Monat: Februar 2016

  • Barcamps: Wo Fragen erlaubt sind

    Stefan Verhey schreibt auf CorBusiness „Warum sind Fragen wichtig, um neue Ideen zu bekommen?“:http://barcamp.corbusiness.de/gute-fragen-gute-ideen/.

    Ja, das kennen wir. Einfach mal die richtigen Fragen stellen um zu einer Problemlösung zu kommen.

    Stefan geht daher auch gerne auf Barcamps, da

    bq. Fragen in einer Gemeinschaft eröffnen Denkwege für alle. Es steigt auch die Wahrscheinlichkeit für viele und gute Ideen.

    In seinem Artikel erwähnt er auch das „Question Storming“:https://experiencinginformation.wordpress.com/2011/11/02/questionstorming-framing-the-problem/ als Möglichkeit an neue Ideen zu kommen. Im Gegensatz zum „Brainstorming“ werden nicht Ideen gewälzt sondern mindestens 50 Fragen zu einem Problem oder ähnlichem.

    Das passt gut zu Barcamps. Denn dort habe ich schon öfters Sessions erlebt, die allein mit einer Frage im Titel starteten. Wenn man „Glück“ hat, dann gibt es in der Session Menschen, die zu der Frage eigene Erfahrungen haben, andere Lösungen probiert haben oder die Frage ganz anders angehen würden.
    Und manchmal tut es auch ganz gut zu wissen, dass sich andere diese Frage auch stellen. Zumindest als erster Schritt. Und den zweiten kann man in einem Barcamp ebenfalls setzen.

  • Barcamps und Netzwerken

    Auf Gründerszene findet sich ein Artikel „5 Grundregeln für das perfekte Netzwerken“:http://www.gruenderszene.de/allgemein/5-grundregeln-netzwerken-spaetschicht.

    Diese gelten meiner Meinung nach auch für Barcamps, insbesondere:

    Es hilft, wenn man weiß, wer bei einem Barcamp so dabei sein wird. (Siehe auch mein Artikel „Barcamps ohne öffentliche TeilnehmerInnenlisten?“:/blog/archives/4055-Barcamps-ohne-oeffentliche-TeilnehmerInnenlisten). So kann man sich schon überlegen, ob man jemanden gezielt ansprechen will, schon vorher eine gemeinsame Session andenkt etc.

    Mehr geben als nehmen ist wohl DIE Grundregel für ein Barcamp. Ich nenne BarcamperInnen daher auch TeilgeberInnen. Schlußendlich kommt man sowieso mit viel mehr zurück als man vorher gedacht hat.

    Und Essenspausen sind gute Gelegenheit um ins Gespräch zu kommen. Einfach in der Schlange die Person vor oder nach dir ansprechen, ins plaudern kommen. Immer wieder habe ich dabei Menschen kennen gelernt und Neues erfahren.

    Also: Barwerken und Netzcampen nicht vergessen.

  • Barcamp: Verständliche Titel helfen

    Insa Künkel schreibt „How to Barcamp – von der Idee zur Session“:http://www.textinsicht.de/blog/how-to-barcamp-von-der-idee-zur-session.html.

    Ihr Tipp:

    bq. Wählen Sie eingängige Überschriften für Ihre Session.

    Das kann ich nur unterstreichen. Bei manchen Barcamps hatte ich zu anfangs 50 Session-Ideen gehört und stand dann vor der Sessionwand und wusste nicht mehr, was das unter manchen Titeln zu verstehen sei. Ihr müsst nicht zeigen, dass ihr unglaublich kreativ seid – ihr könnt zeigen, präzise auf den Punkt zu kommen 🙂

    Problem (und Tipp 2 – jetzt von mir): Wen kann ich jetzt fragen?

    Schreibt auf den Zettel mit der Session-Idee doch Namen (mit Familiennamen, es kann auch drei Karl geben) und/oder Twittername dazu. Dann kann man sich zu der Person durchfragen oder sie antwittern und nachfragen.

