Monat: Juni 2011

  • A Picplz

    Das ist keine Aufforderung zum Bilder herschenken. Matthias Mees hat vor kurzem „einen guten Grund“:http://yellowled.posterous.com/guter-grund geliefert sich mit „picplz“:http://picplz.com auseinander zu setzen.

    Wer „Instagram“:http://instagr.am/ für das iPhone kennt, wird sich gleich mal zurecht finden. Grundidee: Fotos am iPhone machen, ein paar Farb- und sonstige Filter wählen können um das Foto zu „verschönern“ und das Ganze dann posten. In der iPhone App kann man sich die Fotos seiner Freunde ansehen, diese „liken“ und auch Kommentare abgeben. Wie es sich gehört lassen sich die Fotos bzw. Links dorthin in etliche Dienste verteilen.

    Geht einfach und macht Spass. Daher nutze ich Instagram schon seit einiger Zeit recht intensiv.

    Aber all das was einem in Instagram schon immer gefehlt hat, dass bietet Picplz. (mehr …)

  • Barcampen – Die neue Tageszeitung

    Kennt ihr „paper.li“:http://paper.li? Das ist eine Art Tageszeitung, die sich aus den Tweets und Facebook Einträgen derer zusammen setzt, denen ihr folgt.

    Nachdem man auf paper.li aber auch ganz eigene Suchbegriffe verwenden kann um damit eine „Zeitung“ zu genieren, gibt es ab heute „Barcampen“:http://paper.li/RobLen/1308386612. Auf der Seite findet sich das, was unter dem Hashtag oder Begriff „Barcamp“ bzw. „Createcamp“ auf Twitter und Facebook geschrieben wird. Um nicht zu breit zu werden habe ich es auf die deutsche Sprache eingeschränkt.

    Nun, vielleicht für den einen oder die andere interessant einen Blick darauf zu werfen. Ich finde die Barcamp-Idee weiterhin großartig, da hat sie sich auch eine eigene Online-Zeitung verdient.

    Wem das gar nicht gefällt, der/die lege sich einfach eine eigene paper.li Ausgabe an.

  • Tumblr, WordPress und der Rest

    Mashable hat die Zahlen der gehosteten Blog zwischen „WordPress“:http://wordpress.com und Tumblr „verglichen“:http://mashable.com/2011/06/15/tumblr-surpasses-wordpress/. Mit 20,8 Millionen Blogs hat „Tumblr“:http://tumblr.com wordpress.com mit knapp weniger anscheinend zum ersten mal überholt.

    Was sagt uns das? (mehr …)

  • iCloud – Mehr Fragen als…

    Apple hat uns nun die „iCloud vorgestellt“:http://www.apple.com/icloud. Ein „iCloud Artikel bei t3n“:http://t3n.de/news/wwdc-2011-keynote-icloud-services-kostenlos-integrieren-313886 bzw. die dortigen Kommentare ließen mich nicht los und ich kommentierte auch ein wenig.

    Eigentlich wollte ich mehr in meinem Blog schreiben, aber es ist mir schon zu spät. Daher mal als erstes mein dortiger Kommentar nochmals hier zum nachlesen:

    Was ich bisweilen nirgendwo lesen kann ist was Apple mit den weiteren MobileMe Diensten macht. Bleibt die iDisk (die ja mehr als ein Datenaustausch ist. Was ist mit den von Apple gehosteten Fotoalben und Websites?

    Im Prinzip ist Apples iCloud nicht spektakulär. Was ich für eine (un)heimliche Revolution halte ist die Integration in das System. Anscheinend genügt eine Bestätigung bei der Aktivierung des iPhone/iPad und die iCloud läuft. D.h. viele werden sie wie selbstverständlich nutzen. Einerseits wunderbar – andererseits natürlich noch ein Schritt weiter in das geschlossene System Apple (wobei andere Anbieter da nicht besser sind). Die Frage ist, ob Apple/Steve Jobs weiß wohin die Reise geht … was kommt als iCloud 2.0…

    Interessant ist die API. Was werden die ThirdApp Entwickler draus machen. Bisher unterstützen ja viele Apps die Dropbox. Aber wird „das selbstverständliche“ iCloud mich als App-Entwickler nicht zwingen dieses auch zu unterstützen – will ich nicht viele meine (potentiellen) KäuferInnen vergraulen.

