Monat: Juli 2014

  • Selbstfindung

    Dominik schreibt über Selbstfindung und die abertausenden Ratgeber dazu.

    Aber vielleicht muss ich mich gar nicht finden, da ich mich nie verloren habe. Vielleicht reden mir viele dieser AutorInnen nur ein, dass ich noch da- oder dorthin muss?

    Nicht, dass ich immer am Stand stehen will. Veränderung ist wichtig und Neues lernen, erfahren, ein Teil MEINES Lebens.

    In dem was sich Selbstfindung nennt renne ich oft drei Schritte vor mir her und verliere mich erst recht. Es macht mich unglücklich, da ich immer meine nicht vollständig zu sein.

    Heute sitze ich einfach da, tippe in mein iPad und lasse mir die Sonne auf die Nase scheinen.

    Selbstsein statt Selbstfindung.

  • Einfach mal abschalten

    Digital Detox heißt also der neue Trend, der vor einem Jahr noch unter „Offline Urlaub“ firmierte.

    Finde ich gut, außer dass er – siehe letzter Absatz im t3n Artikel – wieder mal nur dafür dient um produktiver zu werden. Wie wäre es mal mit Absichtslosigkeit?

    Einfach nur abschalten – alles. Geräte. Den Kopf. Den Leistungsdruck.

  • Die elektrische Zahnbürstenaffäre

    16. Juli 2016. Der Tag an dem die elektrische Zahnbürstenaffäre in Twitter Fahrt aufnahm.

    Martin B. hatte Monate zuvor eine Prämienerhöhung seiner Zahnversicherung erhalten. Das wunderte ihn, da die entsprechenden Klauseln im Vertrag dies nur in speziell begründeten Fällen vorsah – abgesehen von Inflationsanpassungen. Recherchen, Drohungen von Anwälten und viele signierte E-Mails später schrieb er am 15. Juli 2016 einen Blogartikel über die Ergebnisse dieses langwierigen Prozesses.

    B. hat(te) eine elektrische Zahnbürste neuester Bauart inklusive Bluetooth Adapter, eingebauten Beschleunigssensoren, Gyroskop, etc. Die Bürste war mittels „Blauzahn“ mit dem Smartphone bzw. einer speziellen App verbunden und zeichnete so alle Bürstvorgänge auf. Nach einigen Tagen Nutzung bekam man Vorschläge, wie man seine Zähne besser putzen sollte, welche Handhaltung sauberere Ergebnisse erzielte usw.

    Die App war kostenlos. Tief in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen schlummerte der Absatz, dass die App kostenlos und ohne Werbung sei, aber man doch seine Daten an Firmen, wie z.B. Versicherungen, gerne weitergeben möchte.

    Auch B.s Versicherung kaufte die Daten, die jedoch nur aus Nickname, Mailadresse und den Putzdaten bestand. B. nutzte vorsorglich eine andere Adresse für die Konversation mit Firmen. Was B. nicht bedachte war, dass er dieselbe Mailadresse wie für die Zahnapp auch für Bestellungen seiner Zahnpaste – einer speziellen – verwendete. Diese exklusive Marke bzw. die Firma kannte somit seine Adresse und war dank ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen durchaus bereit Zahnversicherungen zu Werbezwecken ihre Daten bereitzustellen.

    So verzahnte sich ein Fakt mit dem anderen und mit B.s Zahnversicherung und mit einem weiteren Umstand. So gründlich B. auch putzte, so sinnlos kamen ihm die Tipps der App vor. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass sein Sohn die Zahnbürste heimlich zum malen verwendete, da diese wilde Muster aufs Papier zauberte. Die Idee nicht nur die Vorschläge sondern auch die Putzstatistik zu betrachten kam B. erst viel zu spät.

    Am 20. Juli entschuldigte sich die Versicherung offiziell auf Twitter, nachdem der Shitstorm rund 800.000 Tweets mit Hashtag #watchyourtoothbrush erreichte.

