Monat: Februar 2011

  • ifttt – ifthisthenthat – Webdienste-Baukasten

    Im Web findet sich eine Unzahl von Diensten. Fotos, Bookmarks, Videos, Texte, Screenshots verwalten, mit anderen teilen, etwas bewerten, hin und her senden, … für all das gibt es mehr oder minder spezialisierte Angebote.

    Wer zwischen diesen Diensten etwas austauschen möchte hat es jedoch schwerer. Manchmal gibt es die eine oder andere Import- bzw. Exportfunktion. Im besten Fall gibt es eine API (Datenschnittstelle). Aber diese ist natürlich nur für Menschen, die programmiertechnische Erfahrungen haben. Daher sind auch Dienste wie „Yahoo Pipes“ nicht uninteressant, die auch Semi-Profis das zusammenmischen von Daten erlauben.

    Noch einen Schritt einfacher will es die Plattform „ifttt“ machen.

    ifttt?

    Dabei steht ifttt für „ifthisthenthat“, salopp übersetzt „Wenn dies, dann das“. Auf den Dienst übertragen heißt das, wenn Applikation dies macht, dann mach bitte in der Applikation das.

    Aber fangen wir von vorn an. In der „letzten Ausgabe des macpcnux Podcasts“:http://www.macpcnux.net/2011/02/19/episode-47-gast-robert-ist-auch-wieder-da/ habe ich ifttt schon etwas verworren erklärt. Nachfolgend versuche ich es an einem praktischen Beispiel Schritt für Schritt zu erklären.

    Ifttt ist derzeit in einer „closed beta“ Phase. JedeR TeilnehmerIn darf wiederum zwei Personen einladen. Meine Einladung habe ich dankenswerter Weise von „@yatil“:http://twitter.com/yatil bekommen.

    So funktioniert es

    Aber fangen wir an.

    Bild 1

    Nach einer Registrierung kann ich zuerst einzelne „Channels“ (siehe Bild 1, für größere Ansicht einfach draufklicken) aktivieren. Das sind einzelne Webdienste, die ifttt schon abrufen kann. Die Auswahl wird hoffentlich schon wachsen. Schon jetzt gibt es RSS, tumblr, Posterous, Flickr, ReaditLater, Instapaper, Facebook und einige mehr.

    Einige von diesen Channels können als Ausgangspunkt dienen, einige kann man nur mit Daten beliefern. Channels wie „Phone Call“ und „SMS“ funktionieren derzeit nur in den USA.

    Aber jetzt einmal zu meinem Beispiel, nach dem man die Möglichkeiten eventuell ein wenig besser versteht. Was ich nun zusammenstelle ist ein „Task“ (so heisst das auf ifttt) der bei jedem neuen Album, dass ich auf Flickr anlege einen Tweet (auf Twitter) auslöst – mit einem Link zu diesem Album.

    Zuerst wählen wir einen „Trigger Channel“ (Bild 2). Auf Bild 3 sehen wir, welche Möglichkeiten in Flickr gegeben sind. So kann jedes neue Photo von einem selbst auf Flickr, ein neues Album , ein neuer Favorit,.. eine Aktion auslösen.

    Bild 2
    Bild 3

    Ich gebe an (mittels Mausklick), dass „any new set“ (Bild 4) eine Aktion auslösen soll. Damit habe ich das „this“ ausgefüllt (Bild 5) und kann mich dem „that“ widmen.

    Bild 4
    Bild 5

    In Bild 6 sehen wir die Dienste (sofern ich sie überhaupt freigeschalten habe – tumblr fehlt daher) die etwas mit den Flickr Daten anfangen können.

    Bild 6

    Ich wähle Twitter und bekomme hier als Möglichkeit der Aktion (Bild 7) nur angeboten, einen neuen Tweet zu erzeugen. In anderen Diensten gibt es eine größere Anzahl an Aktionen.

    Bild 7

    Jetzt kommt der etwas komplizierte Teil. Denn ich kann einige Variablen (auch auch frei gewählten Text) in ein Aktionsfeld füllen. Gemäß Bild 8 würde ein Tweet erzeugt, der auf ein neues Album hinweist, den Titel des Album nennt und eine URL zum Album anbietet.

    Bild 8

    Es gibt weitere Variablen die man stattdessen twittern könnte. Wie z.B. die URL zum ersten Foto im Album (Bild 9). Der Text ist somit recht individuell gestaltbar und könnte auch heißen „Ich hab was in Flickr gemacht, verrate euch aber nicht mehr“ 😉

    Bild 9

    Wie man Bild 10 entnehmen kann, habe ich die zweite URL einfach hinzugefügt.

    Bild 10

    Das war´s. Das ist es – im Prinzip – was ifttt kann.

