Cindy Buchberger hat an der Lehrredaktion Journalismus 2021 – Studienjahr 2013/2014 teilgenommen. Als Produkt dieser Lehrredaktion gibt es das Magazin „Statement spezial„. In der 2014er Ausgabe (PDF, 2,6 MByte) findet sich auf S. 14 der Artikel von Cindy mit dem Titel „Freie Wissenskultur: Das Barcamp-Format“, zu dem ich auch ein paar Wortspenden abgeben durfte.
Zum Schluss: Ich bin derzeit auf der Suche nach Barcamps, die mit dem Format experimentieren. Hinweise sind Willkommen.
Nicht, dass ihr zweistündiges KlassenCamp in allen Punkten den Acht Regeln eines Barcamp entspricht. Aber der Ansatz geht in die Richtung.
Mir noch wichtiger: Es zeigt, dass man „barcampartiges“ auch in kleinem Rahmen (kurze Zeit, kleine Gruppen) probieren kann. Vielleicht auch eine Anregung für Institutionen. Macht doch mal ein Barcamp „Eine Idee, die ich immer schon mal hatte“. 5 Minuten „Präsentation“ und dann 10 Minuten kurze Diskussion. Da kann einiges zusammen kommen und vielleicht ein Impuls sein.
Es gibt einen Spruch, den mancheR für abgelutscht hält, der sich meiner Meinung nach immer wieder bewahrheitet:
Barcamp ist das, was man daraus macht.
Wer von euch kennt weitere „Barcamp Ideen“? Dann lasst mich doch davon bitte wissen.
Habe ich mich vor kurzem beschwert, dass Spammer immer wenig poetisch sind, so kam heute eine E-Mail an, die mich in andere Richtung „entzückte“. Sage noch einer, dass früher alles besser war, die Menschen noch geteilt haben. Und heute, da sind sie rücksichtslos und nur auf ihren Vorteil bedacht. Nicht so Peter W. Der schickte mir folgende E-Mail:
Hallo, Ich habe ein Investment-Portfolio, die Geld in der Bank in China hinterlegt, die ich leicht auf Sie übertragen als Begünstigter bringt. Die Transaktion ist ohne Risiko, da es strategisch geplant abgeschlossen erfolgreich. Kontaktieren Sie mich auf meiner E-Mail-Adresse unten für weitere Details.
Peter hat einfach für mich ein Portfolio eingerichtet und möchte mir nun die Früchte seiner Arbeit zukommen lassen.
Ja, ihr lest richtig. Es wird jetzt doch (#daumendrueck) ernst mit dem Relaunch von „Webtermine.at“.
Um die Bedienung – Termineinreichung, Suche nach Terminen, etc. – nach Fehlern, Unverständlichkeiten und ähnlichem zu testen brauchen wir noch Freiwillige.
Was musst du dafür können? Im Prinzip nur einen Browser bedienen können. Es geht ja darum herauszufinden, ob man (relativ intuitiv) die Website nutzen kann.
Wenn du also ein wenig Zeit für ein Community Projekt übrig hast, dann melde dich bitte. Nähere Details bekommst du dann spätestens Anfang August von uns.
Mehr über die weitere Entwicklung und Details zum Relaunch gibt es alsbald.
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Ich sitze heute in der Straßenbahn, jemand setzt sich neben mich. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass er eine App am Smartphone aufruft, die oben den typischen Twittervogel anzeigt.
Das machte mich neugierig.
Laut Social Media Radar von „Digital Affairs“ gibt es in Österreich (Stand 13. März 2014)
117.431 ÖsterreicherInnen auf Twitter
68.109 aktive Accounts
44.623 schreibende Accounts
18.788 lesende Accounts
Die Chance also jemanden zu treffen, der einem folgt ist somit nicht immens groß aber … die Hoffnung stirbt zuletzt.
Eher als Scherz an meine Follower als wirklich anzunehmen, dass der Tweet auch neben mir ankommt, tippte ich in meinen Twitter Client ein:
Wenn Sie gerade rechts von mir twitternd sitzen dann sagen Sie bitte was 🙂 #follower?