    All das erhöht u.a. die Chance, das auch jemand zu eurer Session kommt.

  • Lebe so, als wenn es nicht dein letzter Tag wäre

    Vor ein paar Tagen las ich wieder den Satz

    > Lebe jeden Tag so, als wenn er dein letzter wäre.

    Ich bin froh, nicht jeden Tag so leben zu müssen.

    Nicht, dass der obige Satz auch etwas für sich hätte.

    Aber heißt das jetzt jede Minute des letzten Tages und somit meines restlichen Lebens ganz bewusst zu leben. Jede Minute des letzten Tages und somit meines restlichen Lebens jeder Handlung unglaublich viel Wert bei zu messen.

    Das stelle ich mir einige Zeit recht gut vor. Aber nach einigen Tagen wäre es wohl purer Stress. Ich möchte mich auch mal fallen lassen, „sinnlos“ ein TV-Programm zu schauen – weil ich weiß, dass ich morgen wieder etwas sinnvolles mache.

    Und wäre dies mein letzter Tag und ich wüßte es – ich würde ihn wohl ganz anders erleben wollen.

    Das ist dann nicht Alltag, den ich so leben soll, als wenn es mein letzter Tag wäre. Dann wäre es ein besonderer Tag. Entweder in Angst und Trauer um mein eigenes Leben oder im vollen Genuss dieses einen Tages. Ich würde den Alltag ausblenden, ihn einfach nicht leben. Dieser Tag wäre meinen Lieben gewidmet. Ein letztes kuscheln, ein letzter Kuss, liebe Worte als Erinnerung.

    Nun gut, so etwas sollte man seinen Lieben jeden Tag schenken.

    Aber ich möchte auch so leben, als wenn es nicht mein letzter Tag wäre. Ich möchte planen, ich möchte Ziele verfolgen, ich möchte Träume entwickeln und diese langsam entfalten.

    Vielleicht werden diese an meinem letzten Tag noch nicht realisiert sein. Aber vielleicht leben sie in den Gedanken , in den Erinnerungen anderer fort, entwickeln sich und werden Wahrheit.

    Und würde ich so leben, als wenn jeder Tag mein letzter. Was wäre das dann. Jeder Tag der selbe Versuch ein Leben abzuschließen. Jeden Tag, bis dieser Satz nur ein Trott, nur ein stumpfes abarbeiten von Sinn und auf das Wahre fokussieren ist.

    Daher probiere ich jeden Tag etwas Neues. Mal den Augenblick genießen, mal nicht an den nächsten Tag denken. Am nächsten Tag lange voraus planen, von neuen Ideen träumen.

    Eine Aufgabe im Leben haben, die nicht heute endet.

  • Warum ich ein BlogCamp mitveranstalte

    Logo Blogcamp Graz 2016

    Beim Barcamp Graz 2016 wird es erstmals ein „Blogcamp“ stattfinden. Gemeinsam mit Henriette Zirl hosten wir dieses.

    Für mich war es keine Frage beim Blogcamp mitzuwirken. Hier ein paar der Gründe:

    • Bloggen macht mir seit Jahren Freude. Ich habe dadurch viel gelernt, bin mit Menschen in Kontakt gekommen und mich auch mit neuen Themen auseinander gesetzt.
    • Der Austausch mit anderen BloggerInnen hat mir immer wieder Impulse für mein Blog gegeben.
    • Manchmal kam es auch zu gemeinsamen Blog-Aktionen.
    • Barcamps sind für mich bis heute ein interessantes Veranstaltungsformat.
    • Ich kann von anderen BloggerInnen immer wieder etwas Neues lernen.
    • Es kann nicht genügend Blogs geben. Wenn das Blogcamp mancheR eine Anregung ist zu beginnen, umso besser.
    • Auch als BloggerIn braucht man immer wieder eine Motivation – Ein Barcamp kann die durchaus bieten
    • Barcamps sind auch ein guter Startpunkt für neue Ideen. Vielleicht entwickeln wir eine nette BloggerInnen-Aktion.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

  • Ein Web für alle: Barrierefreiheit liegt auch an uns

    Das T3N Magazin nimmt sich des Thema [Barrierefreies Web](http://t3n.de/news/grundlegende-accessibility-aspekte-pruefen-679078/) an. Gut so.

