Nach dem Eintreffen habe ich gleich am Donnerstag den Artikel „Das Onyx Boox Nova 2 e-Ink Tablet ist da – Erste Eindrücke“ geschrieben.
Zwei Tage später bin ich ich um ein paar weitere Eindrücke reicher.
Bluetooth Tastatur
Das Problem mit dem fehlenden Umlauten bei der Nutzung des Apple Keyboard (über Bluetooth) ist gelöst. Fragt mich aber bitte nicht wie genau. In der Menüleiste tauchte „auf einmal“ eine Nachricht auf, dass ich die Hardware Tastatur konfigurieren könne. Und dann konnte ich auf „deutschsprachige QWERTZ“ Tastatur umstellen. Somit ist das Nova 2 auch mit Tastatur nutzbar. Die Kombination mit einer Hardwaretastatur mit geringen Gewicht macht es zu einem sehr leichten Gerät für die Texterfassung. Die Laufzeit in einer solchen Kombination (Bluetooth an, A2 Modus am Nova 2 für eine raschere Reaktion des Bildschirms) muss ich noch ausprobieren.
Die Twitter App funktioniert ebenfalls. Natürlich sind Videos oder Animierte GIFs nicht so schön anzusehen. Auch Fotos kann man halt nur mit ein paar Grautönen Unterschied bewundern. Aber für Textnachrichten passt es.
Die Benachrichtigungen über neue Tweets im Hintergrund habe ich gleich mal ausgeschalten. Ich habe mir das Nova 2 ja auch gekauft, um nicht dauern beim lesen oder schreiben abgelenkt zu werden. Da brauche ich keine „Sie wurden erwähnt“ Nachrichten.
Nachrichten
Apropos Nachrichten. Da fiel mir ein, dass eine recht alte Nachrichtenform doch wunderbar funktionieren sollte. Also die ORF Teletext App geladen. Nach ein paar Einstellungen geht es. Und für den schnellen Nachrichtenüberblick völlig ausreichend.
Akku
Wofür e-Ink Displays gut sind? Unter anderem, dass sie weniger Strom verbrauchen. Wenn aber dahinter ein Android Rechner läuft und WLAN und … was bleibt dann eigentlich von dem geringen Stromverbrauch?
Nach drei Tagen ist das noch keine verlässliche Aussage. Aber das Tablet kam mit rund 60 Prozent Akku bei mir zu Hause an (4. Juni abends). Ich habe einiges ausprobiert, einige Stunden gelesen (mit und ohne Hintergrundbeleuchtung), WLAN war stundenlang an, ebenso Bluetooth. Stand 6. Juni, 18:30 Uhr, sind es 33 Prozent, wie die Akkuanzeige mitteilt. Laut derer habe ich dabei das Display 12 Stunden und 50 Minuten aktiv genutzt (gelesen, gesurft, Notizen gemacht und Apps ausprobiert und einiges mehr).
Wenn das so bleibt, dann kommt kein iPad an das nur irgendwie heran. Somit kann ich einen der Gründe für mein Nova 2 als positiv abhaken.
Notizen
Mit der Notiz App habe ich jetzt schon einiges mehr probiert bzw. notiere ich hier handschriftlich meine Eindrücke zum Nova 2 – was sich ja wohl so gehört 😉
Ein keines Problem ist, dass mein kleiner Finger manchmal beim Schreiben auf der Menüleiste ankommt und dann Funktionen auslöst. Bisherige Lösung ist, die Menüleiste beim Schreiben einfach auszublenden. Die dortigen Funktionen brauche ich im Schreibfluss kaum, da ich die Radierfunktion auch über den mitgelieferten Stift auslösen kann. Aber vielleicht findet sich hier noch eine andere Lösung.
Faszinierend ist weiterhin die „AI“ genannte Handschrifterkennung. Diese habe ich so eingestellt, dass sie auch im Hintergrund mitläuft. Gehe ich nun auf die Suchfunktion der Notiz App und suche nach einem Begriff findet er fast jede Stelle an der ich dieses Wort handschriftlich in einem Notizbuch vermerkte.
Evernote
Daniel hat mich ersucht Evernote auszuprobieren. Auch hier muss ich noch einiges antesten. Aber der erste Eindruck.
Bestehende Notizen werden geladen. In einer Notiz werden Attachments (wie z.B. PDFs) angezeigt, ebenso Formatierungen und Links. Notizen lassen sich erstellen und Texte tippen. Allein die Leiste mit den Textformatierungen fehlt bzw. wird sie nur zum Teil angezeigt.
Beim antippen von PDFs konnte ich wählen, mit welcher App ich sie lesen wollte. Mit dem NeoReader (im Nova 2 integriert) ging das einwandfrei.
Das erste große Minus kam aber dann beim einfügen von handschriftlichen Notizen – nicht die von der Notiz App, sondern von der Evernote eigenen Notizfunktion. Stifteingaben wurden mit mit Verzögerung erkannt und Buchstaben erschienen nicht dort, wo der Stift schrieb sondern mindestens 1 cm nach rechts unten versetzt. Und das auch noch mit recht dicken Strichen – obwohl ich kleinste Strichstärke in Evernote eingestellt hatte. Das geht leider gar nicht.
Die Evernote App habe ich vom Google Play Store direkt heruntergeladen und nicht von Onyx eigenen „App Store“ App.
Synchronisation.
Die Onyx eigene Sychronisationsmöglichkeit über send2boox ist jetzt nicht sehr aufregend. Aber sie funktioniert.
Entweder automatisch – oder per Hand angestossen – werden alle Notizen gesynct und ich kann sich mir über diese Seite ansehen, drucken oder sie als PDF downloaden.
Detto kann ich Dateien von meinem Mac hochladen und sie auf mein Nova 2 pushen.
Die automatische Synchronisation habe ich aber deaktiviert. Es braucht beim Öffnen oder Schließen (je nachdem was man eingestellt hat) eines Notizbuchs schon ein paar Sekunden bis die Synchronisation abgeschlossen ist. Und bis dahin ist die Notiz App nicht weiter verwendbar. Da muss Onyx noch nachbessern. Das geht sicherlich auch als Hintergrundprozess.
Wie auch immer. Ich kriege Notizen auch Online auf und von meinem Nova 2 runter.
Weitere Synchronisationsmöglichkeiten über Dropbox, Evernote oder Google Drive harren noch des ausprobieren. Hier widersprechen sich Testberichtet, ob das in der aktuellen Firmware Version 2.3 funktioniert oder nicht, oder ob ich zuerst die Verbindung zu send2boox beenden muss.
Lesen und notieren
Als nächstes möchte ich die Notizfunktion bei PDFs im Detail unter die Lupe nehmen. Da wird es einen eigenen Bericht geben. Und irgendwann auch Fotos und Screenshots.
Fragen?
Habt ihr Fragen zum Nova 2? Dann nur her damit. Soll ich etwas ausprobieren? Gerne. Schreibt mir einfach.

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