Das war es dann … bis nach zwei Minuten der Mann sich zu mir drehte und „Hallo!“ sagte …
Ja, er folgte mir und er hat meinen Tweet gelesen. Danach standen wir noch über eine Stunde an der Haltestelle und plauderten. Da sage noch jemand, dass das Internet die Menschen entfremdet …
Die @hzirl hat meine Aktion sehr ernst genommen und mir weitere Fragen zum Thema „barcampen“ geschickt, die ich gerne beantworte.
T-Shirts
Frage: Du hast ja mal ein Bild von deinen ganzen Barcamp T-Shirts gepostet – trägst du die auch oder sind die mehr ein Souvenir für dich? Die sahen ja fast makellos aus :).
Nun, ich trage sie nicht so oft. Es gab früher nur maximal XL-Shirts, noch dazu eng geschnitten. Mit meiner wohlabgerundeten Figur pass(t)e ich einfach nicht hinein. Mit der Umstellung meines Lebensstils wurde und wird das aber anders. Ein Shirt habe ich aber schon so oft getragen, dass „Barcamp Vienna“ nicht mehr zu lesen ist – die Waschmaschine ist schuld.
Am Barcamp Traunsee 2008 gab es für mich eine besondere Überraschung. Ein einziges Mehrfach-X-L-Shirt, nur für mich. Nochmals danke an die OrganisatorInnen für diese kleine inklusive Geste 🙂
Barcamp-Nomade
Frage: Würdest du dich als Barcamp-Nomade bezeichnen? 😉
Was sagt die Wikipedia zu Nomaden:
Als Nomaden (altgr. νομάς nomás, „weidend“, „herumschweifend“) werden Menschen und Gesellschaften bezeichnet, die aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen. In übertragener Bedeutung, unter Abhebung auf das Umherziehen von Ort zu Ort, wird das Wort in jüngerer Zeit auch für sogenannte „Mietnomaden“ oder „Jobnomaden“ verwendet, letztere verstanden als Personen, die aus eigener Entscheidung keine dauerhafte berufliche Anstellung anstreben, sondern die Stellung und in Verbindung damit auch den Wohnort häufig wechseln.
Wikipedia
Nun, in diesem Sinne bin ich keiner, da ich meinen Mac zu Hause stehen habe und von zu Hause blogge, twittere,…
Andererseits treibt es mich immer wieder hinaus. Ich möchte mit Menschen zusammentreffen, mich direkt vor Ort vernetzen und Neues kennenlernen. Mobile Geräte wie mein iPad ermöglichen mir dabei auch digital vernetzt zu bleiben und die Erfahrungen und Erkenntnisse ins Netz zu vermitteln bzw. auch andere Menschen in meine kleinen Reisen einzubinden.
Ever and ever
Frage: Warum fährst du immer wieder auf Barcamps?
Eintausend Gründe. Das Veranstaltungsformat ist für mich immer wieder faszinierend. Was machen die einzelnen OrganisatorInnen und die TeilnehmerInnen (bzw. TeilgeberInnen) daraus.
Ich lerne neue Menschen kennen, sehe manches Twitterprofil zum ersten mal auch offline als Menschen und freue mich „alte“ Bekannte wieder einmal zu treffen.
Barcamps sind für mich die Sessions, in denen ich neues erfahre. Manchmal setze ich mich zu einem Thema, dass mir so rein gar nichts sagt, dass mich auf den ersten Blick gar nicht so interessiert – einfach um meinen Horizont ein wenig zu erweitern. Im schlimmsten Fall hat mich das 40 Minuten Lebenszeit gekostet. Und schlussendlich gibt es bei Barcamps die Abstimmung per Fuß, d.h. ich kann mittendrin noch immer rausgehen.
Es sind auch die Pausengespräche, die Gespräche nach den Sessions. Manch eineR hat beim Barcamp einfach mehr Zeit. Man kommt ins Reden, entwickelt aus dem gesamten kreativen Umfeld heraus eine neue Idee, ein neues Projekt.
Barcamps sind für mich auch ein Aussteigen aus dem Alltagstrott, ein paar Stunden oder Tage in denen ich alte Bahnen verlasse (zumindest teilweise) und mich auf Neues einlassen kann.