    Sie verweisen auch auf die [Grundregeln zugänglicher Webseiten]) von Marco Zehe.

    Im Artikel finde ich dann diesen Satz

    > Natürlich ist es eigentlich nicht in erster Linie Aufgabe des Kunden, sich um die Barrierefreiheit zu kümmern, sondern die des Entwicklers.

    Nun, stimmt auf der einen Seite. Dort wo es um Technik geht, muss ich als Kunde nicht alle technischen Kenntnisse aufweisen – dafür habe ich meinen Auftragnehmer.

    Aber mein Unternehmen, meine Institution muss gewillt sein, ihre Angebote barrierefrei zu gestalten. Das heißt

    * MitarbeiterInnen, die mit dem ContentManagementSystem arbeiten, zu schulen, was Barrierefreiheit bedeutet.
    * zu überlegen, ob eine Info wirklich in ein PDF gehört oder doch lieber als Webseite abgebildet wird.
    * sich zu fragen, wie verständlich Texte sind (das hilft vielen anderen NutzerInnen ebenfalls).
    * zu überlegen, ob man behinderte Menschen zum testen der Website einlädt und auf Feedback eingeht bzw.
    * prinzipiell wie man auf Rückmeldungen von behinderten NutzerInnen reagiert.

    Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    „Ein Web für alle“ ist auch (mit Betonung auf „auch“) eine technische Frage, aber es ist auch eine Frage der eigenen Einstelllung.

  • Barcamp: Mitmachrate

    Ein kleiner feiner Bericht über das „Barcamp für Bildungs- und BerufsberaterInnen“:http://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=9861.

    Was ich bemerkenswert finde ist der Hinweis, dass von 75 TeilnehmerInnen 50 eine Session vorbereitet hatten. Ob sie alle auch einen Slot erhielten ist nicht nachzulesen.

    Aber so sollte es immer sein. JedeR TeilnehmerIn eines Barcamps sollte zumindest ein Thema, eine Frage, eine Diskussionsanregung im Kopf mitbringen und so eine Session gestalten können. Wenn alle etwas einbringen, dann können eventuell gemeinsame Sessions geplant oder eben die für viele interessantesten ausgewählt werden.

    **66,66** ist eine schön Zahl. 66,66 Prozent bringen sich schon bei der Sessionplanung ein. Das wäre eine schöne „Kennzahl“ für jedes Barcamp.

  • Ich fühle mich gesnapchatet

    Ich habe es getan. Snapchat liegt auf meinem Smartphone.

    Am Icon rechts oben eine roter Punkt mit einer „1“. Und da beginnt schon das Problem. Da gibt es irgendwo in Snapchat noch eine Nachricht, eine Message, eine Info für mich, die ich lesen sollte. Nur finde ich nicht, wo diese sein sollte.

    Snapchat ist (aus meiner Sicht) verwirrend. Die Benutzerführung ist inkonsistent. Mal muss man Pfeile drücken, mal Seiten verschieben. Was verbirgt sich hinter einzelnen Icons?

    Dann habe ich das erste Foto gemacht und an einen Freund geschickt und er eines an mich. Ich sah es – für 5 Sekunden und dann verschwand es. Genau wie es Snapchat vorsieht. Mag Spaß machen.

    Dann gibt es noch die „Geschichten“. Hier lassen sich einzelne Snapchats sammeln. Das wirkt auf den ersten Blick schon interessanter. Daraus lässt sich z.B. eine kleine Fotodokumentation eines Barcamps herstellen. Nachdem Fotos auch mit Icons, Zeichnungen und Text versehbar sind, kann das schon eine nette Sache sein. Zumindest habe ich schon zwei gute „Geschichten“ von zwei Bekannten erblickt.

