viele so interessant, dass nach den 45 Minuten ein freier Raum für eine Zusatzsession gesucht wurde – Barcamp eben. Auch die ersten Firmenvertreter tauchten auf und holten sich Input zu ihren Ideen.

    2009

    Im Februar 2009 gab es mein zweites Barcamp Klagenfurt, im Juni das nächste Barcamp Vienna 2009.

    2010

    Barcamp Graz Mai 2010.

    Beim Barcamp Vienna 2010 gab es den ersten „Barchair“. Martin Habacher setzte Menschen in einen Rollstuhl und interviewte sie.

    Mit dem Mediencamp 2010 gab es für mich das erste thematische Camp.

    Auch das Barcamp Vienna 10/2010 fusionierte mit dem „mobilecamp Vienna“. Und es gab eine legendäre Session zu alleinr.

    Das gov2.0camp 2010 war eine Premiere. Open Government als großes Thema und öffentliche Träger als Mitorganisatoren – und meiner einer als quasi „Barcamp Berater“ :).

    2011

    Das CreateCamp Wien im März 2011 war wieder anders. Denn es ging um Projektideen, die man mitbringen konnte und die wir gemeinsam weiter bearbeiteten. Die einen codeten, die anderen schrieben Texte oder testeten.

    Barcamp Graz 2011.

    CreateCamp Wien mit Schwerpunkten Accessibility & Open Data im Oktober 2011.

    Das Podcast Barcamp im Oktober 2011 stand natürlich ganz im Zeichen des Redens, Hörens und der Technik dahinter.

    2012

    Im nächsten Jahr gab es mein erstes Barcamp Linz 2012.

    Mit dem Parcamp im November 2012 gab es das erste Barcamp zum Thema e-Partizipation, das noch dazu von einem Ministerium ausgerichtet wurde – und meiner einer mittendrin als Teilnehmer und Organisator.

    2013

    Barcamp Linz 2013.

    Im März verschlug es mich zum open barcamp salzkammergut in Vöcklabruck. Wenig Teilnehmer/innen, andere Themen … ein Barcamp, das zeigte wie unaufwendig gute Barcamps sein können.

    Gemäß dem Barcampgedanken übernehmen einige Linzer die Idee des Parcamp und führen im September das Parcamp – DemokrattieReform & Partizipation durch.

    Nicht auf barcamp.at findet sich das Youthbarcamp Vienna, das im Oktober 2013 stattfand. Ein internationales Barcamp mit jungen Menschen, bei dem ich meinen Arbeitgeber vertreten durfte.

    2014

    Barcamp Graz 2014.

    2015

    Barcamp Graz 2015.

    Mediencamp 2015.

    2016

    Beim Barcamp Graz 2016 durfte ich gemeinsam mit Henriette Zirl ein eigenes Subcamp, das Blogcamp, gestalten.

    Fazit

    Stimmt. Meine Barcampfrequenz hat abgenommen. Nun, das liegt ein wenig an mehreren Faktoren:

    • Nicht jedes Barcamp, das mich interessiert, liegt für mich in passenden Zeiten
    • Manches thematische Barcamp ist für mich nicht so interessant
    • Die Zahl der klassischen Barcamps (ohne Themenvorgabe) ist insbesondere in Wien geschwunden

    So jetzt zählen wir aber mal: 25!

    Das heißt für mich 25 mal interessante Menschen, Austausch, neue Ideen und etliche Projekte, die daraus entstanden sind (Webtermine, Accessibility Blogparade).

    Wenn man das „PubCamp“ dazu zählt, wären es sogar 26. Aber das ist eine andere Geschichte…

  • 10 Jahre Barcamp

    In einer Twitterkonversation zwischen @jakobi_claudia, @kigo, @helge, @waltzingmeurers und @rene_kaiser haben wir uns über die Geschichte der Barcamp Idee und über die Website www.barcamp.at unterhalten.