    Ansonsten: Wie immer sind nach einer Keynote eben nur Key-Features genannt. Viele „kleine“ (aber wichtige) Details fehlen noch. Und insbesondere ist uns Apple noch den Beweis schuldig, dass „it just works“ wirklich so funktioniert.

    Es bleibt spannend.

  • Dropbox UND Wuala

    Nachdem ich ein wenig „über Wuala berichtete“, wurde ich gleich gefragt, ob Wuala wirklich besser sei und warum ich zu „Wuala“ gewechselt bin bzw. warum ich die Dropbox aufgegeben habe.

    Nun, es ist kein ODER sondern ein UND…

    Die „Dropbox“ ist weiterhin bei mir im Dienst, aus mehreren Gründen.

    Die Sicherheit

    Vorab: Wer sich mit seinen Daten in die „Cloud“ begibt, weiß nie hundertprozentig, wie sicher diese Daten sind. Was immer die Betreiber eines Dienstes behaupten, man muss es ihnen bis zu einem gewissen Grad einfach glauben – nachprüfen lässt sich nur wenig.

    Dropbox hat in den letzten Wochen Vertrauen verloren, da man früher anhand der AGB annehmen konnte, die Daten wären am Server so verschlüsselt, dass nicht einmal die Mitarbeiter sie lesen könnten – was Dropbox nunmehr zurückgezogen hat. Einzelne Mitarbeiter können (unter angeblich größten technischen Auflagen) in die Daten der einzelnen Kunden Einsicht nehmen.

    Wuala dagegen versichert (mir als technischen Laien), dass die Daten schon vor dem Hochladen verschlüsselt werden und somit nur der jeweilige Kunde sie auch wieder entschlüsseln könnte. Apropos technischer Laie: Dropbox meinte, dass die Verunsicherung auch daran lag, dass sie versuchten, die technischen Erklärungen simpel zu halten. Das kann man wiederum glauben oder nicht.
    Tatsache ist, dass technisch unversierte Menschen all die Dinge rund um Verschlüsselung nur im Ansatz verstehen – wie erklärt man dann einen Dienst so einfach und praktisch wie möglich, ohne dass dabei nicht-technische Details (die eventuell ebenso wichtig sind) auf der Strecke bleiben?

    Außerdem: In all den Diskussionen tun wir so, als ob wir nur hochgeheime Daten in die Cloud auslagern. Wenn ich mir ansehe, was „wir“ so alles ganz offen über Facebook, Flickr und Co. von uns mitteilen und teilen, dann wird diese Sicherheitsdiskussion manchmal (mit Betonung auf manchmal) ein wenig lächerlich.
    Aber: Natürlich gibt es Daten, die möchte ich nur ungern mit anderen teilen (bzw. sollte sie niemand anderer lesen können) und trotzdem würde ich sie gerne auf mehreren Geräten lesen können – Auslagerung in die Cloud liegt somit nahe.

    Keep it simple

    Das lässt mich wieder auf die Dropbox kommen. Deren Prinzip ist so einfach wie bestechend und daher ein Grund, sie auch weiter zu nutzen. Ich habe ein Verzeichnis auf meinem Rechner namens „Dropbox“. Dort „werfe“ ich alles hinein, was ich synchronisieren möchte. Installiere ich Dropbox auf anderen PCs, dann habe ich augenblicklich den gleichen Stand an Verzeichnissen und Dateien. Am iPhone/iPad kann ich leicht auf diese Daten zugreifen bzw. ebenfalls synchronisieren.

    iPhone und iPad sind ein zweiter Grund für die Dropbox. Es gibt einfach zu viele gute Apps, die die Dropbox nutzen. Texteditoren, Fotoanwendungen … sie alle greifen auf die Dropbox zu bzw. legen dort Daten ab.

    Ebenso praktisch ist das Bereitstellen von Dateien oder Fotoverzeichnissen für alle sowie die gemeinsame Nutzung von Verzeichnissen mit anderen.

    So, und da kommen wir jetzt endlich zu Wuala.

    Schau mal

    Jemandem Lesezugriff auf eigene Verzeichnisse (übers Web) zu geben, ist ebenso einfach wie in der Dropbox, indem man einfach einen Link erhält, den man so weitergeben kann.
    Wuala unterscheidet dabei zwischen einem öffentlichen Verzeichnis – bei dem alle in das Verzeichnis schauen können – und einem beschränkten Zugriff. Das ist bei Wuala dann wirklich so.

