Das Programm steht halb. Programm? Nun, es gibt einen Instawalk, das Bloggercamp, eine Party und einen Landausflug (zu einer noch unbekannten – anscheinend – Firma). Das Ganze kostet dabei 25 Euro. Wenn die Landpartie noch ein Geheimnis ist, so gibt es zumindest eine öffentliche TeilnehmerInnenliste.
Getwittert wird natürlich auch … und Hashtag #sbgatc15 nicht vergessen.
Der Blue Beanie Day 2014 nähert sich und jährt sich somit zum 8. mal. Die Idee, die in den USA ihren Ursprung nahm, war schon beim ersten mal auch in Österreich ein Begriff.
Aber wie kam es dazu?
Der erste Artikel
Am 21. November 2007 schrieb Maria Putzhuber im MAIN_blog (dieses gibt es leider nicht mehr ) einen kleinen Artikel. Anmerkung vorab: Der Blue Beanie Day war damals selbst noch nicht standardisiert 😉 und fand immer an einem anderen Tag im November statt. Aber nun zur ersten Erwähnung (Text Maria Putzhuber):
Am Montag, den 26. November 2007 tragen Mann und Frau in Amerika (und überschwappend überall?) blaue Mützchen „Blue Beanies“ um ihre Unterstützung für Webstandards und Accessibility zu demonstrieren. Der Webstandards Vorreiter, Autor (Designing with Webstandards) und Mützenträger Jeffrey Zeldman findets jedenfalls unterstützenswert: Blue Beanie Day und sagt:
Is this silly or serious? Seems to me, it’s a bit of both. If enough people do it on enough social networks, it might even raise web standards awareness in a small but positive way. (As opposed to, say, busting people for a validation error, which, surprisingly, doesn’t win you their love.)
Er liefert auch die nötigen Instruktionen: Blaue Mütze tragen, abfotografieren, auf Flickr (Blue Beanie Day group) stellen und bei Facebook (der DWWS Gruppe dort ist das eingefallen) und all den anderen Social Networks posten.
Da bin ich mal gespannt, ob auch beim Tag der Barrierefreiheit am Montag im Sozialministerium ein paar blaue Mützen rumlaufen werden: Sehr verehrter Herr Minister Buchinger, ach halten Sie doch bitte wieder Ihren Kopf hin für die gute Sache und machen Sie mit ;-)!
Der Tag der Barrierefreiheit
Am 26. November 2007 schrieb dann Beate Firlinger ebenfalls im MAIN_blog:
Mit Aktionismus allein wird das Internet natürlich noch nicht barrierefrei. Aber, dachten wir uns: „Wenn es nicht hilft, so schadet es wenigstens nichts“ wie es unser Paraden-Partner Robert Lender in seinem Nur ein Blog so schön formulierte. Und so nutzten wir das zeitliche Zusammentreffen zweier Termine, um eine kleine Schnappschuss-Idee für Web Accessibility in die Tat umzusetzen.
Tag der Barrierefreiheit
Also zogen wir heute, am 26. November 2007, bewaffnet mit blauen Mützen zum Tag der Barrierefreiheit im Internet, der unter dem Motto “Online ohne Ausnahme” im Sozialministerium über die Bühne ging. Die Tagung wurde vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt veranstaltet und von Bundesminister Erwin Buchinger und Staatssekretärin Heidrun Silhavy eröffnet.
Und weil die Gelegenheit eine günstige war, baten wir einfach einige der anwesenden Accessibility Fachleute blau bemützt vor die Kamera. Denn heute ist der Blue Beanie Day 2007, der Tag der blauen Mützen, der im MAIN_blog bereits angekündigt wurde. Der amerikanische Webstandards Vorreiter Anhänger des amerikanischen Webstandards Vorreiters Jeffrey Zeldman, (die DWWS Group bei Facebook) riefen die Aktion ins Leben, um ein sichtbares Zeichen für Webstandards und Accessibility zu setzen, eben in Form einer blauen Mütze, einer Blue Beanie, die alle tragen sollen, denen dies ein Anliegen ist.
Wien grüßt mit blauen Mützen
Brigitta Aubrecht verteilte die blauen Accessoires, Maria Putzhuber fotografierte, ich habe Maria beim Fotografieren geknipst. Unter den Abgelichteten auch Staatssekretärin Heidrun Silhavy, die sich nicht lange bitten ließ und gerne mitmachte beim Blue Beanie Fotoshooting
Alle Ergebnisse der bemützten Aktion sind in der Blue Beanie Day group auf Flickr abgelegt. Die Fotos sind auch in einem eigenen Album Talking Caps von mir zu finden. Mit besten Grüßen vom Tag der Barrierefreiheit aus Wien.