    Am 25. Juli erreichte ein Video eines elektrischen Zahnbürstenkünstlers einen ersten viralen Höhepunkt.

    Am 27. Juli gab es unter dem Hashtag #electrictoothbrushart rund 1,5 Mio. Bilder auf Instagram.

    Das Crowdfunding um B.s horrende Anwaltskosten wieder hereinzubringen hatte zu dem Zeitpunkt 1.280 Euro eingebracht.

  • Einfach bloggen

    Recht hat er, der Emanuel (Anmerkung 27.01.2021: das Blog ist nicht mehr vorhanden).

    Wo sind die Zeiten hin, in denen ich einfach frei heraus gebloggt habe. Nicht lange überlegt, ob das jemanden interessiert oder ob genug Inhalt vorhanden. Was immer ich interessantes – für mich – gefunden habe ging auch in die Welt hinaus.

    Probieren „wir“ es wieder. Quasi „zurück in die Zukunft“.

    PS: Dieser Artikel wurde per iPhone getippt. Geht also wirklich „zwischendurch“.

  • #sommerworte

    Vorgestern veröffentlichte ich den Text Immer und nie wieder als meinen Beitrag zu Dominik Leitners Text. Dominik gefiel mein Text.

    Heute ist er nochmals in Dominiks Blog Neon|Wilderness erschienen – als einer der Beiträge im Rahmen der #sommerworte.

    Dominik schreibt darüber:

    Das Projekt #sommerworte soll den Sommer literarisch werden lassen: 62 Mal erscheint um 10 Uhr ein literarischer Text, viele von mir, aber unzählige auch von motivierten Gastautoren.

    Wer gerne liest, der/die hat nun ein wenig mehr Lesestoff.

  • Immer und nie wieder

    Grabstein ohne Inschrift

    Dominik Leitner schreibt in seinem Blog Neon Wilderness immer wieder berührende Texte.

    Auch der Text „Immer und immer wieder“ gehört dazu.

    Nachdem ich aber seit Jahrzehnten neben einem Friedhof wohne habe ich ein anderes Verhältnis zu diesem Ort. Den Umgang mit dem Tod ist etwas was jedeR nur für sich selbst finden kann. Hier gibt es für mich keinen absoluten Maßstab. Daher gibt es an Dominiks Text nichts zu rütteln, sondern nur meine eigene Sichtweise einfach daneben zu stellen:

    An deinem Grab zu stehen.
    Ist ein zu dir kommen.
    Immer und immer wieder.

    An deinem Grab zu stehen.
    Gibt mir einen Ort Erinnerungen zu sammeln.
    Sie einzubetten in warmer Erde.

    An deinem Grab zu stehen.
    Schenkt mir einen ruhigen Ort.
    Ein Platz nur für dich und mich.
    Herausgehoben aus dem Alltag.

    In der Erinnerung bist du noch lebendig.
    Das Grab ist leer.
    Aber es erinnert mich, dass sich etwas verändert hat.

    An deinem Grab zu stehen.
    Gibt mir manchmal halt.
    In dem Moment in dem die Erinnerung flüchtig wird.

  • Feedly sichert jetzt in Dropbox (Beta)

    Seit dem Ende des Google Reader nutze ich Feedly als Feedreader, da er wunderbar mit allen Apps auf iPad, iPhone und Mac synct.

    Heute landet eine Mail von Feedly in meinem Posteingang:

    We’re building a new feedly Pro integration called Dropbox Vault that allows you to automatically backup your feeds, saved articles and tagged articles directly to Dropbox. It’s almost ready, but first we need some beta users to try it out and provide us with feedback.

    Einfach die Funktion einschalten. Feedly ersucht um Freigabe eines eigenen App-Folders (nicht zu ganzen Dropbox) in eigenem Dropbox Verzeichnis. Feedly legt dann alle Feed-Abos als OPML Datei ab sowie auch alle markierten Artikel. Hier kann man auswählen ob Feedly HTML oder PDF als Speicherformat nutzen soll.