    Klingt auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär. Interessant wird es erst, wenn man genauer überlegt, wie man einzelne Dienste praktisch miteinander verknüpfen kann. Ich glaube ich bin da erst am Anfang.

    Beispiele

    Für mich selbst habe ich aber schon zwei praktische Dienste zusammengebastelt:

    • Wenn ich im Google Reader eine Nachricht „favorisiere“ wird der Titel und die URL der Nachricht an mein Evernote als Notiz gesendet. Quasi ein Bookmark Service.
    • Jeder neue Bookmark in delicious wird auch in Evernote übertragen.

    Dienste wie Posterous haben schon gezeigt, dass das Bloggen über Mail an diesen Dienst eine praktische Sache ist. Nachdem man an ifttt auch Mails schicken kann, die gemäß einem Task weiter verwertet werden fallen einem da vielleicht auch noch nette Dinge ein. Leider kann man erst eine Mailadresse definieren, über die man an ifttt senden kann bzw. an die man von ifttt Mails erhalten kann.

    Die Zukunft

    Der Dienst hat Potential. Das zusammen klicken von Aktionen ist einfachst, das versteht fast jedeR. Jetzt liegt es auch an ifttt, ob sie es schaffen

    • noch mehr Dienste einzubinden,
    • interessante Funktionen aus der API dieser Dienste heraus zu holen und
    • ein Geschäftsmodell zu entwickeln (allgemeine Ideen dazu hätte ich schon).

    Derzeit ruft ifttt alle 15 Minuten die einzelnen Dienste ab. Das reicht für vieles, aber sicherlich nicht für alles. Ifttt muss natürlich auch beweisen, dass sie bei steigender Nutzerzahl die Performance und Stabilität erhalten bzw. schaffen. Denn mancher Twitterer hat schon gemeckert, dass der Dienst hin und wieder nicht funktioniert. Aber bei einer Closed Beta ist das ganz natürlich.

    Im Blog von ifttt gibt es erst einen Eintrag. Interessant ist es, die Kommentare (auch der Entwickler) zu lesen. So liest man auch über den technischen Background:

    All coded in Ruby. Using Rails for the front end and Sinatra for a couple infrastructure pieces.

    Eine Idee wäre noch die Bereitstellung(smöglichkeit) von fertigen Tasks durch andere User. Denn der Dienst hat Potential, das aber erst – wie geschrieben – durch kreative Verknüpfungen ersichtlich ist.

    Ich bleibe dran und werde gerne über weitere Entwicklungen berichten.

  • Heinz und Peter

    Der Tod von Peter Alexander hat in den Medien, im Social Web und wo auch immer seinen Niederschlag gefunden.

    Aber nicht nur die Person Peter Alexander steht dabei im Mittelpunkt. Viele Kommentare beziehen sich auf die Frage, ob das Unterhaltungsfernsehen früher besser war, ob einfach nur die Alternativen fehlten oder ob man uns damals nur eingelullt hat. Unbestritten haben die einzelnen Entertainer im Samstag Abend Programm Reichweiten erzielt, die vielleicht nie wieder erreicht werden.

    In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder Heinz Conrads erwähnt. Beispielhaft sei der Kurier Artikel „Der Tod des Samstagabend“ erwähnt.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Außerdem fand ich noch…

    Kurier: „Peter Alexander die ersten Jahre“.

    Gleichzeitig sprang Peter Alexander im Bürgertheater wieder für einen Kollegen ein – diesmal für Heinz Conrads, der mit ihm auch im Simpl spielte – und zwar an der Seite von Marika Rökk.

    Profil: Mosiger als Moser

    Während bei Heinz Conrads die Kranken zu Tode ­gegrüßt wurden, freuten sich die Gesundgebliebenen an Alexanders Timbre…

    Kleine Zeitung: „Peter Alexander – seine beliebtesten Filme

    „Ich bin kein Casanova“. Regie: Geza von Cziffra, Mit: PA, Gerlinde Locker, Heinz Conrads,Oskar Sima

    Die Presse: „Sag beim Abschied leise Servus

    Er war aber auch verwandt mit dem erdig-volkstümlichen Heinz Conrads.

    PS: Mein letzter Artikel zu Heinz Conrads ist schon recht lange her. Ich werde mich bemühen, die Frequenz wieder zu erhöhen.

  • Facebook Places Bashing

    Derzeit diskutieren einige Blogger, ob „Foursquare“:http://foursquare.com schon wieder am absteigenden Ast ist und „Gowalla“:http://gowalla.com eh nur hinter her hinkt.

    Ich nutze beide Dienste recht wenig. Manchmal sind sie durchaus praktisch. Aber nicht um damit meine Twitter Timeline mit „I checked in …“ vollzustopfen. (mehr …)

  • Digitalks zu Barrierefreiheit im Web, 15. März 2011

    Logo DigitalksAm 15. März 2011, 18.00 Uhr, gibt es bei „Digitalks“:http://digitalks.at eine kostenlose Veranstaltung (im Museumsquartier Wien) zum Thema „Barrierefreiheit im Web“:http://www.digitalks.at/2011/02/14/digitalks-barrierefreiheit.