Und ab dann begingen wir jedes Jahr den Blue Beanie Day.
Unter dem Titel Eine Tagung nur aus Kaffeepausen? veröffentlicht das Blog der Klassik Stiftung Weimar einen Bericht von Lisa-Katharina Förster über „Das Experiment Barcamp“.
Eine Kulturvermittlungsveranstaltung wollte neue Wege gehen. Begonnen wurde mit dem klassischen Tagungsformat, es folgte ein Referat über Barcamps, Fragen wurden beantwortet,… somit wurde der Versuch unternommen, gut und begleitet die TeilnehmerInnen an das für sie neue Format heranzuführen.
Laut diesem Artikel klappte das sehr gut. Ich darf das Schlusszitat einer Teilnehmerin (laut dem Artikel) noch einmal zitieren:
Nach einem BarCamp ist man für andere Tagungsformate versaut.
Gut so 🙂
Nebstbei: Ob es das größte Kulturvermittlungs-Barcamp – lt. der Autorin – war, kann ich nicht beurteilen. Wäre interessant, was die stARTCamp Veranstalter dazu sagen.
Ein Barcamp ohne Session über Barcamps an sich geht eigentlich nicht. Gerne würde ich bestehende Ideen, Listen und Anregungen über die Bedeutung von Barcamps aufgreifen und weiter denken.
Aber wenn es genügend anderen gute Session Ideen gibt, dann gehe ich gerne dorthin und bringe mich ein.
Und meine blaue Mütze darf ich natürlich auch nicht vergessen.
Update vom 22.11.: Schade, aber meine Gesundheit hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich war nur lesend über Twitter dabei.
Die Firma mit dem „Fenster-Betriebssystem“ kennt wohl jedeR, aber kennt jedeR auch W3C? Lesen wir mal auf der about Seite der deutschsprachigen Seiten des W3C:
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltesTeam, und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln.
Und da gibt es einiges an Standards, wie z.B. HTML und CSS. Das W3C definiert auch Standards für ein barrierefreies Web. Einen Einblick in die Gründung und die ersten Schritte gibt auch die Seite W3C Geschichte.
Aber die Standards, die dasW3C festlegt sind keine rechtlich bindende Normen, sondern allein Empfehlungen. Es liegt daher an uns diese Empfehlungen zu unterstützen, damit sie mehr Gewicht bekommen.
Dies ist dann auch ein Anliegen des Blue Beanie Day am 30. November 2014 – den Web Standards ein wenig Aufmerksamkeit zu geben. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass jeder Browser dieses Blog so einfach darstellen kann und das ihr den Artikel auch in jedem RSS Reader geliefert bekommt.
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Heinz Wittenbrink als Organisator hat ebenfalls gebloggt. In seinem Artikel findet man auch die Hinweise zu den entsprechenden Dokumentationen.
Aber besonders interessant – aber dieses Barcamp hinaus – ist die Argumentation von Heinz, warum BarCamps ein gutes Format für Lehrveranstaltungen sind. Nachdem Heinz unter Creative Commons bloggt, erlaube ich mir die Punkte nochmals aufzulisten:
Die Lernenden bekommen nicht einfach etwas geboten, sondern sie werden selbst aktiv—jedenfalls, wenn sie sich an die BarCamp-Regeln halten.
Es lernt nicht jeder dasselbe, sondern man sucht sich aktiv aus, was wichtig ist.
Durch die Dokumentation, durch die Gespräche und durch die gemeinsamen Runden zur Begrüßung und zum Ende bekommt man trotzdem mit, was die anderen lernen.
Man kann von Fachleuten etwas lernen, die aus ihrer Arbeit berichten, also sich nicht künstlich einen Lehrenden-Hut aufsetzen müssen.
Dadurch, dass Leute aus der Wirtschaft teilnehmen, wird klarer, warum man etwas lernt und wo der praktische Wert des Gelernten liegt.
Durch die Leichtigkeit und Offenheit eines BarCamps, seinen spielerischen Charakter, entsteht eine kreative Atmosphäre, die dazu anregt, weiter zu denken und etwas auszuprobieren.
Der zufällige, aleatorische Charakter eines BarCamps ermöglicht das Lernen vom Unerwartetem (Serendipity).