Ich glaube ich sollte mal ein längeres Plädoyer für Barcamps verfassen um meine Argumente ein wenig tiefgründiger darzulegen.
Eines kann ich für mich nur festhalten. Ich bin noch von keinem Barcamps zurückgekommen ohne neue Ideen, Anregung oder zumindest die Motivation wieder aktiv werden zu können.
Barcamps sind daher für mich auch ein wenig die Inseln zum auftanken in meiner Fahrt meinem kleinen Schiff namens „Nur ein Blog“ 🙂
Danke
Danke Henriette für die Fragen. Ich freue mich immer wieder aus Fragen heraus etwas zu bloggen. Wenn du auch eine hast, dann schreib mir einfach.
Das ist ein Artikel im Rahmen meiner Aktion Blog das Robert. Du kannst mir eine Frage stellen, die ich in meinem Blog beantworte. Das kann auch anonym geschehen. Es muss keine Frage sein, auch ein Themenvorschlag wäre interessant.
Alle bisherigen Antworten findest du unter dem Schlagwort BlogDasRobert.
Martin Habacher bittet mich um meine Stimme beim Smart Hero Award.
Das Ziel des Award:
Facebook und die Stiftung Digitale Chancen schreiben 2014 zum ersten Mal den Smart Hero Award – einen Award für smarte Heldinnen und Helden – aus. Mit dem Preis wollen die Veranstalter Menschen und Organisationen auszeichnen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media realisieren. Smart steht dabei für den klugen Einsatz von Social Media für Anerkennung, Respekt und Toleranz.
Smart Hero Award
Auf Facebook habe ich dann gleich eine kleine Laudatio gehalten.
Smart steht für „schnell“, „gewitzt“ oder „schlau“. Nun, kann der Martin Habacher alles vorweisen – und würde gerne den „Smart Hero“ Award gewinnen. Dafür braucht er noch ein paar „Votes“. Mit dem BarChair hat er schon 2010 uns alle in einen Rollstuhl gesetzt. JedeR Barcamp BesucherIn konnte erproben, wie kleine Hürden im Rollstuhl zu großen werden. Das Video selbst drückt für mich dann eines aus: Es ist nicht der Rollstuhl, der im Mittelpunkt steht, es sind die Menschen und ihre Antworten.
Nebstbei: Würden wir 4 Jahre nach dieser Aufnahme noch so über Social Media reden?
Mabacher.TV war dann die logische Fortsetzung und hat mir einige Einblicke in sein Leben, in das Thema „Persönliche Assistenz“ und vieles mehr gegeben.
Und wer nicht voten möchte – reinschauen bei mabacher.tv lohnt sich trotzdem….
Gerade das Web ermöglicht es „Smart Heros“ aktiv zu werden, unabhängig von großen Medien, von Parteien und Institutionen. Netzwerken (im positiven Sinne), gewiefter Einsatz von Web, Web 2.0 und Social Media ermöglicht ein wirksam werden über den eigenen Bekanntenkreis hinaus.
Kennt ihr noch andere, die „Smart Heros“ sind oder sein könnten. Dann mailt mir doch an robert@nureinblog.at. Würde mich freuen, wenn ich noch weitere in mein kleines Blog-Rampenlicht holen könnte.
Früher … ja früher haben sich die Spammer literarisch entwickelt. Sie haben Geschichten erfunden von verstorbenen Männern, trauernden Witwen, bösen Erbschleichern (auch in Form von bösen Diktaturen). Nur ein kleiner, braver Bankbeamter konnte mit meiner Hilfe das alles wieder ins Gleichgewicht bringen. Mit dem Geld wurden keine Waffen gekauft sondern die Witwe, der kleine Beamte (und auch ich) erhielten redlich Anteile … um damit natürlich wieder Gutes zu tun.
Ja, so war das „damals“.
Aber heute … heute bekomme ich solche Mails zugesendet:
Es tut mir leid, Ihre Privatsphäre zu stören. Es gibt eine gewisse verstorbenen Kunden von meiner Bank, die hinter der Summe von 18 Millionen US-Dollar belassen. Ich suche Ihre Partnerschaft in Empfang dieses Fonds. Wenn Sie interessiert sind, antworten Sie bitte sofort für detaillierte Informationen. Danke.