Monat: September 2015

  • Das Jugendbüro erklärt Barcamp

    Man kann Barcamp nicht oft genug erklären 🙂

    Ganz aktuell finde ich die Erklärung des Jugendbüro Freiburg.

    Einfach lesen. Und folgendem Satz daraus kann ich insbesondere voll zustimmen:

    … Neugierde und Offenheit mitbringen und Schwuppdiwupps ergibt sich ein wunderbarer Ort voll kreativer Gedankengänge und Ideen, die in relativ kurzer Zeit erarbeitet werden können.

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  • nackt

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    Dieser fast all seiner Worte entblößte Artikel erscheint im Rahmen des Projekt *.txt zum neunten Wort nackt .

  • Technologischer Wandel – zwei Jahre später

    Ich war auf Urlaub und dabei auch auf Kreuzfahrt. Schon vor 2 Jahren und voriges Jahr habe ich die paar tausend Touristen aus einigen europäischen Staaten als – nicht repräsentatives – Sample für ein paar Entwicklungen im Gebrauch von Technologien genommen.

    Bücher aus Papier waren an Bord noch immer zu finden. Rein subjektiv sogar ein paar mehr. Aber eBooks haben sich durchgesetzt und sind an vielen Liegestühlen zu finden.

    Spiegelreflex- bzw. Systemkameras werden mehr. Beziehungsweise polarisiert sich die Nutzung. Die einen nützen teureres und die anderen ihre Smartphones.

    Diejenigen die iPads als Kamera nutzen werden nur begrenzt weniger.

    DER Trend dieses Jahres sind die Selfie-Sticks. Und sie sind nicht nicht nur bei den jüngeren beliebt. Im Gegenteil gerade viele über 40Jährige rennen damit herum. Sie fotografieren sich selbst, halten das iPhone über die Köpfe anderer oder glauben damit weit entfernten Objekten näher zu kommen.

    Die „fliegenden Händler“, die mir in früheren Jahren in einigen Städten Sonnenbrillen oder Strohhüte andrehen wollten sind allesamt auf billige Selfie-Sticks umgestiegen. Und die Leute kaufen sie auch. Was zur Folge hatte, dass nicht einmal ein Smartphone aus dem wackeligen Billigplastikkonstrukt auf den Boden fiel. Und wer nicht Sticks verkauft, verkaufe Ladegeräte, Ersatzakkus und sonstiges Smartphone-Zubehör.

    Aber auch als Stadtplan, als Hinweisgeber in einer fremden Stadt hat das Smartphone mehr Fans gefunden. Nun, auch ich selbst habe mir von allen besuchten Städten Offline-Maps heruntergeladen. So musste ich nicht zig Pläne in den Koffer stecken. Wobei ich dies insbesondere praktisch fand, wenn wir zwar einen Stadtplan von der Touristeninfo bekamen aber unseren Aufenthaltsort nicht lokalisieren konnten. Da half das Smartphone aus.

    Umso mehr empfand ich Roaming und seine Kosten als nervend. Nun, immerhin hat es mich zu einem längeren Offline-Urlaub gebracht ohne E-Mails, Facebook, Twitter und Co.

    Andererseits gibt es viele Anreize in den besuchten Orten ein Smartphone zu nutzen. Viele Plakate und Folder mit QR-Codes und weiterführenden Informationen, Taxi-Apps die man nutzen könnte.

    … und dann gab es manchmal den Gedanken: Das ist ein schönes Bild, das ich gerne instagramen würde. Das sagt (mir) wohl mehr als manch anderes.

  • Barcamps scheitern

    Wir alle scheitern. Irgendwann. Immer wieder. Das wissen wir.

    Wir alle haben Momente, in denen etwas nicht funktioniert. In denen Pläne nicht aufgehen und etwas vollkommen falsch läuft. Das wissen wir.

    Wir wissen es. Wir erleben es. Bei uns. Aber darüber reden, dass ist oft noch immer verpönt. Fehler gesteht man nicht ein, darf man nicht eingestehen. Scheitern ist nicht erlaubt. Alles muss perfekt geplant, perfekt ausgeführt und perfekt zu Ende geführt werden. Auch wenn wir eine dicke Decke des Schweigens über die Fehler legen müssen unter der wir selbst zerbrechen.

    Daher kommt immer wieder der Wunsch nach einer „Kultur des Scheiterns“.

    Denn es kann helfen von Fehlern zu lernen – von den eigenen und denen von anderen. Das nächste mal wird es dann (vielleicht) besser. Fehler eingestehen können, entlastet und hilft der Psyche.

    In vielen Berichten lese ich von „models of good practice“ – die natürlich alle gut und fehlerfrei abliefen. Dabei möchte ich gerne davon lesen, was nicht funktionierte, wie man damit umging oder welche Fragen vom Tage übrig blieben. Das würde mir helfen bei meinem Projekt, genau diese Dinge vielleicht umschiffen zu können, sie besser lösen zu können.

    Fehlerkultur heißt aber nicht unbedingt bis zum bitteren Ende durchzuhalten. Es heißt nicht, im scheitern auch anderen Menschen mitzureißen, ihnen zu schaden.

    Es kann heißen, so viel Anstand, Bewußtsein oder Charakter zu haben, dass man fehlerhaftes frühzeitig erkennt, zu ihnen stehen kann und Korrekturen anbringt oder ein Projekt einfach beendet. Auch wenn das eigene Image darunter leidet.

    Zur Überschrift. Auch Barcamps können scheitern. Sie können nicht stattfinden, der Schwung fehlt oder … aber sie haben auch das korrektiv, dass durch die gemeinsame Gestaltung (im besten Falle) aller, ein scheitern mittendrin abgewendet wird. Das eine fade Session, durch eine spannende Side-Session ergänzt wird. Dass eine schlechte Moderation durch einige Barcamper getragen wird…

    Und schlußendlich wollte ich euch nur auf meine Entdeckung der „Odyssey of Failure“ hinweisen. Ein Barcamp, dass schon seit mehreren Jahren stattfindet und sich auch 2015 mit all den Facetten des Scheiterns beschäftigen wird.

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