Ich sammle gerade Argument für Barcamps und da kommen mir diese Punkte gerade recht. Über jeden kann man trefflich diskutieren, da und dort punktuell widersprechen oder befürworten und sicherlich einiges ergänzen. Da jedes Barcamp auch eine Diskussion über sich selbst braucht bin ich jetzt am überlegen diese und andere Listen und Pros für eine Session des Mediencamp Vienna 2014 vorzuschlagen.
Bis vor kurzem hatte ich einige Magazine und Zeitschriften abonniert. Zuletzt las ich immer weniger darin – fand online bessere, schnellere, … Quellen.
Das soll nun nicht heißen, dass auf nur mehr auf die Alles-Gratis-Mentalität setze. Nein, ich zahle auch online gerne für Qualität oder unterstütze Experimente wie die „Krautreporter„.
Aber zurück zum Titel des Artikels. Ich habe nun all diese Abos gekündigt. Siehe da. Der eine Verlag meldete sich und bot mir an, dass Magazin für das nächste Jahr verbilligt zu erhalten. Der andere bot mir zum gleichen Preis (wenn ich die Kündigung zurücknehme) verbilligt ein zweites Abo an. Und der Mobilfunkprovider (da hatte ich auch noch eine SIM-Card) bot mir an, doch auf den günstigeren Tarif umzusteigen und alle Zusatzkosten dafür zu vergessen.
Was lerne ich daraus. Nach einem Jahr kündigen und schauen, ob man es nicht billiger bekommt. Besser ist aber wohl, manches gar nicht zu abonnieren und dafür sein Geld dort zu lassen, wo man Qualität erhält und es auch wirklich nützt.
Was will uns der Robert wohl mit dieser Überschrift sagen.
Seit einigen Wochen besitze ich ein iPhone 6 Plus. Vorab hatte ich ein wenig Bedenken, ob so ein „Phablet“ (Ein SmartPHone in tABLET Größe) im Alltag bei mir bestehen kann.Daher habe ich mir aus einer Vorlage und einer Tafel Schokolade einen „Dummy gebaut„:
Mein iPhone 6 Plus Duty
Damit konnte ich einiges ausprobieren: In meinen Taschen verstauen, in die Innenseite des Sakkos stecken, in der Hand halten,…
Sobald möglich bestellte ich das Plus, durfte es kurz darauf in meinen Händen halten und bin bis heute zufrieden.
Es ist groß
Ja, es ist groß. Wirklich groß. Andersrum: Nach ein paar Wochen habe ich das iPhone 5 daneben gelegt. Meine Güte, ist das winzig. So einen kleinen Screen habe ich verwendet, was habe ich da eigentlich darauf gesehen? Will heißen, man (ich) gewöhnt sich rasch an die Größe.
Zu Hause verwendete ich schon öfters das iPad Mini in Einhandbedienung. Das wurde oft schnell zu schwer. Das Plus dagegen ist ein guter Kompromiss.
Natürlich musste ich die Bedienung ein wenig umstellen. Aber auch beim iPhone 5 habe ich oft zwei Hände verwendet. Insbesondere in der Straßenbahn, beim lesen von Mail oder News. Bei Einhandbedienung kamen mir oft bedenken, ob es mir bei „Notbremsungen“ oder ähnlichem aus der Hand gleiten könnte. Dh. auch hier musste ich nicht extrem umgewöhnen.
Der größere Screen des Plus und das Querformat sind schon eine gute Sache. Noch dazu, wo ein paar Wochen nach Verkaufsstart alle meine wichtigen Apps auf die neuen Bildschirmformate umgestellt waren. Auf Fotos sind natürlich noch mehr Details zu sehen, im Browser navigiert es sich besser und z.B. Mail und Kalender profitieren von mehr Überblick.
Einen Finger bitte
Was mein älteres iPad Mini unglaublich alt aussehen lässt ist der fehlender Fingerabdruckscanner. Diese Funktion – über Datenschutz lässt sich natürlich streiten – ist einfach genial. Mit Betonung zuerst auf einfach und dann auf genial. An öffentlichen Orten habe ich mich früher schon mal ertappt nachzusehen, ob mir niemand über die Schulter schaut, mein Passwort abschaut und mir dann mein iPhone entführt.
Tja, jetzt einfach den Finger draufdrücken und schon entsperrt sich das iPhone, öffnet sich 1Password oder kauft man eine App. Jetzt wird es auch wieder attraktiv einzelne Apps mit Passwortsperre zu versehen. Wo man früher zig mal täglich Passwörter hätte tippen müssen bleibt man jetzt einfach mit einem Finger am iPhone. Und das wars. Die Erkennung funktioniert zu 99,9 Prozent und mehrere Finger zu registrieren ist auch möglich. Damit kann ich in unterschiedlicher Handhaltung freischalten.