    Neben „Markus Ladstätter“:http://www.bizeps.or.at/person.php?wer=lam, „Verein BIZEPS“:http://www.bizeps.or.at/, und „Martin Habacher“:http://mabacher.com/ (brachte den „Barchair“:http://www.mabacher.com/barchair auf die Barcamps) habe ich die Ehre ein wenig zum Thema beitragen zu dürfen. (mehr …)

  • Web Accessibility Challenge und macpcnux.net

    Nächste Woche darf ich wieder mal als GastRobert beim „macpcnux“:http://macpcnux.net Podcast mitmachen. In der „Episode 44“:http://www.macpcnux.net/2011/01/08/episode-44-stupsen-andere-trends/ habe ich mich mal ganz weit hinaus gelehnt und zu „GastRoberts Web Accessibility Challenge“ aufgerufen. (mehr …)

  • Datamaps.eu – Ein Bild sagt mehr…

    Logo Datamaps.euEin Bild sagt mehr als tausend Worte heißt es. In vielen Fälle stimmt das auch. Das gilt insbesondere für Tabellen und lange Zahlenreihen. Kann man diese in Grafiken verpacken, so ergibt dies für viele Menschen einen neuen Sinn. Manches ist dann auch einprägsamer ersichtlich.

    „Datamaps.eu“:http://datamaps.eu macht sich nun auf, Zahlen in Daten-Landkarten zu verwandeln. (mehr …)

  • 1a-url.de – der barrierefreie Webcounter – Interview mit Stephan Heller

    Die BIENE ist seit Jahren DER Wettbewerb für barrierefreie Websites im deutschsprachigen Raum. Bei der „BIENE 2010“:http://www.biene-award.de/ ist mir insbesondere das barrierefreie Webstatistiktool „1a-url.de“:http://www.1a-url.de/de/ aufgefallen.

    Denn behinderte Menschen sind nicht nur KonsumentInnen von Webangeboten – muss ich das jetzt wirklich noch betonen? – viele gestalten auch welche. Aber die Anzahl der barrierefreien Backends von CMS etc. dürfte sich noch sehr klein halten. Umso interessanter sind dann Webtools wie 1a-url.de.

    Stephan Heller („daik.de“:http://daik.de/) hat dieses Angebot mit fachlicher Unterstützung von „Kerstin Probiesch“:http://www.barrierefreie-informationskultur.de/ gestaltet.

    Neugierig wie ich bin habe ich Stephan Heller um ein (schriftliches Interview) gebeten. Herr Heller verwies mich vorab auf ein Interview im „PHP Magazin“:http://it-republik.de/php/artikel/Wenn-man-es-einmal-verinnerlicht-hat-kann-man-nicht-mehr-anders.-3488.html. Ich hoffe ich habe Herrn Heller doch noch ein paar interessante Antworten entlockt. (mehr …)

  • Bin wieder da

    Fast ein Monat ist vergangen seit ich meinen letzten Artikel veröffentlichte. Nun, zuerst Urlaub und dann krankheitsbedingte Internetpause waren zwei Gründe dafür.

    Es tut manchmal gut ein wenig Pause von all dem Social Media Zeugs, Twitter, Facebook und Co. zu nehmen.

    Apropos Pause. Kaum bin ich nicht da, veröffentlicht jemand „do nothing for 2 minutes“:http://www.donothingfor2minutes.com und bekommt recht viel Medienöffentlichkeit.

    Dabei geraten wir doch wieder in Stress. Zwei Minuten warten, einen Blick aufs Meer vor die Nase gesetzt bekommen… Danach kann man noch „liken“ und soll auch noch eine Vorschlagsbox für weitere „Features“ ausfüllen. Ist doch wieder viel Aktivität für zwei Minuten Ruhe.

    Wer wirklich Ruhe genießen will, dem kann ich wieder einmal nur „alleinr.at“:http://alleinr.at empfehlen, dem Ruhepol im Web und „an anderen Orten“:http://www.alleinr.at/ananderenorten.html.

    So. Jetzt bin ich wieder da. Nach bewußter und einer Zwangspause habe ich mir einiges rund um meine Aktivitäten im Web überlegt. Allererster Schritt ist, dass ich nicht jedem Webtrend hinterher hecheln möchte. Lieber schreibe ich einen Artikel hier im Blog. Aber bevor ich mir zuviel vornehme oder etwas verspreche… schauen wir mal, wie der restliche Februar so wird.

    Auf alle Fälle: Ich bin wieder da und freue mich auf ein buntes Internet und all die Menschen mit denen ich dort in Kontakt bin…