    Praktische Sache.

  • Barcampen – die Online-Zeitschrift

    Zum Thema Barcamps tut sich einiges .. nicht zuletzt finden im deutschsprachigen Raum fast wöchentlich (zumindest derzeit) entsprechende „Un-Konferenzen“ statt.

    Das merke ich auch über „Barcampen“. Zeitschrift – wie im Titel geschrieben – ist dabei ein wenig übertrieben.

    In „Barcampen“ werden Artikel, Links, Fotos, Videos aus Twitter und Facebook automatisiert gesammelt, die den Begriff „Barcamp“ oder „CreateCamp“ beinhalten. Auf die Auswahl und Zusammenstellung hat nur der Algorithmus von paper.li Einfluss, auf dem „Barcampen“ beruht.

    paper.li sammelt automatisiert – mittels vorgegebener Stichworte etc. – Inhalte aus unterschiedlichen Quellen, bereitet diese ähnlich einer Zeitschrift auf. Wobei dann jeweils auf die Originalartikel verwiesen wird. Der Dienst ist somit ein praktisches Mittel um sich täglich eine Übersicht über ein bestimmtes Thema im Netz zu informieren. Eine Pro-Version bietet da noch einiges mehr.

    Aber zurück zu „Barcampen“. Wer mag kann in der täglich neuen Ausgabe über aktuelle Barcamps und auch allgemeine Entwicklungen zum Thema nachlesen.

  • Instagram – was ich daraus mache

    Collage von Fotos von Robert Lender auf Instagram
    Kleine Collage einiger meiner Fotos auf Instagram

    Monika Meurer fragt sich: Instagram – muss ich das haben. Henriette Zirl stellt sich ebenso die Frage „Warum Instagram?“ und gibt sich gleich selbst die Antwort.

    Meine Instagram Nutzung ist ein auf und ab. Installiert, genutzt, sein gelassen, wieder genutzt,… meine Ausbeute kann man in meinem Instagram Profil „bewundern“.

    Aber warum gerade Instagram?

    Ich fasse das für mich in ein paar kurze Punkte zusammen.

    Instagram ist auf Fotos (naja auch Videos) reduziert und auf mobile Nutzung optimiert. Somit kann ich schnell mal von unterwegs ein Foto aufnehmen, ein wenig „bearbeiten“ und gleich online stellen.

    Natürlich ist es wieder mal eine Form von Selbstdarstellung. Aber es ist auch die kurze Geschichte die ich erzählen möchte. Es sind die witzigen Momente, die man teilen möchte, die schrägen Texte, die der Welt noch gefehlt haben. Instagram fügt sich für mich auch praktisch in eine Barcamp Berichterstattung ein. Texte über Twitter und Fotos über Instagram. Beide nutzen auch Hashtags – damit sind Instagram Fotos (auf Twitter) geteilt auch „twitterkompatibel“.

    Mit den Fotos kann man nicht viel anstellen. Einbinden in mein Blog geht nicht direkt. In Alben (wie in Flickr) kann ich sie auf Instagram nicht stecken. Instagram ist quasi ein wenig Micro-Flickrn 😉

    Natürlich hängt es von den Followern oder Kontakten ab. Zumindest meine Fotos bekommen auf Instagram mehr Feedback (Likes, Kommentare) als auf Flickr. Das motiviert natürlich ebenfalls.

    Und was ist deine Instagram Geschichte?

  • Wieder einmal Captcha – sogar animiert

    Über den Captcha-„Wahnsinn“ wettere ich ja immer wieder.

    Bei Christian Heilmann finde ich einen Artikel über seine Login-Probleme bei Flickr. Yahoo verwendet animierte Captchas! Das ist für mich neu – aber nicht wirklich besser.

    Kurz gesagt: eine ärgerliche Idee.