Fotos
Was soll man schlußendlich noch über die Kamera sagen. Wunderbare Bilder auch in dunklen Situationen holt die Cam noch das (relativ) Beste raus. Aber dazu haben schon Berufenere geschrieben, als dass ich noch viele Worte verlieren möchte.
Es läuft und läuft
Ein Hauptgrund für das Plus war der um einiges größere Akku als der des 6ers. Ich habe natürlich nur den Vergleich zum meinem 5er (ohne „s“). Ich habe keine objektiven Messungen durchgeführt. Aber nach einigen Wochen kann ich sagen: Kein Vergleich. Dort wo ich abends mit 30 bis 40 Prozent Akku nach Hause kam, sind es jetzt zwischen 60 und 80. E-Mails lesen, Artikel einscannen, Newsfeed lesen und Fotos machen. Und danach ist noch immer ausreichen Saft vorhanden.
Jetzt bin ich auf den ersten Praxiseinsatz beim Mediencamp Vienna gespannt. Wird das iPhone einen ganzen Tag fotosmachend und twitternd durchhalten?
Fazit
Merkt man, dass ich recht begeistert bin? An die Größe habe ich mich schnell gewöhnt. Und ja es stimmt. Auf der Wohnzimmercouch merke ich, dass dort, wo ich früher zum iPad Mini gegriffen habe nun das Plus in die Hand nehme.
Natürlich hätte ich Verbesserungsvorschläge, aber das habe ich bei all meinen Handys/Smartphones gehabt. Aber auf alle Fälle hat sich der Umstieg vom 5er gelohnt.
Gerne beantworte ich auch Fragen, aus meiner ganz subjektiven Sicht und Erfahrung.
Die neueste Ausgabe des von Matthias Mees und mir betreuten S9y InfoCamp Podcast ist online: Ausgabe 23 hat Mark Binder zu Gast. Gemeinsam plaudern wir über Suchmaschinen Optimierung, kurz SEO genannt.
Also viel Platz für Vorurteile und neue Erkenntnisse.
Am Wochenende bin ich auf den Twitter Account @askteresa gestossen. Teresa Hammerl beantwortet Fragen, die man ihr auf Twitter stellt. Das machte mich neugierig. Nach den ersten Antworten habe ich daher Teresa um ein kleines Interview per E-Mail gebeten. Auch diese Fragen wurden prompt beantwortet.
Aber lest selbst.
Robert: Du hast mit @askteresa einen Twitter Account eingerichtet, der Fragen beantwortet. Was ist der Sinn bzw. deine Intention?
Teresa: Es passiert mir sehr häufig im alltäglichen Leben, dass mir Fragen gestellt werden, dass Leute auf mich zukommen und von mir etwas wissen wollen. Das reicht von Fragen wie „Wie lautet das Druckerpasswort?“, „Wie mache ich hier Kaffee?“, „Wie lange hat xyz geöffnet?“ bis zu „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Facebook Profil, einer Seite und einer Gruppe?“. Das führte soweit, dass mir irgendwann der Spitzname TFAQ – Teresa Frequently Asked Questions verliehen wurde. Die logische Konsequenz war dann für mich eine Website und schließlich auch einen Twitteraccount einzurichten. Auch der sektor5 hat darüber schon mal berichtet.
Gibt es Fragen, auf die du nicht antworten würdest?
Das lasse ich mal auf mich zukommen. Natürlich ist es mein Projekt, da nehme ich mir schon auch die Freiheit auf Fragen nicht zu antworten. Das hat dann aber sicher einen guten Grund.
Gibt es eine Antwortgarantie?
Nein.
Wie lange willst du dein Service anbieten?
Solange es Fragen gibt.
Planst du die Seite „tfaq.io“ auszubauen?
Ich habe schon öfters die Frage gestellt bekommen, ob ich nicht die am häufigsten gestellten Fragen gleich auf der Website präsentieren möchte. Quasi mit einem FAQ Bereich. Das wäre natürlich ein guter und auch zeitsparender Weg. Vielleicht bieten sich aber auch noch andere Veränderungen an. Im Moment gefällt mir allerdings ebenso das schlichte Design.
Was magst du meinen LeserInnen über dich erzählen?
Ich bin freie Journalistin, lebe seit 2008 im Internet und bin da hauptsächlich als @colazionearoma zu finden, wenn ich nicht gerade @askteresa bin.
Welche Frage sollte ich dir noch stellen und was antwortest du auf diese?
Sind wir fertig? Ja.
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