    Denn Wuala bietet auch den Einblick über die Wuala-Applikation für alle Wuala-Mitglieder – dazu später mehr.

    Interessanter wird es, wenn ich nur beschränkten Zugriff geben möchte. Dann kann ich entweder gezielt nur bestimmte Wuala-Mitglieder auswählen oder einen geheimen Link abrufen. Jede*r (wie bei der Dropbox), der/die diesen Link kennt, kann auf das Verzeichnis über das Web zugreifen.
    Unterschied ist die „Variabilität“ der URL. Denn diese ist so aufgebaut:

    https://www.wuala.com/rob_len/Fotos/EinNeuesAlbum/?key=JeGRa9FsLtkV

    (Dieser Link ist nur ein Beispiel und geht ins Leere 😉). Interessant ist der „Key“ am Schluss, den mir Wuala zwar vorgibt, den ich aber jederzeit (oder gleich) ändern kann. Also einen noch längeren Schlüssel, einen leicht zu merkenden Schlüssel oder … oder. Sollte die alte URL Unberechtigten in die Hände fallen, ändere ich einfach den Key und schon sind nur mehr die zugangsberechtigt, die ich über den neuen Key informiere.

    Mitglieder

    Wuala kennt Mitglieder (Kontakte genannt) und diese spielen innerhalb des Systems eine Rolle. So kann jede*r ein eigenes Profil gestalten (inklusive Profilfoto), dieses innerhalb von Wuala auch suchbar machen etc.

    In einer eigenen Liste kann ich Kontakte auch quasi zu „Freunden“ machen. Dies hat den Vorteil, dass ich Zugangsberechtigungen auch in Bausch und Bogen gleich allen meinen Freunden vergeben kann – oder doch nur gezielt einzelnen Kontakten.

    Auf der jeweiligen Kontakte-Seite finde ich u.a. alle gemeinsam geteilten Ordner (praktischer als in Dropbox, in der ich das nicht so gesammelt finde) und eine Kommentarleiste – die sich quasi als Mini-Chat-Funktion darstellt.

    Gruppen

    Mit einem, vielen – gezielt ausgesuchten oder allen, die wollen – Kontakten kann ich auch gemeinsame Gruppen bilden. Im Gegensatz zur Dropbox gibt es jedoch auch bei Gruppen etwas komplexere Zugriffsrechte.

    Wuala sieht dabei drei Rollen vor (die auch umbenannt werden können):

    1. Admin: mit vollen Zugriffs- und Administrationsrechten
    2. Moderator: kann neue Mitglieder einladen, kann Ordner und Dateien einfügen und alles löschen
    3. Member: kann Dateien einfügen, aber nur Dateien löschen, die er/sie selbst eingefügt hat

    Diese Rollenrechte können jedoch noch einzeln geändert werden. So könnte ein Member z.B. nur das Recht bekommen, neue Mitglieder einzuladen, ohne jedoch selbst Dateien einfügen zu dürfen. (Naja, nicht sehr sinnig – aber dient ja nur als Beispiel.)

    Der Admin hat noch die Möglichkeit zu entscheiden, ob die Gruppe öffentlich ersichtlich ist oder auch nicht.

    Wuala geht dann nochmals weiter. Gruppen können auch als öffentliche Gruppe deklariert werden. Dann kann jedes Wuala-Mitglied dieser Gruppe (mit der Option, dass der Admin dies bestätigen muss) beitreten.

    Damit erweitert Wuala die Grundidee der gemeinsamen Ordner und macht daraus quasi eigene Foren bzw. Interessensgruppen. Noch dazu kommt die – oben schon erwähnte – Kommentarleiste auch bei Gruppen, Verzeichnissen und sogar bei einzelnen Dateien zum Einsatz. D.h. ich kann die Kommentarfunktion dazu nutzen, um zu vermerken, was ich an einer Datei geändert habe – oder mit dieser den neuen Grafikentwurf (der in der Gruppe als Datei(en) liegt) zu diskutieren.