    Und wir kamen drauf, das im September 2016 die Unkonferenz ihr 10jähriges Jubiläum feiert. Am 30. September 2006 gab es das erste Barcamp (Barcamp Vienna) in Österreich und somit auch das erste im deutschsprachigen Raum. Die Seite www.barcamp.at existierte mit 20. Juli 2016 (Danke an Helge).

    So ein Jubiläum muss ich natürlich noch mehr zum Anlass nehmen, die Historie der Barcamps in Österreich für mich persönlich aufzuarbeiten.

    Daher folgt in Kürze: Meine Barcamps – eine 10jährige Geschichte

    Auf alle Fälle gilt: Auf die nächsten 10 Jahre barcampen.

  • Wenn es das Internet (fast) nirgends gäbe…

    Gerade einen Artikel „So schmuggeln Kubaner das Internet auf ihre Insel“:http://www.sueddeutsche.de/digital/digitales-paket-der-woche-so-schmuggeln-kubaner-das-internet-auf-ihre-insel-1.2965708 entdeckt.

    Dabei ist mir mein Artikel aus 2009 wieder eingefallen: „Ein Tag“:/blog/archives/2838-Ein-Tag

    Es gibt eben nichts, was es nicht doch irgendwie gibt …

  • Ein Bild sagt nicht immer mehr als tausend Worte

    Ihr kennt das Foto vielleicht. Jugendliche sitzen vor einem berühmten Gemälde und schauen alle nur in ihr Smartphone. Typisch, das Internet zerstört alles, die jungen Menschen von heute,… all das haben wohl Menschen auf Twitter, Facebook etc. dazu kommentiert.

    Seltsam schon mal, dass Menschen sich immer wieder in sozialen Netzwerken regelmäßig darüber aufregen, dass soziale Netzwerke nicht der richtige Ort … irgendwie ein Widerspruch, oder? Aber, hey, die Menschen, die so etwas posten sind natürlich nur 5 Minuten am Tag im Netz und finden dann genau das eine Foto und posten genau nur diesen einen Kommentar 😉

    Nun, „Mimikama“:http://www.mimikama.at – nebenbei die Nr. 1 in der „Österreichischen Top Blog Liste“:http://www.blogheim.at/topblogs – hat nun über das „Problem mit dem ersten Eindruck“:http://www.mimikama.at/allgemein/die-jugend-von-heute-das-problem-mit-dem-ersten-eindruck/ geschrieben. Es gibt ein weiteres Foto, bei dem die jungen Menschen gespannt auf das Gemälde schauen und anscheinend einer Erklärung folgen. Danach hätten sie die Museums-App ausprobiert, bei der eben das erstgenannte Foto entstand.

    Ich habe das nicht nachrecherchiert bzw. bin jetzt weiteren Links gefolgt. Wie auch immer. Ein Bild vermittelt uns oft ganze Geschichten. Aber diese Geschichten entstehen im Kopf jedes einzelnen. Du siehst ein Lächeln auf einem Foto – für die einen sind die Augen dabei traurig, für die anderen das Lächeln schmerzverzerrt. Du siehst eine Faust und hast deine eigene Assoziation. Du siehst und du siehst dabei viel mehr als auf dem Foto zu sehen ist.
    Und andererseits siehst du eben nicht, was rund um das Foto geschieht, was vorher und nachher geschehen ist.

    Manchmal braucht es auch der Worte, der Erklärung um ein Foto in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Das wissen wir – zumindest viele von uns – aber wir vergessen es bei dem einen Foto immer wieder.

    Vergessen, wenn es gerade in mein Weltbild passt, wenn es das bestätigt, was ich mir eh schon gedacht habe.

    Für Sehbehinderte Menschen muss eine Website für jedes Bild einen „Alternativtext“ bieten. Der Begriff ist ein wenig zweideutig – es geht um die Alternative zum Bild, um eine Beschreibung dessen was man sieht. Wir bräuchten für uns Sehende oft viel mehr Alternativtexte …