    Unter „Discover“ erblickte ich noch „Kanäle“ von einzelnen Medienunternehmen, die ganze Artikel mit Fotos anbieten. SnapchaterInnen lassen sich damit eventuell gut erreichen – meiner einer hat andere Lesekanäle.

    Ich werde mich mal der Sekundärliteratur zuwenden:

    * UPLOAD 32 Magazin „Snapchat für Unternehmen“:http://upload-magazin.de/blog/13084-upload-32-ist-da-snapchat-fuer-unternehmen/
    * Das umfangreiche kostenlose (Spenden sind willkommen) e-Book „Snap me if you can“:http://snapmeifyoucan.net

    Vielleicht hilft mir dies tiefer in die Snapchat-Welt einzutauchen und sie ein wenig zu verstehen. Zumindest wie man die App gut bedient. Ob sie jemals einen Platz in meinem Social Media Herzen findet, das wird sich zeigen.

  • Berg

    du bist entweder für mich oder gegen mich
    du bist entweder rassist oder gutmensch
    du bist radikaler veganer oder totesfleischesser
    du bist fluch oder segen
    du bist süd oder nord
    du bist draußen oder drinnen

    wir ziehen grenzen
    wir errichten zäune
    wir erschaffen berge zwischen uns

    es gibt keinen einfachen weg mehr
    zwischen den welten
    nur kleine pfade
    schwindelerregend
    immer in gefahr abzurutschen
    zu fallen
    von lawinen erfasst
    im geröll umgekommen

    wer sprengt den berg
    wer bohrt den tunnel
    wo blickt man auf augenhöhe

    mehr gemeinsames
    als trennendes
    wer findet es im berg

    wir alle fühlten uns ohne sünde
    warfen den ersten stein
    den zweiten
    den dritten
    viele
    und ein berg waren sie geworden
    begraben hat er die einen
    getrennt die anderen

    wer glaubt noch
    dass er berge versetzen kann
    dorthin wohin sie hingehören
    dorthin wo sie ausblick bieten

    kein enges tal des denkens


    Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt *.txt zum Wort Berg.

  • Kostenlose Social Walls für dein Barcamp

    Die Socialisten (Social Software Development GmbH) bieten mit „walls.io“:http://walls.io eine Social Media Wall.

    Auf so einer Wall lassen sich Einträge aus zig Social Media Diensten sammeln, die bestimmte Suchworte oder Hashtags beinhalten. Ich kannte die Wall von einigen Barcamps.

    Meiner einer darf eine „Blue Beanie Day Wall“:https://walls.io/bbd16 betreiben. Hier sammle ich Beiträge zum [[Blue Beanie Day]]. Dabei kommt die Pro-Version zum Einsatz, über die ich auch alle gesammelten Beiträge (Text, URL zum jeweiligen Beitrag,…) in eine Excel-Liste exportieren kann.

    Die Socialisten haben nun eine spezielle Aktion gestartet. Jedes Barcamp bekommt eine „freie Wall gesponsert“:http://blog.walls.io/2016/02/09/walls-io-sponsors-barcamps-with-a-free-wall/. Das Angebot gilt weltweit.

    Kostenlos erhält man die Pro Version (siehe „Features“:https://walls.io/#features).

    Mit der Wall hat man somit nicht nur ein nettes Service/Feature für die Teilnehmer/innen eines Barcamps. Wie erwähnt ist es auch praktisch, (fast) alle Interaktionen zum Barcamp auf Twitter, Facebook, Instagram und Co. zu dokumentieren.

    Anschauen lohnt sich also.

    Offenlegung: Die Socialisten haben mir für „Ein Web für alle“:http://www.robertlender.info/blog/plugin/tag/einwebfueralle eine ganzjährige „Wand“ kostenlos zur Verfügung gestellt.