    Um das zu forcieren, bietet Wuala auch Businessgruppen an. Hier gelagerte Dateien werden nicht den einzelnen Mitgliedern (vom Speichervolumen) angerechnet, sondern der Gruppe. D.h. ich kann ruhig einen kostenlosen Zugang mit 1 GB Speicherplatz besitzen und trotzdem einer Businessgruppe mit insgesamt 50 GB an Daten angehören.

    Online-Festplatte

    Während Dropbox Dateien nur synchronisiert – ich habe somit immer eine Kopie (bzw. das Original) auf meiner Festplatte – kann man diese in Wuala wie auf einer externen Festplatte vollkommen auslagern.
    Das kann Vorteile haben. Meine Fotos lagern in iPhoto. Möchte ich diese auch anderen zur Verfügung stellen, muss ich diese in ein Dropbox-Verzeichnis ziehen. Dabei sind sie nun zweimal auf der Festplatte (in iPhoto und im Dropbox-Verzeichnis) vorhanden und verbrauchen auch zweimal Speicherplatz.

    In Wuala kopiere ich die Dateien in ein Fotoverzeichnis auf Wuala – das füllt die „Online-Festplatte“, jedoch kein weiteres Byte auf meiner.

    Sync und Backup

    Die Grundidee der Dropbox beherrscht Wuala ebenso. Ein (oder mehrere) Verzeichnisse definieren, die gesynct werden sollen, und schon geht’s los.

    Darüber hinaus gibt es eine Backup-Funktion. Hier werden die Dateien nur nach Wuala geholt – aber nicht mit anderen Rechnern synchronisiert.

    Wuala bietet dabei die Möglichkeit einer „Zeitreise“ an. Mittels einer Scrollleiste kann der Zustand eines Verzeichnisses von Veränderung zu Veränderung angezeigt werden. Für jede Datei steht eine Funktion zur Verfügung, um frühere Zustände anzuzeigen. Wuala speichert dabei nur die letzten 10 Zustände. Aber immerhin, könnte man sagen.

    Kosten

    Seit kurzem sind auch im kostenlosen Basispaket alle Funktionen freigeschaltet. Dropbox und Wuala bieten daher beide „full features“ für alle und nehmen nur dort Geld, wo man mehr Speicherplatz haben möchte.

    Wuala hat dabei jedoch noch eine zweite Möglichkeit geschaffen. Jetzt wird’s untechnisch und ein wenig laienhaft: Um noch eine weitere Kopie aller Dateien vorrätig zu halten, zerteilt Wuala alle Dateien in winzige Pakete und lagert Kopien dieser Einzelteile aus. Jeder, der möchte, kann Wuala einen Teil seiner Festplatte dafür freigeben.
    Da niemand eine ganze Datei, sondern nur viele unterschiedliche Fragmente auf seiner lokalen Festplatte hat und diese auch noch verschlüsselt sind, sollte dies kein Sicherheitsproblem darstellen.
    Wuala spart sich somit noch eine zweite oder dritte Kopie der Daten. Dies wird daher mit kostenlosem Speicherplatz für einen selbst bei Wuala belohnt.

    Fazit

    Nachdem beide Dienste ihr volles Leistungsspektrum in einer kostenlosen Version (mit 1 GB Online-Speicherplatz) anbieten, sollte wohl jede*r selbst beides probieren.

    Dropbox ist mit seinem „keep it simple“-Prinzip in vielen Fällen angenehm. Wenn es um den Austausch mit anderen Apps (insbesondere im mobilen Bereich) geht, dann ist es noch ungeschlagen.

    Wuala bietet mit seinen Gruppen, der Backup-Möglichkeit etc. spezielle Features, die man brauchen kann – oder auch nicht.

    Traut man Wuala, ist es prinzipiell sicherer als die Dropbox, da die Dateien schon am Rechner verschlüsselt werden und theoretisch von niemandem lesbar sind – auch wenn er/sie auf die Wuala-Datencenter voll zugreifen könnte.

    Braucht man mehr Speicherplatz, dann ist Wuala günstiger bzw. bietet es auch eine 250-GB-Version (Dropbox nur 100 GB).

    Aber warum nicht einfach beides installieren und je nach Einsatzzweck nutzen?

    Nachdem Wuala erst in den letzten Wochen so richtig in das Blickfeld vieler gerückt ist, erlaube ich mir doch zu sagen, dass es auf alle Fälle das Potenzial zu einer echten Konkurrenz hat.